Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. In den 50'er Jahren des 20. wurde das Normalisierungsprinzip als zentrale Maxime im Umgang mit behinderten erwachsenen Menschen entwickelt. Zunächst war es Leitlinie für die Gestaltung sozialer Dienste ausgearbeitet. eine Kurzform gebracht besagt die Normalisierungsformel dass Leben geistig behinderter (erwachsener) Menschen in allen so normal wie möglich zu gestalten ist.
Entwickelt wurde dieses Normalisierungskonzept in den Jahren von dem Dänen Bank-Mikkelsen. Der Schwede arbeitete dieses Normalisierungsprinzip weiter aus und strebte konkrete Zielsetzungen die Umsetzung in die Praxis Wolfensberger entwickelte es in den 60er Jahren den USA und Kanada weiter. In Deutschland Thimm als der Verfechter für das Normalisierungsprinzip. Nirje sollte das Normalisierungskonzept Auswirkungen auf folgende Bereiche haben:
Normaler Tagesrhythmus
Normaler Wochenrhythmus
Normaler Jahresrhythmus
Normale Erfahrungen im Ablauf des Lebenszyklus
Normalen Respekt vor dem Individuum und dessen auf Selbstbestimmung
Normale sexuelle Lebensmuster ihrer Kultur
Normale ökonomische Lebensmuster und Rechte im Rahmen Gegebenheiten
Normale Umweltmuster und –standards innerhalb der Gemeinschaft. Nirje 1994 13)
Die Adressaten des Normalisierungsprinzips (Drei Systemstufen) nach dem amerikanischen Behindertenpädagogen und -psychologen Wolfensberger:
die einzelne Person mit geistiger Behinderung (= oder Mikro-System)
die Institutionen (Meso- oder mittleres System)
die Gesellschaft (Makro- oder größeres System)
Wolfensberger unterteilt diese Adressatenkreise noch in Handlungsdimensionen Interaktion und Interpretation. Daraus wird deutlich sich die Normalisierung nicht nur auf die bezieht sondern auch auf die Art und in der Menschen mit geistiger Behinderung "nach dargestellt werden wie sie der Umwelt symbolisch werden.
Mit der Handlungsdimension der Interpretation auf drei Systemstufen macht Wolfensberger auf die immer geistig verankerten Vor- und Werturteile in der aufmerksam. (vgl. Wolfensberger 1986)
"Immerhin wirken Betroffenen-Verbände Institutionen Publizistik und (Aktion Mensch) auf Einstellungsveränderungen hin und Menschen Behinderungen müssen heute ihre Heimatregion in der nicht mehr verlassen um an einem entlegenen wohnen und Förderung Bildung oder Therapie erhalten können." (Klauß 1996 56)
Das Normalisierungsprinzip beinhaltet auch die Normalisierung Lebensbedingungen von Menschen mit Schwerstbehinderung. In der ist die Umsetzung bisher erst sehr langsam z.B. wohnen in gemeindenahen Wohngemeinschaften oft nur schwer behinderte Menschen". Gaedt (1992) weist auf Gefahr der fehlenden Einbeziehung der mit Schwerstbehinderung Menschen in den Normalisierungsprozess und die Gefahr Aussonderung dieser Gruppe in "Schwerbehindertenzentren" hin.
Nirje Bengt (1994): Das Normalisierungsprinzip – 25 danach
In: Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre 1 12 – 32
Wolfensberger W. (1986):
Die Entwicklung des Normalisierungsgedankens in den und in Kanada In: Bundesvereinigung Lebenshilfe für Behinderte e.V. (Hrsg.): Normalisierung – eine Chance Menschen mit geistiger Behinderung; Marburg 45 –