Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Das Oppidum Milseburg ist eine stadtähnliche Siedlungsanlage ( Oppidum ) aus der Eisenzeit auf dem Berg Milseburg in der Rhön .
Die Anlage umschließt eine Fläche von 33 ha. Der an der Nord- Ost- Südseite errichtete ca. 1300 m lange und zu 12 m breite Ringwall aus Stein als Befestigung und Schutz. Leider sind die Abschnitte des Walls weitgehend zerstört worden beim der Eisenbahn. Die Westseite blieb unbefestigt da zum Biebertal abfallenden Steilwände hier eine natürliche darstellen.
Desweiteren existieren zwei innere kleinere Befestigungswälle zwei Wälle von ca. 65 bzw. 85 die eine Quelle schützen.
Die Oppidum-Anlage war durch drei Tore wobei nur eines auch zur Durchquerung mit geeignet scheint da die anderen einen zu angelegten Zugang darstellen.
Man schätzt dass im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. im Oppidum Milseburg bis zu 1000 lebten. In einer Zeit in der sich Kelten nicht nur durch ihre Nachbarn die Germanen bedrängt sahen sondern auch immer mehr durch die Römer drohte war ein sicheres Oppidum lebensnotwendig.
Bei der Oppidum-Anlage die gemeinhin als eingeordnet wird handelt es sich möglicherweise um bei Julius Caesar in seiner Schrift 'De bello Gallico' Der Gallische Krieg ) erwähnte antike Melokabos das von ihm als stadtartige Siedlung wurde. Die Milseburg ist in der Übergangszone Kelten- und Germanengebiet anzutreffen ist. Dies erschwert eine eindeutige Zuordnung der Bevölkerung des Oppidums zu Kelten oder Germanen allerdings tendiert die Forschung eindeutig mehr Einordnung unter die Kelten.
Ende des 19. Jahrhunderts wurden erste Reste des keltischen Oppidums entdeckt. Der Heimtforscher Joseph Vonderau ( 1863 - 1951 ) konnte dann zwischen den Jahren 1900 und 1906 zahlreiche Siedlungsspuren bei seinen Ausgrabungen nachweisen. entdeckte neben Lanzen- und Pfeilspitzen und anderen aus Eisen vor allem eine Unmenge an Keramikbruchstücken sodass von einer langanhaltenden Besiedlung der ausgegangen werden kann. Die Funde seiner Ausgrabungen sich heute im Vonderau Museum in Fulda und vor allem im Landesmuseum Kassel.
Leider ist heute von der einst ganz bedeutungslosen keltischen Siedlung außer ein paar (den Resten des keltischen Ringwalls an der des Bergfußes der Milseburg) und neuerdings archäologischen für den Laien wenig erkennbar. Vielleicht ändert dies wenn die seit 2003 geplanten Grabungen erfolgreich sein sollten. Allerdings zunächst etwa nur eine Fläche von 240 umgegraben werden. Die Führung der archäologischen Arbeitsgruppe der Fuldaer Kreis- und Stadtarchäologe Matthias Müller die Gesamtleitung der Ausgrabung führt die Marburger Ulrike Söder. Sie wollen die Untersuchungen von Vonderau aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts fortführen.
Ziel ist es im Jahr 2004 mit einigen " Rekonstruktionen" so etwa Stadtmauer und einem Stadttor die alte Vergangenheit Kelten wieder lebendig werden zu lassen.