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Oskar Kusch


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Oskar-Heinz Kusch (* 6. April 1918 in Berlin † 12. Mai 1944 in Kiel ) war ein deutscher U-Boot -Kommandant im Zweiten Weltkrieg .

Inhaltsverzeichnis

Kuschs Jugendzeit

Kusch war von 1924 bis 1928 der Volksschule Berlin-Schöneberg und besuchte von 1928 1936 das Hohenzollerngymnasium Berlin-Schöneberg wo er im 1936 das Reifezeugnis erhielt. Schon im Kindesalter er als Zehnjähriger 1928 zur Bündischen Jugend und gehörte der Deutschen Freischar und Deutschen Pfadfinderbund an. Aus der Ringgemeinschaft deutscher Pfadfinder sich der „Tahoe-Bund“ woraus 1932 der Jungenbund hervorging wo auch Kusch aktiv war. Diese interessierte sich für humanistische Literatur und Philosophie . Die Gruppe wurde 1933 als die der Bündischen Jugend begann als Spielschar in Hitlerjugend (HJ) übernommen und später illegal weitergeführt die Säuberung der HJ vorgenommen wurde. Kusch 1935 aus der HJ aus nachdem die ihm geführte Gruppe der Spielschar „Oskar“ aufgelöst war. Jedoch gehörte er der Gruppe bis illegalerweise weiter an. Einige Anzeichen weisen darauf dass Kusch während dieser Zeit von der Gestapo überwacht wurde. So die Angabe der (STL) Berlin und die Bemerkung der STL habe sich in Briefen an seinen ehemaligen der Bündischen Jugend Dr. Pallas in „krasser über den Reichsarbeitsdienst geäußert den er von Oktober 1936 März 1937 ableistete.

Kusch in der Marine

Oskar Kusch trat am 3. April als Seeoffiziersanwärter in die Kriegsmarine ein. Kuschs Wunsch Seemann zu werden mehrere Gründe gehabt haben. Seine Mutter sagte „Insbesondere beschäftigte er sich mit Marinebüchern und früh den Wunsch er wolle Kommodore werden. Als mein Sohn dann selbst Kommandant eines U-Bootes wurde war er sehr darauf.“

Die Begeisterung für die Marine Abenteuerlust der in der Bündischen Jugend geschulte Führerinstinkt auch eine Rolle gespielt haben.

Am wichtigsten jedoch werden politische und ideologische Erwägungen gewesen sein. Denn in §26 Wehrgesetzes heißt es: „Die Soldaten dürfen sich nicht betätigen. Die Zugehörigkeit zur NSDAP oder einer ihrer Gliederungen oder zu der ihr angeschlossenen Verbände ruht für die des aktiven Wehrdienstes.“ was Kusch wohl sehr kam. Die Wehrmacht – und besonders die – galt als Ort an dem man dem Griff der NSDAP entziehen konnte denn Wehrmachtführung war sehr auf ihre Autonomie erpicht.

Hinzu kommt: Das Ergreifen eines zivilen hätte sich als schwierig erweisen können da oftmals eine Mitgliedschaft in einer NS-Organisation erforderlich was Kusch ideologisch bedingt ablehnte. Außerdem musste auch aufgrund seiner illegalen Tätigkeit in der Jugend mit Schwierigkeiten bei diesem Vorhaben rechnen.

So kam es dass Kusch nach auf verschiedenen Lehrschiffen und Teilnahme an Lehrgängen Fähnrich vom 3. April 1939 bis zum März 1940 auf dem Kreuzer (Schiff) „Emden“ stationiert war. Die Ausbildung zum in der U-Bootwaffe dauerte vom 1. April bis zum 27. September 1940 am 25. 1941 wurde er erstmals an Bord von 103“ als zweiter Wachoffizier (II. W.O.) eingesetzt.

Oskar Kusch wurde für seine Leistungen 1. September 1941 zum Oberleutnant zur See (Olt.z.S.) befördert und erhielt 10. November 1941 das Eiserne Kreuz II. Klasse nach Ende der Feindfahrt „U 103“ am 5. Juni 1942 das Kreuz I. Klasse. Nachdem er den Kommandantenlehrgang August 1942 abgeschlossen hatte stieß er wieder „U 103“ diesmal als I. WO. Nach Einlaufen in Lorient erhielt Kusch am 8. 1943 das Kommando über „U 154“.

Geschehnisse an Bord von U 154

Die Mannschaft von „U 154“

Die Besatzungsstärke der „U 154“ betrug Mann davon vier Offiziere (Kommandant I. und II. WO und Ingenieur (L.I.)) und 44 Unteroffiziere und Mannschaften.
Oberleutnant zur See Ulrich Abel der W.O. wurde am 3. März 1912 geboren fuhr nach seinem Abitur von 1929 bis zur See. 1938 promovierte er zum Dr.
II. W.O. war Oberleutnant zur See Meyer Leitender Ingenieur war Kurt Druschel er vor seinem Eintritt in die Kriegsmarine ein Hitlerjugendführer“.

Kuschs erste Feindfahrt als Kommandant von „U

Am 20. März verließ „U 154“ ihrem neuen Kommandant Kusch Lorient um zur fünften Feindfahrt aufzubrechen. Kurz vor der Ausreise Kusch seinem Heizer mit den Worten „Nehmt mal weg da wir betreiben hier keinen den Befehl das im Offizierraum befindliche Führer-Bild entfernen. Früh zeigte sich dass zwischen Kusch seinen Offizieren politische Gegensätze bestanden denn Kusch Gegner der nationalsozialistischen Regierung und Abel und Druschel als überzeugte Nazis führten einige Streitgespräche oft im Beisein Mannschaft. Dr. med. Nothdurft Schiffsarzt auf Kuschs Feindfahrt beschrieb Abel und Druschel später als Offiziere die an den Sieg glaubten und stets stolz als „Gefolgsleute des Führers bezeichneten.“ Zeugenaussagen sollen diese Gespräche trotz unüberwindbaren ideologischen jedoch stets in einem kameradschaftlichen Ton stattgefunden

Kusch machte keinen Hehl aus seiner Einstellung im Gegenteil seine Haltung war der Besatzung bekannt. Aufgrund der begrenzten räumlichen Verhältnisse dem U-Boot wird sich Kuschs Einstellung schnell haben. Fähnrich Kirchammer sagte vor dem Kriegsgericht später aus: „Der Angeklagte sagte uns mal wir sollten uns eine eigene Meinung und uns propagandistisch nicht beeinflussen lassen.“ Kusch verbreitete einen Witz unter der Besatzung: „Was haben das Volk und ein Bandwurm gemeinsam? Sie sind beide von brauner umgeben und ständig in Gefahr umgebracht zu

Zum Bruch zwischen den Offizieren kam am 3. Juli 1943 als „U 126“ unmittelbarer Nähe der „U 154“ bei einem versenkt wurde. „U 154“ und „U 126“ sich auf dem gemeinsamen Rückmarsch nach Lorient um 02:44 Uhr ein feindliches Flugzeug auftauchte und Bomben auf die Boote abwarf. „U 126“ „U 154“ tauchten sofort ab um dem zu entgehen. Da nach dem Tauchen keine mit „U 126“ möglich war ging Kusch aus dass „U 126“ wie verabredet getaucht sei und sich deshalb außer Reichweite befände. hörte man in der Zentrale von „U kurz darauf knackende Geräusche was auf die Implosion von „U 126“ aufgrund des Wasserdrucks schließen lies. Kusch entschloss sich zum unter Wasser und tauchte um 7:07 Uhr Seemeilen vom Ort des Angriffs entfernt auf nach Überlebenden zu suchen brach aber um Uhr aufgrund der Gefahr eines erneuten Angriffs

Obwohl Kuschs Verhalten während des Angriffs danach vom Befehlshaber der Unterseeboote als anstandslos wurde machte Abel laut Zeuge Kirchammer kurz dem Abtauchen seinem Kommandanten schwere Vorwürfe dass nicht intensive Rettungsversuche unternommen hat denn auf 126“ fuhr ein guter Freund von Abel. lehnte aber das Auftauchen ab um das Boot nicht in Gefahr zu bringen. „Von Augenblick an sei Dr. Abel geradezu von entflammt gewesen und das bisherige Einvernehmen das zwischen den Offizieren trotz ihrer völlig diametralen Einstellung immerhin auf der fachlichen und kameradschaftlichen habe beobachten können sei von jetzt an zerstört gewesen.“ Hinzu kam dass Abel nach Fahrt von Kusch als nicht geeignet als bewertet wurde. Der Funkmaat Janker hielt dies „die eigentliche Ursache die in Abel den zur Rache und Revanche aufkommen ließ.“

Kuschs zweite Feindfahrt als Kommandant von „U

Kuschs zweite Feindfahrt als Kommandant begann er mit „U 154“ am 2. Oktober den Hafen von Lorient verließ. Dass die politischen zwischen Kusch auf der einen und Druschel Abel auf der anderen Seite während der Fahrt immer heftigere Gestalt annahmen bezeugt Funkmaat Isensee:

Als Unterwasserhorcher wurde ich des öfteren Zeuge politischen Gesprächen die im Offiziersraum stattfanden und denen man deutlich erkennen konnte daß es nur um eine Unterhaltung ging wie bei ersten Fahrt sondern dass Druschel und Abel Gelegenheit zur Opposition nutzten. Auch ich bin der festen daß diese gegnerische Stellungnahme der gekränkten Eitelkeit die wiederum dadurch entstand daß Oberleutnant Abel eine Fahrt als Kommandanten-Schüler machen mußte.

Isensee stellt fest dass „außer zwei drei Schmierernaturen die ganze Besatzung auf der des Kommandanten stand.“ Er ist deshalb der Kuschs Äußerungen wären nicht wehrkraftzersetzend gewesen. Mit an Bord bei dieser war der Stabschef des Heeres Dr. med. Nothdurft um wissenschaftliche Messungen an Bord eines unter Tropenbedingungen durchzuführen. Nothdurft gab am 12. 1946 vor dem CIC Heidelberg eine „Eidesstattliche Erklärung“ ab die das mit den Offizieren von „U 154“ beschrieb. diesem Dokument schildert er Kuschs Verhalten jedoch Gegensatz zu Isensee äußert er sich negativ:

Den Krieg hielt er für verbrecherisch und die U-Bootwaffe für lachhaft und erledigt. Er diese Meinung jedem auf obgleich die Leute Angst sie nicht hören wollten. […] Es daher oft zu heftigsten Auseinandersetzungen zwischen Abel Druschel einerseits und Kusch andererseits.

Im Laufe der zweiten Feindfahrt planten Offiziere Kusch zur Meldung zu bringen was zunächst nach Nothdurfts Angaben unterblieben sei. Er weiter Abel und Druschel wären bemüht gewesen auf ihre Seite zu ziehen und davon überzeugen Kusch sei ein Feigling Defätist und Hitlergegner . Abel und Druschel meinten es ernst ihrem Vorhaben: zu Nothdurft sagten sie: „Als Stabsarzt sind Sie der Ranghöchste an Bord. macht sie zu einem prächtigen Anführer unserer Mitteilung gegen Kusch. Als Heeresangehöriger scheiden Sie dafür aus mit der Kuschs eigene Vorteile anstreben zu können.“ Kuschs feindliche Radiosender abzuhören war später ein weiterer Vorwurf ihn. Laut Nothdurft ließ sich Kusch „vom mehrmals täglich feindliche Sender einstellen.“ Auch seine artikulierte Ablehnung gegen Hitler war später Anklagepunkt ihn. Nothdurft berichtet Kusch habe Hitler „einen einen Verbrecher das größte Unglück das dem Volk beschert werden konnte und einen wahnsinnigen genannt. Nothdurft meint Hinweise darauf gesehen zu Kusch hätte den Plan gehabt überzulaufen und Boot an den Feind zu übergeben. Lauf entsprachen Kuschs politische Belehrungen „ohne jeden Zweifel gelegentlich der Aufforderung zur gemeinsamen Desertion mit ganzen Boot“. Dieser Aspekt war jedoch kein Bestandteil der Meldung

Meldung und Verurteilung

Die Offiziere Druschel und Funke (der der zweiten Feindfahrt unter Kusch den L.I. ersetzt hatte) hielten sich an Nothdurfts Bitte nicht zu melden. Am 12. Januar 1943 denunzierte Dr. Abel mit seiner Meldung an 3. Unterseebootslehrdivision Oskar Kusch trotz der Versuche Nothdurfts zu verhindern. Abel traf die Entscheidung Kusch melden nachdem er eine Ansprache von KKpt. gehört hatte die den „Erlass gegen die und Meckerei“ Dönitz vom 9. September 1943 zum Thema Abel bestritt in seiner Vernehmung am 24. 1944 die Vorwürfe er habe seine Meldung Gehässigkeit geschrieben.

  
Kapitän zur See Rösing Führer der Unterseebote West leitete 16. Januar 1944 ein Ermittlungsverfahren gegen Kusch „Zersetzung der Wehrkraft Beschimpfen des Reiches und Greuelpropaganda“ ein. Kusch wurde am 20. Januar Lorient verhaftet und in die Kriegswehrmachthaftanstalt Angers eingeliefert. Die Verhandlung gegen Kusch begann 26. Januar 1944 in Kiel beim Gericht Höheren Kommandos der Unterseebootausbildung. Kuschs Wahlverteidiger hatte am Vorabend Gelegenheit zur Einsicht der Akten.

Nach der Anklageverfügung wurde Kusch wegen gegen §5 Absatz 1 Ziffer 1 und der KSSVO (siehe Anhang B) und nach der „Verordnung über außerordentliche Rundfunkmaßnahmen“ angeklagt. Am des 26. Januar 1944 wurde Kusch „wegen Zersetzung der Wehrkraft und wegen Abhörens von zum Tode und zu einem Jahr Zuchthaus“ gleichzeitig wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte entzogen.

Immerhin wurde der später hinzugefügte Vorwurf der „Feigheit vor dem Feinde“ von einem als unbegründet zurückgewiesen.

Am 12. Mai 1944 wurde Oskar in Kiel erschossen nachdem Kuschs Vorgesetzte darunter Dönitz eine Begnadigung abgelehnt hatten.

Literatur

-Walle Heinrich: Die Tragödie des Oberleutnants zur Oskar Kusch Franz Steiner Verlag Stuttgart 1995




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