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Nomenklatur (Chemie)


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Die Nomenklatur (Namensgebung) für chemische Substanzen wird von IUPAC (International Union of Pure and Applied empfohlen.

Organische Chemie

Formal gesehen sind die von der für die organische Chemie und die Biochemie vorgegebenen ausführlichen Namengebungsregeln doch in der Praxis reichen einige einfache aus um viele organische Verbindungen zu benennen vorgegebene Namen zu verstehen. Man geht dabei maßen vor:

  1. Zuerst wird überprüft ob das Molekül Einfach- oder auch Doppel oder sogar Dreifach-Bindungen Beinhaltet das Molekül
    • eine Dreifachbindung wird dem Stammnamen ein angehängt.
    • eine Doppelbindung wird dem Stammnamen ein angehängt.
    • keine Mehrfachbindungen wird dem Stammnamen ein angehängt.
  2. Nun wird im Molekül die hochrangigste Gruppe gesucht. Sie gibt die Namensendung an. beispielsweise das Molekül:
    • -OH wird dem Namen ein "-ol"
    • -SH wird dem Namen ein "-thiol"
  3. Anschließend wird der Namen der Kohlenwasserstoff -Grundkette ermittelt. Dazu wird die Anzahl der - Atome der längst möglichen C - die die hochrangigste funktionelle Gruppe enthält gezählt.
    • 1 C - Atom entspricht der "meth-"
    • 2 C - Atome entsprechen der "eth-"
    • 3 C - Atome entsprechen der "prop-"
    • 4 C - Atome entsprechen der "but-"
    • 5 C - Atome entsprechen der "pent-"
    • 6 C - Atome entsprechen der "hex-"
    • 7 C - Atome entsprechen der "hept-"
    • 8 C - Atome entsprechen der "oct-"
    • 9 C - Atome entsprechen der "non-"
    • 10 C - Atome entsprechen der Vorsilbe
  4. Ist die Kohlenstoffkette ringförmig zusammengesetzt wird Vorsilbe "cyclo" benutzt.
  5. Nun wird überprüft welche Substituenten außerdem im Molekül enthalten sind. Danach werde die Kohlenstoffatome Grundkette so durchnummeriert dass der erste Substituent möglichst kleine Nummer erhält. Subsituenten können:
    • andere funktionellen Gruppen sein. Sie werden Vorsilben bezeichnet jeweils versehen mit der Nummer Kohlenstoffatoms an dem sie hängen.
    • Seitenketten sein. Sie werden nach den Regeln wie Grundkette benannt aber erhalten als "-yl".
  6. schließlich wird unter Umständen die räumliche der Substituenten überprüft und durch Vorsilben wie oder "cis-" eindeutig bestimmt. Es werden falls Chiralitätzentren angegeben.

Die IUPAC Regeln haben den großen dass sie wenn sie streng angewendet werden denkbare Verbindung eindeutig und unverwechselbar benennen können. der Praxis sind die komplizierten Namen manchmal zu umständlich weshalb diese Regeln oft nicht streng angewendet werden. Damit ergeben sich in Fällen zwar immer noch nachvollziehbare Namen doch sind dann nicht ganz zu vermeiden.

Beispiel

So müsste bei strenger Anwendung der zum Beispiel die Substanz

 NH 2 CH 2 CH 2 OH  

den Namen 2-Aminoethanol erhalten der auch gängigere ist. Aber auch der Name 2-Hydroxiethanamin dieselbe Substanz.

Auf folgende Weise gelangt man zu Namen:

  1. Da die Kohlenstoffatome nur Einfachbindungen aufweisen die Wurzel als erste Endung "an".
  2. Die Grundkette enthält zwei Kohlenstoffatome; damit sich die Wurzel "eth".
  3. Als funktionelle Gruppen sind enthalten eine und eine Aminogruppe (NH 2 ). Die Alkoholgruppe hat die größere Masse erhält Vorrang vor der Aminogruppe. Damit wird Endung zu "anol".
  4. Die Aminogruppe befindet sich nicht am Kohlenstoffatom wie die Alkoholgruppe (Atom Nr. 1) an dem daneben (Nr. 2). Deshalb geben den Ort an durch "2-Amino".
  5. Die Kombination von Vorsilbe Wurzel und ergibt die Namen "2-Aminoethanol".



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