Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Ontologie Philosophie und Theologie. Zu weiteren Bedeutungen des siehe Ontologie (Begriffsklärung)
Die Ontologie ist eine philosophische Disziplin die sich mit dem Sein dem Seienden als solchem und mit fundamentalen Typen von Entitäten beschäftigt. Der Ausdruck Ontologie leitet sich dabei von dem griechischen Partizip on (Seiendes) ab.
Vor allem in der angelsächsischen Philosophie wird daneben die Ontologie der Erkenntnistheorie bzw. Epistemologie entgegengestellt. Hierdurch soll unterschieden werden zwischen Dingen (oder deren Attributen) wie sie "an sind und ihrer Erscheinung für uns. Insofern auch die Ontologie das menschliche Erkenntnisvermögen angewiesen ist wird diese von vielen als inkohärent kritisiert.
Die Ontologie stellt in der klassischen auf Christian Wolff zurückgehenden) philosophischen Systematik einen Teil der Metaphysik dar nämlich die allgemeine Metaphysik ( metaphysica generalis ) im Gegensatz zur speziellen Metaphysik ( metaphysica specialis ) die sich mit Gott ( Natürliche Theologie ) der Seele ( Natürliche Psychologie ) und der Welt ( Natürliche Kosmologie ) beschäftigt. Mit der Speziellen Metaphysik ist der Anspruch verbunden allein auf (also nicht-empirisch) bestimmte Bereiche von Entitäten zu untersuchen: Die natürliche Theologie steht etwa im Gegensatz zur Theologie auf der von Offenbarungen die sich auf "heilige Schriften" die natürliche Kosmologie im Gegensatz zur empirischen Typische Fragen einer speziellen Metaphysik wären etwa Probleme ob die Welt einen Anfang in Zeit hat oder ob die Seele unsterblich Demgegenüber beschäftigt sich die allgemeine Metaphysik nicht mit einer bestimmten "Seinssphäre" sondern dem Seienden im allgemeinen.
In der traditionellen Ontologie steht dabei allem die Frage im Vordergrund wie sich das Sein zum Seienden verhält ( Martin Heidegger spricht hier von der ontologischen Differenz ). In der scholastischen Philosophie wurden als Lehrstück die so genannten Transzendentalien diskutiert also Attribute die jedem Seienden zukommen. Hierzu wurden res (Ding) ens (Seiendes) unum (Eines) aliquid (Etwas) bonum (Gutes) verum (Wahres) zum Teil auch pulchrum (Schönes).
Die moderne analytische Ontologie ( analytische Philosophie ) ist demgegenüber vor allem eine Lehre den grundlegenden Kategorien also solchen (allgemeinen) Begriffen wie Ding Eigenschaft oder Ereignis und solchen Begriffen wie Teil und Ganzes oder (un)abhängig die Attribute bestimmter Entitäten sind. Dabei vor allem die Frage im Mittelpunkt wie die verschiedenen Kategorien zueinander verhalten und ob eine Kategorie als fundamentale auszeichnen lässt. Sind Dinge etwa bloße Bündel von Eigenschaften? Kann Eigenschaften ( Universalien ) geben die unabhängig von Dingen existieren? man eine eigene Kategorie des Ereignisses?
Hierdurch ergibt sich im übrigen auch Verbindungslinie zum Begriff der Ontologie in der Informatik .