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Papier


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Dieser Artikel befasst sich mit dem Material Weiteres: Papier (Begriffsklärung)


Papier (v. französ. : papier aus griech. : pápyros Papyrusstaude) hat seinen Ursprung in China .

Es ist ein Material bei dem (wenige mm bis einige cm lange) meist Herkunft durch Wasserstoffbrücken ohne Bindemittel vernetzt werden. wird Papier in dünnen Schichten verwendet; es aber auch zu massiven Objekten geformt werden Pappmaché [oder nach neuer Rechtschreibung auch: Pappmaschee ]). Papier wird in der Regel aus Holzschliff oder Zellstoff hergestellt.

Der kulturell wichtigste Papiertyp ist das dessen geschichtliche Entwicklung weiter unten dargestellt wird.

Daneben wird Papier als Packmaterial in verschiedenen Formen (siehe z.B. Pappe ) in der Wohnungseinrichtung ( Tapete aber auch in Japan in unterschiedlichen Anwendungen) und als Hygienepapier

Inhaltsverzeichnis

Geschichte des Papiers

Das Papier wurde im 1. Jahrhundert in China durch Tsai Lun erfunden wahrscheinlich als Nebenprodukt der Seidenherstellung . Das in Ostasien hergestellte Papier unterscheidet in erster Linie in seinen Grundsubstanzen von heute in Massenproduktion aus Holzfasern hergestellten Papier. in Ostasien auch heute noch in Handarbeit Papiere nutzen Pflanzen mit relativ langen Fasern Seidelbast Locta und Hanf Cannabis ) und einer hohen (zeitlichen) Haltbarkeit. Beide erlaubten dort die Nutzung von Papier zu die über den Nutzen als Schreibpapier hinausgehen. und Kleidungsstücke wurden in Ostasien traditionell (auch) Papier hergestellt.

Früher für die Papierherstellung verwendeter Säureturm

Im alten Ägypten wurden die flach geschlagenen Stängel von Papyrus einer Schilfart zum Schreiben verwendet. Zwar es auch Papyrus in Griechenland jedoch war eine Verbreitung über Griechenland kaum bekannt. Von dem Wort Papyrus leitet das Wort Papier ab. Daneben wurde auf Pergament (feinem nicht gegerbtem Leder) geschrieben.

Die Papierherstellung ist eine chinesische Erfindung die als Staatsgeheimnis gewertet wurde. 751 wurde sie illegal nach Samarkand gebracht von wo sich die Technik die arabische Welt verbreitete. Über den Kulturkontakt dem christlichen Abendland und dem arabischen Orient dem islamischen Spanien gelangte das Schreibmaterial seit 12. Jahrhundert nach Europa. Mit der Ausbreitung Schriftlichkeit in immer weitere Bereiche der Kultur Recht Verwaltung usw.) trat das Papier gegenüber kostspieligeren Pergament seit dem 14. Jahrhundert seinen Siegeszug an. Mit dem Buchdruck seit der Mitte des 15. Jahrhunderts war die Rolle des Pergaments als Luxusschreibmaterial besiegelt.

In Fabriano ( Italien ) stand die erste Papiermühle Europas. Die erste deutsche Papiermühle stand 1390 bei Nürnberg . Während in den Papiermühlen noch bis 19. Jahrhundert nur das dauerhaft haltbare Bütten Papier aus Leinen- und Baumwoll- Lumpen den so genannten Hadern hergestellt wurde wurde der moderne großtechnische erst mit der Erfindung des Holländers erzielt. Das ist eine Maschine die den Faserbrei (Pulpe) der das für jede Papierherstellung ist aus dem billigen Holz gewinnt. Die Holzschliffpapiere seit ca. 1850 erwiesen sich aufgrund von Säureresten die Papier braun und brüchig werden lassen als kurzlebig dass seit einigen Jahren für den überwiegend dauerhafteres säurefreies Papier verwendet wird.

Papierherstellung

Papiermaschine für den Laborbetrieb

Unabhängig von der Faserart kann Papier Handarbeit oder maschinell hergestellt werden. Bei beiden wird der Faserbrei in Wasser verteilt und eines feinen Siebes geschöpft . Wird auf dieses Sieb ein Muster Draht angebracht lagern sich an dieser Stelle Fasern ab und das Muster ist beim Papier zumindest in Gegenlicht als Wasserzeichen zu erkennen.

Bei Handarbeit (die heute in der nur bei Fasern - und somit Papier hoher Qualität angewendet wird ist die Ausrichtung Fasern in alle Richtungen gleich. Dagegen tritt der maschinellen Papierherstellung die auf einem Endlosband eine (teilweise) Ausrichtung der Fasern auf. Man zwischen Maschinenrichtung und Querrichtung oder generell die Laufrichtung des Papiers. Eine einfache Methode die von Papier zu bestimmen ist aus einem Papier zwei etwa 1 mal 5 cm Streifen zu schneiden; den einen horizontal den vertikal. Anfeuchten beider Streifen zeigt im Vergleich welcher Richtung die Fasern laufen. Es werden maschinell hergestellte Büttenpapiere angeboten z.B. Rundsiebbütten jedoch diese nicht den unvergleichlichen Scharm der handwerklich hergestellten.

In Abhängigkeit von der vorherrschenden Faserrichtung Papier treten Einflüsse von Feuchtigkeit Temperatur und Alterung ebenfalls richtungsabhängig auf. Dadurch jeder Plan und jede Karte im Laufe der Zeit ihren genauen Maßstab unterschiedlich in den beiden Richtungen. Diese treten oft periodisch mit dem Wechsel der Witterung bzw. des Raumklimas auf. Durch spezielle geschichtete Papiersorten lassen sie sich verringern.

Bei der Herstellung von Büchern (und anderen Gegenständen) ist daher darauf achten dass die Laufrichtung aller Seiten (und Buchdeckels) von oben nach unten ist. Sonst das Buch leicht an der Bindung auseinander. das Aufeinanderkleben mehrerer Papierschichten abwechselnder Laufrichtung erhält sehr starres Papier (vergleichbar zum Sperrholz ) hier sei nur der Bristol-Karton genannt.

Ausgansstoffe

Die für das Papier notwendigen Ausgangstoffe man in drei Gruppen einteilen: Die Zellulose Leimung und die Füllstoffe.

Die Zellulose ist ein Polysaccharid der Kohlenhydrate mit der chemischen Formel C 6 H 10 O 5 und die häufigste organische Verbindung der aus der fast alle Zellwände von Pflanzen Hölzern bestehen.

Zellulose besteht aus sehr vielen kettenförmig verknüpften Glukoseresten . Die einzelnen Zellulose moleküle sind also kettenförmige Makromoleküle deren kleinste Glukoseeinheiten sind. Das Glukosemolekül (C 6 H 12 O 6 ) das Monomer der Zellulose bildet mit einem weiteren durch Lösung eines Wassermoleküls eine Zellobiose. Das solcher Zellobiosen zu einer Kette bildet ein (es entsteht ein Polymer ).

Die Kettenmoleküle bilden miteinander Mizellen das Molekülbündel aus denen sich die Fibrillen aufbauen. eine grössere Anzahl Fibrillen bilden die sichtbare Die Molekülbündel bestehen aus kristallinen Bereichen (regelmässige und amorphen Bereichen (unregelmässige Molekülführung). Die kristallinen sind für die Festigkeit und Steifheit die Bereiche für die Flexibilität und Elastizität des verantwortlich.

Die Länge der Kette d.h. die Monomere variiert je nach Rohstoff und ist die Qualität und Alterungsbeständigkeit von grosser Bedeutung.

Papiersortenorten

  • Bilderdruckpapiere
  • Buchbinderpapiere
  • Chromoersatzkarton
  • Chromopapier
  • Dünndruckpapiere
  • Gestrichene Druckpapiere
  • Hanfpapier
  • Holzfreies Papier
  • Holzhaltiges Papier: mehr als 5% des bestehen aus mechanisch aufgeschlossenen Fasern (Holzschliff)
  • Japanpapier : wird auch verwendet zum Restaurieren von Büchern
  • LWC-Papier
  • Naturpapier
  • Postpapiere
  • Recyclingpapier
  • ULWC-Papier
  • Wertdruckpapier
  • Zeitungsdruckpapier

Weblinks


Siehe auch: Papierformate Grammatur Locher Heftklammer Büroklammer PostIt Origami



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