Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 23. November 2014 

Otto III. (HRR)


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Otto III. (* Mitte Juli 980 Kessel/Maas; † 23. oder 24. Januar 1002 Paterno Italien) war deutscher König ab 983 und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches ab 996 bis 1002.

Otto III. ist einer der umstrittensten schillerndsten Herrscherpersönlichkeiten des deutschen Mittelalter . Schon kurz nach seinem Tod nannte ihn "Das Wunder der Welt". Seine Idee einer "Wiederherstellung des Römischen Reiches" (Renovation) scheiterte Widerstand sowohl in Deutschland als auch in Rom selbst. Allerdings ist in der jüngeren umstritten wie weit Ottos Pläne zur Renovatio

Nicht zuletzt durch seinen frühen Tod 21 1/2 Jahren ist schwer zu entscheiden die Entwicklung seiner Ideen fortgeschritten wäre. Die um sein politisches Handeln die schon zu des Kaisers begannen hielten bis in die Vergangenheit an. Erst Gerd Althoff hat mit Biographie (1) ein neues an die Quellen angelehntes geschaffen.

Bereits im Alter von drei Jahren er im Juni 983 in Verona zum deutschen König gewählt. Am 25. Dezember fand die Krönung in Aachen statt. Vater war wenige Tage zuvor gestorben diese erreichte Deutschland jedoch erst wenige Tage nach Krönung. Heinrich der Zänker der ewige Widersacher seines Vaters versuchte die Macht im Reich an sich zu Er überspannte den Bogen jedoch als er 984 selbst zum König krönen ließ. Er sich nicht als Regent halten und musste Macht an die Mutter Ottos III. Theophanu abtreten die für Otto bis zu Tod 991 regierte. Danach übernahm seine Großmutter Adelheid Regierungsgeschäfte bis Otto fünfzehnjährig 995 sein Erbe antrat.

Ottos Erziehung in dieser Zeit übernahmen der spätere Bischof von Hildesheim und Johannes Philagathos der Bischof von Piacenza . Während Otto und Bernward sich stets blieben sollte sich Johannes später als Widersacher

Im September 994 wird Otto III. auf dem Reichstag in Solingen für volljährig erklärt. Zwei bestimmen die politischen Unternehmungen Ottos: die Erweiterung Herrschaftsraumes (bzw. die Stabilisierung der bestehenden Verhältnisse) Nordosten an den Grenzen zu den Sachsen und Slawen . In dieser Region war es schon Otto II. wiederholt zu Unruhen gekommen bei sich die Slawen u.a. gegen die Missionierungsanstrengungen aufgelehnt hatten. Wichtiger noch ist aber Italien insbesondere Rom: Regelmäßig versuchten hier die Patrizierfamilien das Papsttum unter ihre Kontrolle zu Bereits unter Theophanu hatte Crescentius I. Nomentanus 984 die Wahl von Bonifaz VI. durchgesetzt 985 Johannes XV. als willenloses Werkzeug eingesetzt. 989 hatte bereits einen Romfeldzug unternommen war aber im und Ganzen erfolglos geblieben.

995 führt Otto zunächst einen Feldzug im Brandenburg (gegen die slawischen Völker der Abodriten und Wilzen) der bis zur Mecklenburg bei Wismar führt. Waffenhilfe leisten Boleslaw von Polen der Sohn Boleslaws von Böhmen.

Otto will sich aber vor allem Einfluss auf das Papsttum nicht nehmen lassen; unternimmt 996 einen ersten erfolgreichen Feldzug nach Rom. wird verbannt leistet aber einen Treueid und begnadigt; Ottos Cousin Brun von Kärnten wird Gregor V. auf den Papstthron gesetzt und krönt postwendend am 21. Mai 996 im Petersdom zum Kaiser des Heiligen Reiches. Im Juli des Jahres zieht Otto

Kaum ist das passiert lässt Crescentius Treueid sein setzt Gregor V. ab und Lehrer Ottos Johannes Philagathos (unter dem Namen Johannes XVI. ) ein.

Februar 997 : Auf der vom nicht-mehr-ganz-so-richtig-Papst Gregor V. Synode in Pavia wird der Bann über Crescentius verhängt. unternimmt derweilen erneut einen Feldzug gegen die Elbslawen .

Im Dezember 997 beginnt Otto III. einen neuen Italienfeldzug. Anfang des Jahres 998 erreicht er Rom Crescentius verschanzt sich der Engelsburg der Gegenpapst Johannes Philagathos (Johannes XVI.) flieht. Otto residiert zwei Monate in Rom während Crescentius der Engelsburg festsitzt. Dann Verstärkung der Belagerung Engelsburg fällt Crescentius wird geköpft . Möglicherweise ist die Burg auch nicht gefallen sondern Crescentius wurde unter Sicherheitsgarantien herausgelockt dann nicht eingehalten wurden. Auch Johannes XVI. in die Hände der Kaiserlichen er wird verstümmelt (Schandprozession mit Eselsritt) und in ein Kloster überführt. Gregor der V. der in gefolge nach Rom zurückgekehrt ist nimmt den auf dem Petersthron wieder ein.

Nach dem Tod Gregors V. sichert 999 die Wahl von Gerbert von Aurillac zum neuen Papst der als Silvester II. dieses Amt antritt.

Zu Beginn des Jahres 1000 trat Otto III. eine Pilgerfahrt ins Gnesen an um als Büßer das Grab von ihm hoch verehrten kurz zuvor als Märtyrer gestorbenen Adalbert zu besuchen. Boleslaw Chrobry polnischer Herzog bei dieser Gelegenheit im Rang erhöht und "socius et amicus" des Heiligen römischen Reiches.

Auf dem Weg nach Rom öffnete III. in Aachen das Grab des von hoch verehrten Karl dem Großen ein Vorgang der auch bei den schon für erhebliches Aufsehen sorgte.

Im August 1000 ist er wieder nach Rom wo einen Aufstand gibt. Ottos Bestrebungen den Einfluss römischen Machteliten zurückzudrängen hatten ein Fass zum gebracht. Auch hatte Silvester es nicht geschafft einen guten Stand in der Stadt zu - Otto flieht im Februar 1001 zusammen mit Silvester II. .

Otto III. stirbt zwischen dem 21. dem 24. Januar 1002 auf der Burg Paterno gerade einmal Jahre alt an Malaria und ohne Kinder. Seine Leiche wurde Erzbischof Heribert von Köln nach Aachen überführt und dort beigesetzt. Cousin Heinrich II. wurde zu seinem Nachfolger.

Otto III. entwickelte die Idee von christlichen Universalreich mit Rom als Hauptstadt (vgl. Restauratio imperii ). Vermutlich wurde unter ihm auch mit Bau einer Kaiserpfalz auf dem Palatin begonnen.

Literatur

  • Gerd Althoff Otto III. Darmstadt 1997.
  • Helmut Beumann Die Ottonen 5. Aufl. 2000.
  • Percy Ernst Schramm Kaiser Rom und Darmstadt 1962 (Nachdruck von 1929).

Vorgänger:
Otto II. (HRR)
Herrscher des Heiligen Römischen Reichs Nachfolger:
Heinrich II. (HRR)



Bücher zum Thema Otto III. (HRR)

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Otto_III..html">Otto III. (HRR) </a>