Oskar von Miller ist das zweite einer "Neuadelsfamilie". Erst fünf Jahre zuvor war Vater Ferdinand Miller Besitzer der königlichen Erzgießerei für das Erstellen der Bavaria in den Erbadel erhoben worden.
Oskar von Miller entscheidet sich für Technik und studiert Bauwesen. Bald entdeckt er noch junge Elektrotechnik und wendet sich ihr zu. 1882 organisiert er die erste elektrotechnische Ausstellung Deutschland nachdem er von der ersten Ausstellung Art in Paris fasziniert war. Auf dieser Ausstellung gelingt als erstem die Übertragung von Stark strom über eine Strecke von rund 60
1890 gründet er sein eigenes Ingenieurbüro und bald führend auf dem Gebiet der Energiewirtschaft und leitet im Jahr darauf die elektrotechnische Ausstellung in Frankfurt am Main . Wieder gelingt ihm mit der Fernübertragung 20.000 Volt eine technische Meisterleistung die den Durchbruch Wechselstromübertragung bedeuten wird.
von Miller hatte jahrelang für ein Museum geworben und dafür seine Bekanntheit und weitgefächerten Kontakte genutzt. Mit Kronprinz Ludwig von Bayern dem späteren Märchenkönig fand er einen Schirmherrn der auch staatliche Unterstützung zusicherte. Berühmte Wissenschaftler und Unternehmer Max Planck Hugo Junkers Wilhelm Conrad Röntgen und Emil Rathenau berieten ihn beim der Abteilungen. Fast das gesamte Baumaterial wurde seines Engaments gestiftet.
Mit Carl von Linde dem Entwickler der Kältetechnik und Walter von Dyck dem Rektor der Technischen Hochschule bildete den ersten Museumsvorstand.