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Park


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Unter Gartenkunst oder Gartengestaltung versteht man die künstlerische begrenzter Freiräume durch Pflanzen Wege Anschüttungen Planierungen Wasserspiele und Skulpturen. Der folgende Artikel beschreibt Entwicklung der Gartenkunst von der Zeit des bis in die Neuzeit. Links in den Kapiteln verweisen auf die ausführlicheren Einzelartikel in

Inhaltsverzeichnis

Die Entwicklung der Gartenkunst im Altertum

Die Gartenkunst im Alten Ägypten

Aufgrund der umfangreichen archäologischen Ausgrabungen Grabinschriften Wandmalereien ist die Entwicklung der Gartenkunst im Alten Ägypten gut dokumentiert. Erhalten geblieben ist beispielsweise kleine Garten-Modell im Grab des Meketre einem des Pharaos Mentuhotep II. (2061-2010 v. Chr.). Daher wissen wir dass die Pyramiden die heute in kahler stehen einst von umfangreichen Gartenanlagen umgeben waren. religiöse Kult sah Blumen- Speise- und Getränkeopfer Ehren der Toten und der Götter vor dass frühzeitig rund um die Tempel und Gartenanlagen gebaut wurden. Aus der Zeit von Ramses III. lassen sich nicht weniger als 513 nachweisen. Zentrale Bedeutung hatten in diesen Gärten der Wüste mühselig abgerungen wurden künstlich angelegte Weinlauben Baumalleen Gemüse- und Blumenbeete umgaben diese streng symetrischer Form.

Den Höhepunkt erreichte die altägyptische Gartenbaukunst der Zeit des Neuen Reiches zwischen 1550 1080 v. Chr. eine Phase in der berühmte Herrscher wie Thutmosis III. Echnaton Ramses und Tutanchamun regierten.

Gartenkunst im Vorderen Orient

(bitte Änderungen an diesem Artikel direkt in Gartenkunst im Vorderen Orient vornehmen hier steht in kürze eine Zusammenfassung)

Überblick

Der erste europäische Park und der Paradeios

Der griechische Schriftsteller Xenophon lernte die Parádeisoi kennen als er 401 v. Chr. sogenannten "Zug der Zehntausend" Mesopotamien durchquerte. Nach Rückkehr legte er sich selbst auf seinem Skillous bei Olympia einen davon inspirierten Wildpark Noch zur Zeit des Pausanias im 2. nach Christus bestand dieser Park. Er ist älteste bezeugt Parkanlage Europas.

Die Gärten der Assyrer und Babylonier

Anders als für Ägypten gibt es den Gartenbau der Hochkultur die sich schon Jahre vor Christi Geburt im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris entfaltete wenig Belege. Hier liegt zwar Wiege des modernen Menschen der in dieser die ersten Schritte zu Ackerbau und Viehzucht tat; über die Gestaltung der Gärten wir jedoch wenig. Auf Königsinschriften haben einige Herrscher jedoch Hinweise auf ihre Gärten hinterlassen. rühmt sich Tiglatpileser I. (1115-1077 v. Chr.) Gärten; in Nimrud dem biblischen Kalach fand eine Steinstele die den königlichen Garten des Assurnasirpal II. (883-859 v. Chr.) beschreibt; eine Keilschrifttafel im Britischen Museum London aufbewahrt wird zählt die Planzen im des babylonischen Königs Mardukapaliddina(=dem biblischen Merodachbaladan) (721-710 Chr) auf und ein ebenfalls im Britischen befindliches Relief des letzten bedeutenden Königs der Assurbanipal (668-627 v. Chr.) vermittelt wenigstens einen Eindruck wie ein assyrischer Lustgarten gestaltet war.

Den wichtigsten Hinweis auf eine reiche Mesopotamiens liefert jedoch die Geschichte der Hängenden Gärten von Babylon die in der Antike als eines sieben Weltwunder betrachtet wurden. Die Legende schreibt Gärten der Königin Semiramis zu die möglicherweise der assyrischen Königin (809-782 v. Chr) gleichzusetzen ist wahrscheinlich wurden -zumindest der Überlieferung nach -jedoch von Nebukadnezar II. (605-562) angelegt.

Jene berühmten Hängenden Gärten der Semiramis konnten jedoch bis heute nicht lokalisiert Professor Kai Broderson stellt deswegen die Vermutung auf dass nur in der Phantasie der Menschen existieren. seiner Vermutung nahm ein ursprünglich unzugänglicher Palastgarten Nebukadnezar für sich errichten ließ in der der späteren Nachfahren immer wunderbarere Formen bis eben eines der sieben Weltwunder wurde.

Die persischen Königsgärten

Auch für die altpersischen Gärten sind Zeugnisse sehr spärlich. Das wenige was wir diese Gärten wissen - auch ihre Beeinflussung die Gartenkunst der Assyrer und Babylonier - wir durch die Überlieferung griechischer Historiker. Salomo war ein großer Gartenfreund und zog vielleicht Unterricht Gewächse aller Art "von der Zeder auf den Ysop der aus der Mauer wuchs"; in einem zweiten Garten zog allerhand meist aus Indien eingeführte Gewürzkräuter .

Der ältere Kyros II. (559-529) der Gründer des großen persischen beförderte den Obstbau durch weise Gesetze und Schulgärten bei den Anstalten in denen die der Großen seines Reichs erzogen wurden. Dareios ließ bei den Karawansereien der königlichen Poststraße herrlichsten Paradiese anlegen schattige Parkanlagen mit Tiergärten auch den Reisenden nach beschwerlicher Tagfahrt ein Quartier und frisches Wasser geboten wurden. Dem Kyros (gest. 401) werden zwei solcher Paradiese schattige Alleen und Haine von Platanen Zypressen und Palmen zwischen denen die breitblätterige Aloe herrliches und mannigfache Obstbäume zahlreiche Blumen zierliche Kioske schattige Ruhesitze Springbrunnen Vogelhäuser und Aussichtstürme verteilt waren. Von dieser Länder wurden und werden heute noch Weintrauben Quitte Pfirsich Lotospflaume (Diospyrus Lotus) Pflaumen und Birnen .

Gartenkunst im Alten Griechenland

In Griechenland waren die Ureinwohner dem Waldkultus ergeben; Einwanderer vom Norden wie von Ägypten und brachten ihre Götter und ihre Führer (später genannt und zu Heroen d. h. Göttern Ranges erhoben) mit die zahlreiche Nutzpflanzen einführten die Wälder lichteten und um die bald Quellen Haine pflanzten auch für künstliche Bewässerung Landes sorgten. Aus Homers Odyssee sind der Hain der Kalypso und die dem Helden Odysseus gehörende Insel Ithaka bekannt ein zusammenhängender regelmäßig eingeteilter Obst- wohl auch Gemüse-) Garten. Von Obstarten werden Birnen Feigen Granaten Oliven. Äpfel und Weintrauben. Odysse stellt in allen ihren umfangreichen Beschreibungen dar dass Obst gegessen wird. Und doch für den Dichter Birnen Granatäpfel Äpfel Feigen und natürlich Weintrauben einen wohlgeplanten Obstgarten aus Garten der über lange Zeit im Jahr hervorbringen würde:

Außer dem Hof ist ein großer Garten der Hoftür
An vier Morgen auf allen Seiten vom umzogen.
Große Bäume stehen darin in üppigem Wachstum
Apfelbäume mit glänzenden Früchten Granaten und Birnen
Und auch süße Feigen und frische grüne

Denen verdirbt nie Frucht noch fehlt sie wie sommers
Während des ganzen Jahres sonder der stetige
Treibt die einen hervor und lässt die reifen.
Birne auf Birne reift da heran und auf Apfel
aber auch Traube auf Traube und ebenso auf Feige.
(Homer Odyssee 7 112)

Im Jahrh. v. Chr. in Griechenlands Zeit gingen Feld- und Gartenbau zurück man meist in den Städten wo einige wenige Anpflanzungen den Einwohnern als Erholungsorte dienten oder die Weltweisen Platon und Aristoteles ihre Schüler um sich Die Gemüse des alten Griechenland waren ziemlich unsrer Tage. Aber die Halbinsel mit ihrer erlag im Anfang unsrer Zeitrechnung fremden Eroberern erst in neuerer Zeit sprach man wieder Garten auch in Griechenland unter anderen von Schlossgarten welchen Königin Amalie in Athen anlegen und der ein Wunderwerk von Schönheit sein in neuester Zeit hat zwar nach Professor der Garten eine immer größere allgemeine Ausdehnung dem aber der harte Winter 1879/80 ganz geschadet hat.

Gartenkunst im Alten Rom

In Italien hatten die alten Römer die Nutz-(Gemüse- und Obst-) Gärten vom getrennt. Letzterer durchaus regelmäßig gestaltet wenn er an die Villa anschloss war mit zahlreichen an der Veranda zierlichen Blumenbeeten und künstlich allerhand Figuren zugeschnittenen Bäumen versehen. Die Parkanlagen eine deutende Ausdehnung waren gleich zeitig Tiergärten Mauern u. dgl. eingeschlossen mit in Stein Fischteichen einem Geflügelhof und Marmorbecken in deren Sitzplätze und Gartenhäuschen zum Betrachten der Schmuckvögel hatten oft ein architektonisch angelegtes Bassin mit gewöhnlich von einer Säulenhalle umgeben. Am berühmtesten die Villa Hadriana des Kaisers Hadrian in Tibur am Sabinergebirge. Die Anlagen hatten 12 Meilen im Umfang enthielten Berge und Täler Grotten Wälder Hippodrom Theater und viele andre Gebäude. Hier wurde mit Benutzung mancher Überreste 16. Jahrhundert die Villa d'Este angelegt. Durch Tacitus kennen wir noch andre Kaisergärten Roms den Park am Goldenen Haus des Nero. hatten künstliche Seen und Wälder glichen. also unserm modernen Park. Auch im Italien des Reichs waren die Bewässerungsanlagen vollkommen.

Die Entwicklung der Gartenkunst in Asien

Gartenkunst in China

Chinesische Gärten sind Kunstwerke voll von Metaphern und Symbolen. Die Entwicklung der Gartenkunst in China lässt sich bis 3000 v. Chr. Anders als die Gartenanlagen die im Alten Ägypten und im Vorderen Orient entstanden stand hier nicht die Pflanze Vordergrund. Chinesische Gärten sind vielmehr als Abbild idealen Universums konzipiert deren wesentliche Bestandteile künstlich Seen und Hügel ungewöhnlich geformte Vegetation und waren. Anders in China wo der Land- und Gartenbau ihretwegen die Wasserwirtschaft sich stets in der höchsten Blüte befand. Kein Volk der Erde hat Garten so kultiviert wie die Chinesen; in haben Herrscher und Reiche einen Luxus entwickelt wegen Verbrauchs von Land Wasser und Arbeitskräften Landwirtschaft gefährdete und öfters in die Geschicke Landes eingriff. Der jetzige kaiserliche Garten bei Peking hat 80 km Umfang und ist der Nachahmung der Natur ein Nonplusultra aller Landschaften aller Art von der lieblichsten bis großartigsten wechseln in demselben; der Pflanzenwuchs aller ist in ihm in der prächtigsten Entwicklung Flüsse Seen Dörfer und Schlösser beleben das Aber die Bewohner der Dörfer sind eine Schauspieler; sie stellen für den Kaiser je den Anordnungen des Hofmarschalls in schmucker Kleidung Matrosen Arbeiter Handelsleute Bauern Soldaten etc. vor führen dem Herrscher welchem die strengste aller das Erscheinen vor dem wirklichen Volk verbietet verfeinertes Spiegelbild desselben vor. Die Liebhaberei der für Zwergbäume lässt die Anordnungen auch in größten Gärten doch meist sehr kleinlich erscheinen.

Die Gärten Indiens

Auch die alten Inder hatten gut bewässerte und ganz regelmäßig Gärten in denen für jede Pflanzenart meist besondere Abteilung bestimmt war.

Gartenkunst in Japan

Die Gärten Japans gleichen den chinesischen die beiden Völker sich gleichen. Derselbe Gedanke ihnen zu Grunde nur ahmen jene die noch treuer nach und suchen große Landschaften kleinen nachzubilden. In Japan werden Gärten nach Prinzipien des Zen -Buddhismus oder des Feng Shui angelegt die bestimmten Mustern entsprechen. Dabei vor allem auf Ausgewogenheit der Elemente geachtet.

Gartenkunst in der nachrömischen Zeit

Nach dem Fall des römischen Reichs die Vermischung der verschiedensten Völker in Italien Geschmack; die Besitzungen der Edlen waren unverteidigt geplündert und verwüstet das Land ward nur den notwendigsten Bedarf bebaut. Da erhoben sich als die ersten ländlichen Besitzungen die Klöster eine oft neben dem anderen und während Herrschaft der Päpste im 8.- 12. Jahrhundert waren die Mönche fast die einzigen die sich mit und Gartenbau beschäftigten; Reiche und Mächtige schenkten um sich Verzeihung der Sünden zu erwerben Flächen Landes mit Hörigen und belohnten ihre als tüchtige Landwirte und Gärtner. Der Friede sich auch durch Einführung vieler fremden Pflanzen dem Orient namentlich durch reiche Venezianer und

Gaspar de Gabriel ein reicher toskanischer gründete 1525 den ersten botanischen Garten dem bald von Cornaro in Venedig der von Simonetti Mailand von Pinetta in Neapel u. a.

1545 wurde vom Senat in Venedig die eines öffentlichen botanischen Gartens in Padua bewilligt Pius V. ließ den in Bologna einrichten der Großherzog von Toskana den Florenz und bald darauf hatte beinahe jede Stadt in Italien einen botanischen Garten.

1493 wurde Amerika 1498 der Seeweg nach Ostindien entdeckt und den neuerblühten Handel ein großer Luxus eingeführt sich auch im Garten äußerte und den italienischen Gartenstil schuf. Italien gab Gesetze für regelmäßige Gartenanlagen. Hohe dichte immergrüne Heckenwände und welche zugleich Schatten gewährten stehende and springende Grotten die im Winter auch zur Aufbewahrung Orangenbäume dienten mussten die Glut des südlichen kühlen; reichbesetzte Blumenbeete in ihrer Form der des Hauses entsprechend erfreuten durch ihre Farben Formen; Vögel und Vogelnester unterhielten in anderer den Spaziergänger. Ausgrabungen zahlreicher Statuen u. a. alter Zeit gaben Gelegenheit diese Kunstschätze wieder vielleicht überreich zu verwenden und zwar der Übersichtlichkeit wegen möglichst symmetrisch. Die Villen welche guten Geschmack und den Kunstwert ihrer Gärten auszeichneten waren im 16. Jahrhundert sehr zahlreich find zum Teil heute noch erhalten viele Anlagen im natürlichen Stil erweitert.

Von Privatgärten neuern Datums ganz in landschaftlichen Stil gehalten verdienen Erwähnung: der des Forti in Chiara bei Brescia der Garten Ramboldi bei Vicenza Strozzi bei Florenz der Fürsten Stigliano Colonna in Neapel Olivuzza und Villa Tasca bei Palermo. Frankreichs Gartenbau kennt Anfang feiner Geschichte nur das rein Nützliche sich nur langsam zur Beachtung der Blumen erreicht erst sehr spät das ästhetisch Schöne; angenehme und nützliche Erzeugnis des Land- und stammt aus der Fremde von den Phönikern Karthagern Römern und Sarazenen . Karl der Große (768-814) beförderte Acker- Obst- und Weinbau auf jede Weise er liebte die und erteilte seinen Gärtnern gern Verhaltungsbefehle. Er in freundschaftlichem Verhältnis zu dem abbassidischen Kalifen Harun ar-Raschid (gest. 809 ) durch den er die besten Gemüse. Früchte erhalten haben soll.

Gartenkunst der Neuzeit in Europa

Gartenkunst in Frankreich

Aber unter dem französischen König Heinrich IV. (1589-1610) nahm der Luxus mehr und zu; selbst das Bedürfnis botanischer Gärten machte geltend; 1597 wurde ein solcher in Montpellier 1626 der in Paris 1650 ein solcher in Blois angelegt. Die Lustgärten bestanden zu Anfang 17. Jahrhundert nur aus einigen Rasenplätzen wenigen Bäumen Blumen einigen Wasseranlagen alles wild und vernachlässigt; alle waren eine armselige Nachahmung der italienischen aber mit den lächerlichsten Übertreibungen. Diese führten zu einer Krisis d. h. zur Gründung so genannten französischen Stils durch LeNôtre ; legte im Auftrag Ludwigs XIV. den Garten von Versailles an auch in den Formen des Stils doch ohne deren kleinliche Zutaten. ohne Grotten und Wasserspielereien aber mit einer bis einzelnste durchgeführten Symmetrie. Die Anlage war von Einfachheit und durch ihren Schmuck mit Wasserkünsten und kleinen Bauwerken nach dem Geschmack der schön aber in ihrer Größe wenn nicht bunter Volksmenge belebt öde und traurig. Der Stil machte schnell seinen Rundlauf durch die Welt und erhielt sich bis Ende des 18. Jahrhunderts Doch schon die neuern französischen Anlagen sich dem natürlichen Stil an wenn auch Suchen nach Effekt in Blumen- und Baumpflanzungen mehr als nötig geltend macht.
Beispiele dieses neuern französischen Stils sind unter der Park von Monceau die städtischen Anlagen Paris das Boulogner und das Vincenner Gehölz bizarre Wunderwerk der Buttes Chaumont Ferrieres Besitzung Chefs des Hauses Rothschild der Garten Gustav Rothschilds in der Nähe des Palais d'Elysée.

Spanien

In Spanien blühte der Garten zur der Mauren und erreichte seinen höchsten Glanz Jahr 1000 unter Haschem IL; die mit Blütensträuchern Blumen Kaskaden und anderen Wasserkünsten in Regelmäßigkeit dem Charakter des Gebäudes entsprechend gezierten der Paläste waren zauberhaft schön; aber die wurden durch die Christen des nördlichen Spanien und nach zu- rückgedrängt zuletzt gänzlich vertrieben. Philipp III. erfolgte die Ausweisung aller Abkömmlinge der und Spanien wurde durch den Verlust seiner Arbeiter beinahe in eine Wüstenei verwandelt. - hatte vor Jahren schon tn den Umgebungen Cintra bei Lissabon nach dem Ausspruch von Byron in seinem "Childe Harold" ein glorious ein herrliches Paradies ; aber seitdem hat kunstsinniger und fein fühlender deutscher Fürst der Ferdinand (von Coburg) dort Gärten hervorgezaubert mit kaum ein anderer Garten Europas sich messen

Gartenkunst in Holland

Die holländischen Gärten glichen einem Schachbrett der Einteilung; das Grottenwerk u. a. der und französischen Gärten ward hier zur kindischen alles ward kleinlich oder großartig langweilig. Die geschnörkelte Linie der Hausornamente selbst der Giebel in den Gärten an den Hecken wieder die Figuren des Schmuckstücks (.Parterre) wiederholten dieselben Diese eigentümliche Mode der holländischen Gärten verbreitete um so schneller in Europa je geschmackloser war und je mehr Willkür dabei waltete. lebhafte Verbindung Hollands mit England war Ursache auch hier der landschaftliche Gartenstil Eingang fand; von größerer Bedeutung wurden aber nicht geschaffen der alte holländische Stil ist noch nicht das beweisen die Gärten des Villendorfs Broek man alle Spielereien namentlich in den Baumfiguren Dagegen ist Holland groß in der Blumenzucht Baumschule Obst- und Samenzucht für den Handel.

Gartenkunst in England

Im Barock ähnelt der englische Garten weitestgehend seinem französischen Vorbild. Geometrische Achsen Boskette Buchsbaumornamenten und eine strenge Ausrichtung auf den hin sind seine Kennzeichen. Oft findet man und lange Alleen aus beschnittenen Bäumen. Ein ist Hampton Court . Da England über eine weitreichende Seehandelsflotte wurden immer wieder Pflanzen aus fernen Gefilden und im Botanischen Garten von Kew akklimatisiert und erforscht. So kamen die nach England die ebenso wie Rosen und als Raritäten angepflanzt wurden.

Der Landschaftsgarten

Ab etwa 1720 entstand in England neuer Gartenstil der |englische Landschaftsgarten . Als wichtiger Vorläufer gilt der Garten Chiswick von William Kent angelegt frühe Bespiele in Rousham und Stowe erhalten. Als wichtigste gelten die als natürlich empfundenen Gärten des sowie die Gärten Chinas und Miltons Versepos "Paradise Lost". Kennzeichen des Englischen Landschaftsgartens sind die natürlich belassene Bepflanzung die Wegführung der fließende Übergang in die umgebende und das Fehlen von dekorativen Blumenrabatten. Als wurde ein "begehbares Landschaftsgemälde" angestrebt das besonders Landschftsmalern wie Gaspard Poussin und Claude Lorrain war. Ebenfalls den Gemälden entstammen die Gartenstaffagen genannt in Form kleiner Tempel oder Ruinen meist als Blickfang in den Sichtachsen arrangiert In der Spätphase dominierte Lancelot "Capability" Brown seinen kargen weiten Gartenräumen der den Stil die Spitze trieb indem er natürlicher als Natur gestalten wollte. Wichtige Gärten: Chiswick Rousham Twickenham Stowe Stourhead Blenheim Castle Vordenker Gärtner und Theoretiker: Charles Bridgeman Joseph Publizist Alexander Pope Dichter William Kent Maler Lancelot "Capability" Humphrey Repton (1752-1817) William Chambers und sein Anglo-Chinois.

Der Viktorianische Garten Im 19 Jahrhundert der die bürgerliche Sphäre die Kunst und dominierte liebte man die seltenen Pflanzen. Die wurden zu Hobby-Botanikern und legten Themengärten etwa australischen südamerikanischen oder asiatischen Pflanzen an die Pflanzenjäger in aller Welt sammelten. Das Sammeln seltenen Spezies wurde wichtiger als die künstlerische der Landschaft. So hielten z.B. die Rhododendren Kamelien und Azaleenarten Einzug in die Gärten. Besonders beliebt auch Topiarien d.h. in Form geschnittene Büsche Bäume. Im Garten von Levens Hall vermeint sich in einem überdimensionalen Spielzeugland zu befinden sehr dominieren hier die würfelförmig kegelig und zugeschnittenen Hecken. In den Stadtgärten pfegte man die nun wieder beliebten Blumenrabatten die teppichförmig und in denen die Blumen bunte Ornamente Einen natürlichen Gegensatz zu diesen sehr gezierten bilden die Gärten der Women Gardeners wie Jekyll oder Elizabeth Sitwell die sich an ungezähmten Pracht und Einfachheit von Bauerngärten orientieren.

Gartenkunst in Deutschland

In Deutschland wurde der erste Englische vom Baron Otto von Münchhausen in Schwöbber bei Hameln a. d. Weser 1750 angelegt; dann folgte Hinübers Englischer Garten Marienwerder bei Hannover 1765 der beide übertreffende Park zu Harbke bei Helmstedt Besitzung des Grafen von Veltheim. Letzterer noch und enthält die ältesten nordamerikanischen Bäume Deutschland besonders Eichen.
1768 wurde im Auftrag des anglophilen Fürsten Anhalt-Dessau der bis heute akribisch gepflegte Park Wörlitz von Schoch und Neumann in chinesisch-englischer Manier angelegt. In ihm sich neben der ersten europäischen Eisenbrücke und ersten außerhalb von England gebauten neo-gotischen Gartengebäude ein künstlicher Vulkan der mittels Feuerwerkskörpern zum gebracht werden konnte.

Für die Entwicklung des natürlichen Gartenstils Deutschland hat in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts Weimar einen großen Einfluss ausgeübt. Johann Wolfgang von Goethe der Begründer einer neuen Richtung in botanischen Wissenschaft der Morphologie der Pflanzen gab den Impuls; mit seinem fürstlichen Freunde dem Großherzog Karl August wandelte er die Gegend der Ilm im Süden der Stadt in Park ("Park an der Ilm") um wie noch heute durch den Fürsten Hermann von Pückler-Muskau verbessert als lehrreiches Beispiel vor unserm steht.

Ein Vorkämpfer für den natürlichen Gartenstil Hirschfeld Professor in Kiel ein Bahnbrecher in Deutschland v. Sckell München der im dortigen Englischen Garten und Nymphenburg Musteranlagen geschaffen ein Meister erster Ordnung Lenné der mit seinem Schüler und Gehilfen Meyer Charlottenhof und die verschiedenen neuen Anlagen Sanssouci letzterer allein die städtischen Anlagen von geschaffen. Ein Gartenkünstler von außergewöhnlicher Bedeutung aber Fürst Hermann von Pückler-Muskau der um die Residenz seiner Standesherrschaft Muskau herum später bei Branitz noch unübertroffene moderner Gärten hinterlassen hat. Er verfasste auch wichtigste gartentheoretiche Werk seiner Zeit in Deutschland "Andeutungen über Landschaftsgärtnerei". Herrliche Gärten sind auch vom Prinzen Karl von Preußen (gest. 1883) und in stets gleichem Glanz erhalten die der Kaiserin Augusta bei Koblenz die Insel Mainau im Bodensee der Park von Babelsberg bei Potsdam u. a.

Zum Schluss verdienen noch die so Floragärten Erwähnung die gegen Ende des 19. in Mode kamen: Es sind großartige Einrichtungen Wintergärten und kunstvoll ausgeschmückt parkartige Anlagen in den Blumen eine ungewöhnliche Bevorzugung eingeräumt ist einem prachtvollen Blumenparterre worin Teppichbeete vorherrschen und welchem die schattigen Alleen und Parkteile nur Rahmen bilden. Wasserkünste welche hier besonders gut wären findet man in diesen Gärten nicht häufig.

Als Muster dieser Art Gärten können der Palmengarten in Frankfurt a. M. die Flora Köln und die Flora in Charlottenburg letztere einem sehr geschmackvoll bepflanzten Palmenhaus ersterer mit Blumenparterres die Flora von Köln mit einer verbunden.

Querverweise

Siehe auch
Liste berühmter Parks und Gartenanlagen

Literatur

  • Garten in: Meyers Konversationslexikon 4. Aufl. 1888 Bd. 6 S. (Stand Juni 2003: noch nicht bearbeitet)
  • Marianne Beuchert ; Die Gärten Chinas in Hans Sarkowicz (Hsg.) Die Geschichte Gärten und Parks Frankfurt am Main 2001
  • Kai Broderson ; Die Hängenden Gärten von Babylon in Hans Sarkowicz (Hsg.) Die Geschichte Gärten und Parks Frankfurt am Main 2001
  • Karin Dzionara ; Der Garten im alten Ägypten in Hans Sarkowicz (Hsg.) Die Geschichte Gärten und Parks Frankfurt am Main 2001
  • Michaela Kalusok ; Schnellkurs Gartenkunst Köln 2003




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