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Norwegische Sprache


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Die norwegische Sprache gehört zum nordgermanischen Zweig der indoeuropäischen Sprachen . Sie wird von ca. 5 Millionen als Muttersprache gesprochen von denen der größte Teil Norwegen lebt wo es Amtssprache ist.

Norwegisch wurde in zwei verschiedenen Formen Bokmål und Nynorsk . Ersteres oft einfach Norsk Norwegisch genannt wird von rund 85 der Bevölkerung geschrieben und ist linguistisch gesehen partiell norwegisiertes Dänisch und somit eine Tochtersprache desselben. Norwegisch überdies dem Schwedischen sehr nahe. Norweger Dänen und Schweden sich gegenseitig relativ gut.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

In Norwegen gab es immer eine verschiedener Dialekte . Wegen der Topographie mit vielen Gebirgen und Tälern konnten die Dialekte sehr unterschiedlich voneinander entwickeln obwohl Abstände zwischen zwei Orten relativ klein waren. diesem Grund aber auch wegen der dänischen mit Dänisch als Amtssprache über Jahrhunderte hinweg sich nie eine einheitliche Aussprache etablieren die dem Standarddeutsch wäre. Das macht heutzutage in die Verständigung nicht unbedingt einfacher gibt dem Lernenden aber auch eine gewisse Freiheit im der korrekten Aussprache da das norwegische Ohr Schwankungsbreiten gewöhnt ist. Was die norwegische Schriftsprache betrifft so muss von zwei norwegischen Sprachen gesprochen werden.

Der Ursprung der norwegischen Sprache liegt Altnordischen das dem Isländischen sehr ähnlich ist. In der Hansezeit war Niederdeutsch (Plattdeutsch) die Verkehrssprache des Nordens. Viele niederdeutsche Wörter wurden Fremdwörter und Lehnwörter integriert. Von 1380 bis 1814 war Norwegen mit Dänemark vereinigt und wurde von Kopenhagen aus regiert. Durch diese Periode die Union begann wurde Norwegen immer schwächer und 1450 das Norwegische offiziell durch Dänisch ersetzt. Die auf dem Lande gesprochenen wurden aber weiterhin gesprochen. Nach der Trennung Dänemark entstand eine national-romantische Welle und darin Bewegung für eine Rekonstruktion der norwegischen Sprache. Dänische hatte sich aber inzwischen als Amtssprache weit gefestigt dass sich die norwegische Sprache zwei Sprachen trennte: Riksmål ( Reichs-Mundart oder Standardnorwegisch) und Landsmål ( Land-Mundart ). Die erste war bis Ende des 19. Jahrhunderts reines Dänisch später wurden aber einige durchgeführt. Landsmål ist eine Sprache welche von Dichter und Sprachwissenschaftler Ivar Aasen in den 1850er Jahren vornehmlich aus westlichen norwegischen Dialekten wurde. Was sie jedoch von einer Plansprache war die Tatsache dass sie auf eng gemeinsame sprachliche Wurzeln zurückgriff denen nur aus Gründen die natürliche Entwicklung zu einer gemeinsamen verwehrt blieb.

Seit 1929 heißt "Riksmål" offiziell "Bokmål" und "Landsmål" als "Nynorsk" bezeichnet.

Aufgrund des erstarkten Nationalbewusstseins konnte Nynorsk 1944 immer mehr Anhänger gewinnen und hatte knapp ein Drittel der Norweger auf seiner Inzwischen ist deren Anteil bevölkerungsmäßig auf etwa geschrumpft. Dies hat mehrere Gründe: In den Gebieten also vor allem in der Region wird Nynorsk als befremdliche Sprache empfunden. Das Bürgertum hat das auf ländlichen Mundarten basierende ohnehin stets abgelehnt. Folglich fehlt dem Nynorsk heute eine wirkliche Verankerung in den wirtschaftlichen politischen Zentren. Zum anderen wird von manchen besonders Ostnorwegens Nynorsk eher als Kunstprodukt angesehen es eben nur so etwas wie ein gemeinsamer Nenner der Dialekte ist. Und schließlich die Grammatik des Nynorsk schwieriger als die Bokmål. Bekanntlich wird oft der Weg des beschritten. Umgekehrt muss gesagt werden dass dennoch meisten norwegischen Dialekte dem Nynorsk näher stehen dem Bokmål welches einige dem Norwegischen z.T. fremde phonologische morphologische und sonstige grammatische Züge Und wenngleich Nynorsk nur von einem kleinen der Bevölkerung geschrieben wird so ist es Amtssprache in etwa 30% der Gemeinden. Es sich dabei um die allerdings dünn besiedelten des fjordreichen Westens und des gebirgigen Landesinnern. des Staates sind beide Sprachformen offiziell anerkannt; Sprachengesetz darf keine Behörde eine der beiden mehr als 75% gebrauchen (was in der allerdings oft nicht befolgt wird) und Anfragen in der gleichen Sprachform beantwortet werden.

Es wurden im Laufe des 20. mehrere Rechtschreibreformen durchgeführt mit dem Versuch beide einander anzunähern. So wurde in der Reform 1917 auf Druck der Nynorsk-Bewegung eine Reihe norwegischer Ausdrücke propagiert die traditionelle dänische Begriffe sollten. Da dies nicht in dem Maße wie man es sich vorgestellt hatte wurde eine weitere Reform verabschiedet: zahlreiche traditionelle dänische durften nicht mehr gebracht werden. Diese Sprache aber von keiner der beiden Seiten angenommen. kam zu großen Streitigkeiten Eltern korrigierten z.B. Schulbücher ihrer Kinder weil der Konflikt sehr von Gefühlen geprägt war und auch nach vor ist. 1959 und 1981 fanden weitere statt die dann auch wieder die traditionell Begriffe zuließen. Ergebnis ist die Existenz von und "radikalen" Formen im Rechtschreibnormal zwischen denen wählen darf wobei beide Sprachen offiziell unterrichtet

Ein Beispiel für den Unterschied zwischen und Nynorsk:

 B: Jeg kommer fra Norge. (wie Dänischen: Jeg kommer fra Norge) N: Eg frå Noreg. D: Ich komme aus Norwegen. 

 B: Hva heter du/De? N: Kva du/De? D: Wie heißen Sie?  

Allerdings ist die formelle Anrede (Sie) Norwegischen kaum mehr anzutreffen. Zumeist duzt man

Grammatik

Die drei Geschlechter

Die norwegische Sprache kennt die drei männlich weiblich und sächlich (Riksmål und konservatives kennt aber wie Dänisch nur das männlich-weibliche utrum ) und das sächliche Geschlecht ( neutrum ). Die Substantive geben in der Regel keinen Hinweis darauf welches Geschlecht sie haben.

Auch kennt das Norwegische den unbestimmten für jedes Geschlecht existiert eine eigene Form:

en dag / nynorsk: ein dag ein Tag
ei flaske - eine Flasche
et hus / nynorsk: eit hus ein Haus

Weibliche Substantive werden im Bokmål aber auch wie männliche behandelt. Anstelle von:

ei flaske = en flaske - Flasche

In der unbestimmten Mehrzahlform enden männliche und (im Bokmål) mehrsilbige sächliche Substative auf (im Nynorsk gibt es die Endungen "-ar" "-er") einsilbige sächliche bleiben endungslos. Ausnahmen bestätigen Regel:

dager / nynorsk: dagar - Tage
flasker - Flaschen
minutter (von "et minutt") - Minuten
hus - Häuser

Im Gegensatz zum Deutschen gibt es bestimmten Artikel. An dessen Stelle tritt ein genanntes Flexionssuffix; das geschlechtsunterscheidende Merkmal wird also Substantiv angefügt. Das Flexionssuffix stimmt in der mit dem unbestimmten Artikel überein und dieser an das Wortende angefügt:

en dag / nynorsk: ein dag dagen - der Tag
en flaske / auch nynorsk nur: flaske => flasken / auch nynorsk nur: - die Flasche
et hus / nynorsk: eit hus huset - das Haus

Bei den weiblichen Substantiven besteht im somit auch die Möglichkeit statt des männlichen ein weibliches "-a" anzufügen; im Nynorsk ist obligatorisch:

flaska = flasken - die Flasche.

Um die Mehrzahl der bestimmten Formen bilden wird im Bokmål geschlechtsübergreifend ein "-ene" Nynorsk kennt "-ane" "-ene" und "-a". Natürlich es auch hier einige Ausnahmen:

dagen => dagene / nynorsk: dagane die Tage
flasken/flaska => flaskene - die Flaschen
huset => husene / auch nynorsk husa - die Häuser

Sonstiges

Der US-amerikanischer "Language Code" ist für bokmål nb bzw. nob (früher no ) und für nynorsk nn bzw. nno (nach ISO 639 und http://lcweb.loc.gov/standards/iso639-2/codechanges.html ).

Siehe auch:

Weblinks




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