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Osmanisches Reich


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Osmanisches Reich ist die Bezeichnung für das Reich Dynastie der Osmanen vom 14. Jahrhundert bis 1923 . Es war für mehrere Jahrhunderte die Macht in Kleinasien und auf dem Balkan zeitweise auch in Nordafrika und auf der Krim . Im Laufe des 18. und vor allem 19. Jahrhunderts wurde es in der Auseinandersetzung mit europäischen Mächten auf Kleinasien zurückgedrängt und fand der Türkei seinen Nachfolgestaat.

Inhaltsverzeichnis

Frühgeschichte

Die Überlieferungen über die Anfangszeit der sind nur begrenzt wohl weil es sich ein kleines unter vielen Fürstentümer handelte die nach der Zerschlagung des Seldschuken -Reiches in Kleinasien gab. Der Namensgeber Osman I. war zu Anfang des 14. Jahrhunderts der Herrscher über einen nomadischen Stamm dem Klan der Kynyk vom Stamm der Kay - bei Söğüt im nordwestlichen Anatolien der von türkmenischer Herkunft und islamischen Glaubens war. Osman starb 1326 und hinterließ seinen Sohn Orhan ein Fürstentum das fast halb so wie die Schweiz war. Er eroberte die Stadt Bursa die bis zur Eroberung Konstantinopels die Grablege der Oberhäupter der Osmanen

Das Byzantinische Reich befand sich zu Zeit im Niedergang so dass die Ausdehnung die europäische Seite des Marmarameers nicht schwerfiel angefangen mit Gallipoli 1354 . Auch in Kleinasien gab es im Jahr mit Ankara Zugewinne. Nach Orhans Tod 1360 hatte das Reich mehr als die Größe als bei Osmans Tod. Im folgenden gelang die Einnahme Adrianopels (Edirne) der zweitgrößten byzantinischen Stadt es der Übergriff auf Mazedonien ( 1371 ). 1389 gelang Murad I. in der Schlacht auf dem Amselfeld ein Sieg gegen die verbündeten Armeen Serben Bosnier Bulgaren und Albaner der das Ende der des Großserbischen Reiches bedeutete.

Wenn auch gleichzeitig in Kleinasien sowohl Krieg als auch durch Heirat Zugewinne stattfanden inzwischen der europäische Teil des Reiches der geworden. So wurde ab 1385 die militärische Führung einem "Beylerbey von (Rumelien bezeichnete den europäischen Teil) und einem von Anatolien" überantwortet wobei ersterer den Oberbefehl Viele der charakteristischen Merkmale des Osmanischen Reiches sich zu dieser Zeit schon herausgebildet. Aus eroberten Gebieten wurden den Kriegern Pfründen – genannt – gegeben; im Gegenzug mussten sie Spahis in der Kavallerie des Heer dienen. System ähnelt zunächst dem europäischen Lehnswesen des Mittelalters allerdings gab es auch Unterschiede so entwickelte sich beispielsweise keine Leibeigenschaft . Als stehendes Heer wurde die wichtige von den Janitscharen gestellt die vor allem aus der Knabenlese auf dem Balkan gewonnen wurden zum zwangsbekehrt wurden und eine Ausbildung erhielten die zu fähigen Instrumenten der Machtpolitik des Reiches Sultan Murad I. der auf dem Amselfeld durch einen getötet worden war folgte Bayezid I. nach der sich bald daran machte Konstantinopel zu erobern was allerdings zu dieser noch nicht gelang; Byzanz wurde aber zu verpflichtet. 1396 mussten sich die Osmanen einem Kreuzfahrerheer Kaiser Sigismund stellen das in der Schlacht von vernichtend geschlagen wurde.

Eine erste Existenzkrise musste das Osmanische durchstehen nachdem sein Heer in der Schlacht Ankara gegen Timur Lenk 1402 vernichtend geschlagen wurde und Bayezid in geriet. Der Tartare hatte innerhalb kurzer Zeit riesiges Reich von Nord indien über Georgien und Persien bis Anatolien erobert das aber nach seinem Tod 1405 schnell zerfiel. Die Verwaltung der Gebiete Osmanischen Reichs hatte er an die Söhne Süleyman (Rumelien) Mehmed (Zentralanatolien mit Amasya) und Isa (anatolischer um Bursa) gegeben. Diese kämpften im folgenden die Vorherrschaft sowohl um die an Timur Gebiete als auch gegeneinander um die Vorherrschaft. den Kämpfen zwischen den Brüdern wurde Süleyman einem weiteren Bruder Musa 1410 geschlagen dem wiederum Mehmed 1413 mit Unterstützung Byzanz' eine Niederlage beibrachte auch Osmanisches Interregnum ). Mehmed stellte sich als Sultan des Reichs in den folgenden Jahren der Herausforderung Land zu konsolidieren und gleichzeitig die alte wiederherzustellen.

Auch die Thronbesteigung Murads II. lief nicht reibungslos ab. Kurz vor Tod machte ein Mustafa als angeblicher Sohn Ansprüche geltend. Wahrscheinlich war er ein echter er wurde aber von Mehmed als "falscher diffamiert. Sowohl er als auch ein Bruder (der auch als "kleiner Mustafa" bezeichnet wird) von Byzanz als Thronprätendent aufgebaut wurde wurden Bei dieser Gelegenheit musste wiederum ein Belagerungsversuch abgebrochen werden.

In Südosteuropa war Ungarn zum Hauptgegner geworden. 1440 konnten es die Einnahme der wichtigen in Belgrad abwenden. Vor allem Johann Hunyadi gelangen immer wieder militärische Erfolge obwohl und die Versuche des Papstes ein Kreuzfahrerheer zur Vertreibung der Türken aus Europa in West- und Mitteleuropa kaum Gehör fand. Jahre später konnte er sogar nach Bulgarien Auch die Albaner unter Skanderbeg führten einen Unabhängigkeitskampf. Aufgrund der Situation Murad 1444 in Szegedin einen zehnjährigen Friedensvertrag ab jedoch sogleich von Ungarn gebrochen wurde um vom Papst initiierten Feldzug durchzuführen. Murad hatte die Macht an seinen Sohn Mehmed abgegeben und sich zurückgezogen trat nun wieder an die Spitze des Heers das Kreuzfahrer in der Schlacht von Varna vernichtend Abermals musste er 1446 die Macht für den unerfahrenen Nachfolger um einen Janitscharenaufstand niederzuschlagen und fügte 1448 den Ungarn unter Hunyadi im Kosovo 1389 die zweite Schlacht auf dem Amselfeld) schwere Niederlage zu.

Mehmed bestieg 1451 endgültig den Thron und bereitete sofort Einnahme von Konstantinopel dem "goldenen Apfel" (später Wien diese Bezeichnung) vor. Dieses Ereignis ist als Zäsur in der Geschichte verstanden worden Ende des Byzantinischen Reichs und Ende des Mittelalters . Tatsächlich hatte Byzanz jedoch zu dieser kaum noch Macht und beschränkte sich auf mehr Gebiet als die (wenn auch wichtige) Konstantinopel. Byzanz war Mehmed aber auch ein im Auge weil es mit Orhan einen Thronprätendenten aufstellte. Im Fall des "falschen" Mustafa ein ähnliches Verhalten zum Bürgerkrieg geführt. Konstantinopel nach 54tägiger Belagerung am 29. Mai 1453 . Die Hagia Sophia wurde zur Moschee Ayasophya. Nach den für diese Zeit Plünderungen wurde die Stadt die neue Hauptstadt osmanischen Reichs und man versuchte die alte – wie Griechen und Juden – zum Dableiben zu bewegen und dort ansiedeln. Als letztes Überbleibsel byzantinischer Staatlichkeit 1460 das Kaiserreich Trapezunt unterworfen.

Auf dem Balkan tat man sich 1456 konnte Hunyadi die Eroberung Belgrads abwenden sicherte die Unabhängigkeit Ungarns für die nächsten Jahre. Allerdings eroberte Mehmed bis 1459 den Peloponnes und den Rest Serbiens. 1470 kam Albanien 1475 die Krim dazu.

1481 bestieg Bayezid II. den Thron unter dem sich der des Reichs abschwächte. Eine Rolle spielte dabei Bruder Cem der vom Papst als Geisel ihn eingesetzt wurde. Bayezid selbst wurde 1512 von seinem Sohn Selim abgesetzt und wohl vergiftet. Selim setzte allem im Osten die Eroberungsfeldzüge fort. 1514 gelang ein Sieg gegen die Safawiden in Persien 1516 gegen Syrien. Schließlich wurde 1516/17 das Mameluken -Reich in Ägypten zerschlagen. Damit wurde das Osmanische Reich der heiligen Stätten des Islam und der jeder Hinsicht wichtigste islamische Staat.

Süleyman der Prächtige

Die Ära von Süleyman I. ( 1520 - 1566 ) kann man als den Höhepunkt der des Osmanischen Reichs betrachten. In der türkischen erhielt er wegen seines Gesetzbuches über die und Finanzverwaltung den Beinamen "Kanuni" (der Gesetzgebende) Europa wird er "der Prächtige" genannt.

1521 nutzte er die innere Schwäche Ungarns um die wichtige Festung Belgrad zu fünf Jahre später wurde in der Schlacht von Mohács in der Ludwig II. getötet wurde das Schicksal Ungarns besiegelt. zog das osmanische Heer noch vor Jahresende ab aber um die Thronnachfolge gab es Streit zwischen dem Habsburger Ferdinand I. und dem Ungarn Johann Zápolya der die Türken um Hilfe ersuchte. fiel das westliche Ungarn an Österreich während im Frieden von Großwardein als König Restungarns türkischer Oberhoheit anerkannt wurde. Nach seinem Tod 1540 besetzte die Pforte das mittlere Drittel des einstigen Ungarns ließ Zapolyas Sohn das Fürstentum Siebenbürgen .

Unterdessen hatte man 1529 die Lage genutzt um erstmals Wien zu belagern was aber nicht von gekrönt war. Dennoch wurde Österreich als Folge Konflikts langfristig tributpflichtig. An anderen Fronten gab Expansionen: 1522 Rhodos 1534 Mesopotamien mit Bagdad 1540 Teile Dalmatiens 1547 große Teile des Jemens .

Die Zeit Süleymans leitete auch engere zu den europäischen Mächten ein. 1526 wurde die erste so genannte "Kapitulation" Frankreich unterzeichnet die freien Handel vereinbarte und die Gerichtsbarkeit über seine Untertanen auf dem des Osmanischen Reichs erlaubte.

Niedergang

1683 unternahm die Pforte nochmals einen Versuch Wien zu erobern Zweite Türkenbelagerung ). Was aber schon in der Blütezeit Reiches 150 Jahre vorher nicht gelang wurde im Feldzug Kara Mustafas zum Desaster und zum Wendepunkt der mit den europäischen Staaten. Nachdem in dieser die militärischen Schwächen der Osmanen offenbar geworden begann im folgenden Jahr eine vom Papst Heilige Allianz aus Habsburg Venedig und Polen einen Angriff auf das Osmanische Reich mehreren Fronten. In mehreren schweren Niederlagen bei ( 1691 Mohács ( 1687 ) und Senta ( 1697 ) mussten im Frieden von Karlowitz der von Ungarn Dalmatien Podolien und der Peloponnes festgeschrieben werden. Als neuer Gegner an Nordgrenze kam Russland ins Spiel. Ein wichtiges Ziel von Peter I. war ein Zugang zum Schwarzen Meer er 1695 mit Asow bekam.

Die äußeren Probleme zogen im Probleme Inneren nach sich. 1687 war Mehmed IV. wegen der militärischen abgesetzt worden. 1703 kam es zum blutigen "Vorfall von in dem Aufständische den Scheichülislam Feyzullah Efendi und Sultan Mustafa I. absetzten. Obwohl das Reich zunehmend in die Defensive geriet war noch immer militärisch sehr potent. 1711 schlug es das russische Heer vernichtend Pruth und besetzte den Hafen Asow. Im ist unklar warum dieser Sieg nicht weitergehend wurde. Nachdem der moldauische Woiwode Dimitri Cantemir nach Russland übergelaufen war die Osmanen die Hospodaren-Ämter in Moldau und Walachei bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts mit Griechen aus dem Phanar-Viertel in die schon lange Zeit als Übersetzer in Politik eine wichtige Rolle gespielt hatten. In Donaufürstentümern wird diese Epochse als Phanarioten-Herrschaft bezeichnet. gegen Venedig war man erfolgreich und erlangte 1715 den Peloponnes zurück.

1736 begann Russland in einem Bündnis mit einen Krieg gegen das Osmanische Reich. Nach ging 1739 auch dieser Krieg zugunsten der Osmanen und durch den Frieden von Belgrad erhielten Nordserbien und die kleine Walachei zurück. Hierbei auch eine Rolle gespielt dass die Türken Artillerie mit französischen Beratern wie Ahmed Pascha Comte de Bonneval modernisiert hatten. Im ganzen war in teuren und verlustreichen Kriegen der vergangenen drei keine wesentlicher Änderung des Territoriums zu verzeichnen. dem türkisch-russischen Krieg folgte eine Friedensperiode von dagewesener Dauer.

Russisch-türkische Kriege

In dem Krieg 1768 bis 1774 gegen Russland musste das Osmanische Reich erkennen dass es seine Großmachtstellung verloren hatte. 1770 verlegte Russland eine Flotte aus der Ostsee ins Mittelmeer und vernichtete die vor Anker liegende Flotte. Im Frieden von Küçük Kaynarca mussten Osmanen das Krim-Khanat in die Unabhängigkeit entlassen wurde aber schon nach wenigen Jahren eine Provinz); Teile des Nordkaukasus gingen an Russland Bukowina an Österreich.

Keine der beiden Seiten hatte die es lange dabei zu belassen. Katharina II. entwarf ihr so genanntes "Griechisches Projekt" dem das Byzantische Reich als russischer Vasall sollte und die übrigen Teile des Osmanischen zwischen Österreich Venedig und Russland aufgeteilt werden an dem diese Alliierten jedoch wenig Interesse 1783 annektierte Russland die Krim und begann deren wirtschaftlichen Aufbau. Vier Jahre später fand berühmte Inspektionsreise mit Grigori Potjomkin statt eine offenbare Machtdemonstration. Die Osmanen ohnehin darauf aus waren ihre Verluste vom Krieg rückgängig zu machen erklärten im gleichen nach verschiedenen Streitigkeiten den Krieg. Nach Anfangserfolgen Schwarzmeerflotte mussten sie jedoch 1791 im Frieden von Jassy abermals Gebietsverluste darunter Gebiete zwischen Dnjepr und Bug .

Reformen

Selim III. zog aus den Niederlagen Lehre und umfassende Reformen in der Verwaltung und im durch. Parallel zu den Janitscharen versuchte er Hilfe europäischer Berater eine neue Truppe die nizam-ı cedid aufzubauen. Seine geplante allmähliche Überführung der in das neue Korps führte jedoch zu die 1807 in seiner Absetzung gipfelten. Es folgten Ereignisse. Sein Cousin Bayraktar Mustafa marschierte mit Truppen in Konstantinopel ein und plante Selim als Sultan einzusetzen. Er kam jedoch zu da Selim bereits erdrosselt worden war. Es ihm also nur den von den Janitscharen Mustafa III. durch Mahmud II. zu ersetzen der einer Ermordung nur entkommen war. Mahmud setzte Bayraktar Mustafa als ein und folgte einem Reformkurs wobei er mit den Janitscharen direkt in Konflikt zu Schon im nächsten Jahr kam es wieder Aufständen. Um zu verhindern dass er wieder Mustafas gestürzt würde ließ Mahmud seinen Bruder Der in Bedrängnis geratene Großwesir sprengte sich einem Pulvermagazin in die Luft.

Nationalismus

In Ägypten riss der Statthalter Muhammad Ali Pascha allmählich die Macht an sich und die einflussreichen Mamlukenemire systematisch liquidieren. Mit Hilfe Reformen war Ägypten bald in vielerlei Hinsicht Zentrale in Konstantinopel überlegen. Muhammad Ali begründete Chediven-Dynastie die erst Mitte des 20. Jahrhunderts ein Ende fand.

Ein das ganze 19. Jahrhundert durchziehendes Problem war der Nationalismus der Staaten. Zunächst erhoben sich 1804 die Serben; bis 1830 erhielten sie eine weitgehende Autonomie. Auch Phanariotenherrschaft in den Donaufürstentümern fand 1826 ein Ende.

In den 1820er Jahren gewann die von den Europäern Unabhängigkeitsbewegung in Griechenland an Dynamik. Ein besonderes in diesem Falle stellten die einflussreichen Griechen der osmanischen Verwaltung dar die teilweise mit Unabhängigkeitsbewegung sympathisierten. Im Krieg von 1826 war Mahmud gezwungen die Truppen des Muhammad Ali zu Hilfe zu rufen. 1830 wurde das Osmanische Reich gezwungen Griechenland die Unabhängigkeit zu entlassen.

An diesem Beispiel zeigte sich wie Osmanische Reich immer mehr zum Spielball der wurde. Die so genannte "Orientalische Frage" wurde Dauerthema der Diplomatie. Russlands Interesse bestand in freien Zugang zum Mittelmeer über das Schwarze und die Dardanellen . Auf dem Balkan brachte es sich Schutzmacht der dortigen orthodoxen Christen ins Spiel. sowie England und Frankreich sahen die Gefahr russischen Expansion und tendierten eher dazu ein Osmanisches Reich aufrechtzuerhalten.

Das führte dazu dass die Bündnisse je nach Situation neu zusammenfanden. Im Krimkrieg ( 1853 - 1856 ) der durch die Besetzung der Fürstentümer und Moldau ausgelöst wurde kämpften England und auf Seiten der Türken. Im Frieden von Paris wurde Bessarabien ein autonomer Staat unter Oberhoheit der Pforte und das Schwarze Meer wurde entmilitarisiert.

Tanzimat

Eine erneute Reformperiode ( 1838 - 1876 ) begann die eng mit dem Namen Großwesire Mustafa Reşid Pascha und später Ali Pascha und Fuad Pascha verknüpft ist. Die Maßnahmen wurden unter Namen "Tanzimat-ı Hayrire" (Heilsame Neuordnung) bekannt und mit der Regierungszeit von Abdülmecid und Abdülaziz zusammen. Sie stellten die Nichtmuslime im auf die gleiche Stufe wie die Muslime führten ein neues Justizsystem ein organisierten das neu und legten eine allgemeine Dienstpflicht in Armee fest. Im Laufe der folgenden Jahrzehnten auch die Steuerpachten abgeschafft.

Mit den von den Mächten eingeforderten ging – auch bedingt durch die industrielle – zunehmend wirtschaftliche Probleme einher. In den genannten Handelsverträgen wurde der Markt im Osmanischen für die Europäer geöffnet und die Einfuhrzölle unter den Ausfuhrzöllen. Durch die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit osmanischen Handwerks wurde das Osmanische Reich zum von Rohstoffen und Importeur von europäischen Waren.

Unterdessen fanden die Unruhen auf dem kein Ende. Nach einem Krieg gegen Serbien 1876 wurde in Konstantinopel eine internationale Konferenz um die Zukunft des Balkans zu diskutieren. seine Reformbereitschaft zu demonstrieren kündigte der durch Staatsstreich an die Macht gekommene Abdülhamid II. eine Verfassung an die ein parlamentarisches einführen würde. Eine wichtige Rolle bei deren spielte der Großwesir Midhat Pascha.

Als Ergebnis der Konferenz fassten die Autonomie sowohl für zwei Provinzen auf bulgarischem als auch für Bosnien und Herzegowina ins Als die Pforte dies ablehnte erklärte Russland den Krieg Edirne und rückte auf Konstantinopel vor. Da anderen europäischen Mächte wiederum ihre Interessen bedroht und ein europaweiter Krieg drohte wurde 1878 der Berliner Kongress organisiert dessen Hauptinitiator Bismarck war. Hier erhielten Serbien und Montenegro Unabhängigkeit und die schon vorher in Personalunion Walachei mit der Moldau schlossen sich zu selbständigen Staat Rumänien zusammen.

Abdülhamid II.

Innenpolitisch machte Abdülhamid seine Regierungsreformen wieder Midhat Pascha wurde abgesetzt und das Parlament Seine Regierungszeit wurde durch Despotie und Spitzelei und der Sultan hatte de facto die Macht. Finanziell geriet die Pforte nun vollends in die Abhängigkeit der Nachdem der Staatsbankrott erklärt worden war übernahm Dette publique einen Gutteil der Finanzverwaltung. Das europäische konnte ungehindert in den Staat eindringen; seine konzentrierten sich auf die Rohstoffquellen im Irak auch Großprojekte wie den Eisenbahnbau Bagdadbahn bei dem das Deutsche Reich zum kam das spätestens seit dem Berliner Kongress guten Partner für das Osmanische Reich geworden

Am Anfang des 20. Jahrhunderts erstarkten wieder die Oppositionskräfte insbesondere die der Jungtürken die ihren Ausgangspunkt vor allem in Saloniki hatte. 1908 musste angesichts der Bedrohung durch aufständische die Verfassung wieder inkraft setzen.

Jungtürken

Die Verwirrung machte sich Bulgarien zunutze zusammen mit Ostrumelien einen unabhängigen Staat zu Bosnien und Herzegowina wurden von Österreich-Ungarn annektiert. Die enormen legten die reaktionären Kräfte der jungtürkischen Führung Last und versuchten 1909 einen Staatsstreich. Dessen Misslingen führte dazu Abdülhamid durch seinen Bruder Mehmed V. (Mehmed ersetzt wurde. Die Sultan hatte von da im wesentlichen nur noch Repräsentationsfunktionen während die vom Großwesir eingesetzt wurde der wiederum unter Einfluss der Jungtürken ernannt wurde. Durch eine Verfassung wurde ein parlamentarisches System etabliert.

Die Jungtürken verfolgten einen Reformkurs der durch die angespannte außenpolitische Lage gehemmt war. folgenschweres Element ihrer Politik war der Nationalismus. wurde etwa in den arabischen Provinzen die Sprache als Amtssprache eingesetzt. In den nachfolgenden verloren sie so den Rückhalt der Bevölkerung den nichttürkischen Gebieten.

Das Jahrzehnt der Jungtürken-Regierung war durch Reihe von schweren Kriegen geprägt. Zunächst ging 1911 Tripolis an Italien verloren. Im Ersten Balkankrieg schlossen Bulgarien Serbien Griechenland und Montenegro 1912 den Balkanbund gegen das Osmanische Reich das dadurch alle europäischen Besitzung einschließlich der Stadt Edirne Schon im nächsten Jahr griff Bulgarien seine Verbündeten an die von den Osmanen unterstützt Nach der Niederlage Bulgariens wurde der Grenzverlauf festgelegt wie er noch heute zwischen Bulgarien der Türkei verläuft.

Im 1914 beginnenden Ersten Weltkrieg versuchte man zunächst sich in einer Neutralität" aus den Kampfhandlungen herauszuhalten. Es war klar dass man sich an eine Großmacht müsste um militärisch überhaupt standhalten zu können. hatte man oft mit dem Deutschen Reich aber auch mit den Entente-Mächten gab es Beziehungen und einen regen Handel. Auf Betreiben Enver Paschas kam es schließlich zum Kriegsbündnis mit Deutschland und Österreich-Ungarn das allerdings im Kabinett umstritten war.

Am 24. April 1915 veranlasste die türkische Regierung zur Unterdrückung armenischen Bewegung die Verhaftung Deportation und Ermordung Zivilisten in Konstantinopel und leitete damit die Ermordung von 600.000 Armeniern ein. Andere Quellen geben die realistischere von 1 5 Millionen ermordeten Armeniern zwei des im Osmanischen Reich seit Jahrtausenden lebenden Volkes an. Die westliche Wissenschaft sieht in Ereignissen einen eindeutigen Fall von Völkermord ( Genozid ). Die Türkei bestreitet dies bis heute und versucht die Geschehnisse mit allen Mitteln zu machen. Die Ereignisse fanden in Deutschland Europa vor allem durch den 1933 und 1947 erschienen 2-bändigen Roman Die vierzig Tage des Musa Dagh von Franz Werfel Beachtung.

Die Folgen des Krieges waren katastrophal Arabien hatte man den britischen Kräften nichts Schon 1916 schüttelte der Emir von Mekka Husain Ibn Ali die osmanische Oberhoheit und rief sich zum König von Arabien Er wurde schließlich als König des Hedschas anerkannt während der übrige Teil des gemäß des Sykes-Picot-Abkommens in Interessensphären aufgeteilt wurde. Ein Teil wurde 1917 in der Balfour-Deklaration als "nationale Heimstatt" für die Juden Wegen der Oktoberrevolution in Russland schied dieses zwar mit Friedensvertrag von Brest-Litowsk aus dem Krieg aus aber die besetzten im November 1918 einen Großteil des einstmaligen Reichs. Das "Triumvirat" aus Cemal Pascha Talaat Pascha und Enver Pascha wurde entlassen und flüchtete. Nachdem im Jahr Mehmed V. gestorben war rückte sein Mehmed V. (Mehmed Vahideddin) nach der aber Siegermächten politisch völlig ausgeliefert war.

Entstehung der Türkei

Es entstand eine Widerstandsbewegung gegen das Eine besondere Rolle spielte dabei der General Mustafa Kemal Pascha (der sich später Atatürk nannte). Schon bildete die kemalistische Bewegung in den nicht Gebieten eine Art Gegenregierung. Bei den im 1919 durchgeführten Wahlen errang die Befreiungsbewegung eine und zog nach Ankara als Sitz um. April 1920 konstitutierte sich hier die "Große Türkische Die neue Regierung pflegte gute Beziehungen mit und wurde von Frankreich das das Mandat das südliche Zentralanatolien hatte faktisch anerkannt.

Der 1920 von der Pforte unterzeichnete Frieden von Sèvres der dem Staat die Souveränität aberkannte wurde von Ankara anerkannt. Es kam zum Griechisch-Türkischen Krieg. Als wurden die griechischen Truppen aus Kleinasien vertrieben die jahrhundertelang in der Region um Izmir siedelnde griechische Zivilbevölkerung evakuiert.

Die Erfolge der Kemalisten sorgten für herben Prestigeverlust des in Istanbul sitzenden Sultanats. den Verhandlungen um den Frieden von Lausanne 1923 war diesmal eine selbstbewusste Delegation aus vertreten. Das bedeutete die internationale Anerkennung. Am 23. Oktober wurde Ankara zur Hauptstadt erklärt und 29. Oktober offiziell die Republik ausgerufen.

Siehe auch: Liste der Sultane des Osmanischen Reichs Geschichte der Türkei Türkenkriege Byzantinisches Reich

Weblinks


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Vorgänger bis Gebiet ab Nachfolger
Mamlucken 1517 Ägypten 1798 Frankreich und Großbritannien
Byzanz 1453 Konstantinopel
Komnenen 1461 Trapezunt 1923 Türkei
Großserbisches Reich 1389 / 1459 Bosnien und Serbien 1878 Königreich Serbien
1534 Mesopotamien 1920 Großbritannien
1459 Peloponnes
1470 Albanien
1475 Krim



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