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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 20. Januar 2020 

Parkinson-Krankheit


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Die Parkinson-Krankheit ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung des Gehirns . Sie wird auch als Morbus Parkinson agitans oder Schüttellähmung bezeichnet. Sie wurde nach englischen Arzt Dr. James Parkinson benannt der die Symptome der Erkrankung beschrieben hat.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

James Parkinson (1755-1824) veröffentlichte 1817 seine An Essay on the Shaking Palsy". Er die Symptome einer Erkrankung wie folgt:

  • Unwillkürlicher Ruhetremor ( Zittern der Extremitäten Ruhezustand)
  • Nachlassen der Muskelkraft
  • Nach vorn über gebeugter Rumpf
  • Propulsion (Gehstörung mit Tendenz nach vorne fallen)
  • Keine Störung des Bewusstseins und der

Er wies darauf hin dass die fast unmerklich beginnt und langsam fortschreitet. Wegen Zitterns nannte J. Parkinson die Krankheit shaking was für Schüttellähmung steht. Da James Parkinson Symptome ausführlich und klar beschrieb wurde die nach ihm benannt.

Häufigkeit und Ursachen

Die idiopathische (d.h. ohne bekannte Ursache) des Morbus Parkinson zählt zu den weltweit neurologischen (die Nerven betreffenden) Erkrankungen. Sie trifft 1% der über 60-jährigen. Männer sind etwas betroffen als Frauen. In Deutschland sind etwa 1% der Bevölkerung erkrankt.

Die Parkinson-Krankheit beginnt um das 6. und verläuft langsam fortschreitend.

Morbus Parkinson ist eine degenerative Erkrankung Extrapyramidal- (außerhalb der Pyramidenbahn gelegen) -motorischen-Systems kurz und zwar der Basal- oder Stammganglien (Anhäufungen Nervenzellen die die Summe der automatischen Bewegungen Laufen Springen Schwimmen -und die aufrechte Körperhaltung Es handelt sich um einen selektiven (abtrennenden) (fortschreitenden) Untergang von melaninhaltigen Dopamin- produzierenden Neuronen (Nervenzellen) im Nucleus niger (schwarzer Kern) konsekutivem Dopaminmangel in den Stammganglien. Durch den Mangel Dopamin kommt es zu einem relativen Acetylcholinüberschuss. zeigt sich in einigen Regionen des Hirnstammes Serotonin- und Noradrenalinmangel. Diese genannten Stoffe dienen Überträgerstoffe sog. Neurotransmitter um Reize zwischen den Nerven weiterzuleiten. diese Neurotransmitter nicht ausreichend vorhanden kommt es massiven Einschränkungen hier im Bereich der Motorik im psychischen sensorischen und vegetativen Bereich.

Symptome

Neben den drei Kardinalsymptomen Rigor (Muskelsteifheit Ruhetremor (rhythmisches Schütteln von Armen und Beinen) Akinese (allgemeine Bewegungsarmut auch Bradykinese oder Hypokinese kommt es auch zu einer Störung der Die Bewegungen des Erkrankten sind gebunden die vorne über gebeugt der Gang kleinschrittrig die mit Zwischenschritten und der Stand oft unsicher mit erhöhter Fallneigung.

Neben Hypomimie (herabgesetzte mimische Bewegungen) fällt oft eine leise wenig modulierte Sprache auf.

Es zeigen sich phasenhaft niedergedrückte Stimmung und Unlust Schlafstörungen Störungen im Temperaturempfinden Schweißausbrüche Talgproduktion mit Bildung eines salbenartigen Gesichtsausdruck (Hyperseborrhö) Speichelfluss (Hypersalivation) Maskengesicht (Amimie) Bradyphrenie (geistige Verlangsamung).

Den motorischen Symptomen geht bei ca. der Patienten eine Depressionvoraus .

Behandlung

Eine Behandlung der Krankheitsursache gibt es nicht. Man kann jedoch die Symptome der abschwächen und ihren Verlauf verzögern.

Dies geschieht hauptsächlich durch die Gabe L-Dopa einer Vorstufe des Dopamins. Leider treten mehrjähriger Einnahme teilweise gravierende Nebenwirkungen wie z.B. Bewegungen sog. Dyskinesien auf. Eine andere Möglichkeit die Gabe von Dopamin-Agonisten; diese Medikamente wirken den Dopamin-Rezeptoren und ahmen die Wirkung von nach. Mit so genannten MAO-Hemmern vom Typ wird der Abbau von Dopamin verlangsamt so eine größere Konzentration von Dopamin im Gehirn ist (MonoAmino-Oxidase ist ein Enzym das für Abbau von Dopamin im Gehirn sorgt).

Viele Betroffene durchlaufen jahrelange Probephasen um für sie richtige Medikation zu finden. Die Medikamente sind:

  
Levodopa- ratiopharm comp. 200/50

Dopaminagonist mit Decarboxylasehemmer (eine Tablette enthält 200mg und 54mg Carbidopa- Monohydrat ( entspricht Carbidopa)). 90% des zugeführten L- Dopa werden Decarboxylasehemmer bereits im Gewebe umgewandelt und gelangen nicht bis in das Gehirn. Durch Carpidopa Decarboxylasehemmer ist eine enorme Dosisreduzierung und eine Verträglichkeit möglich. Bei Akinese ist dies das der Wahl. Bei mehrjähriger Behandlung kommt es Schwankungen der Wirksamkeit ( End of dose-Akinese

Nacom 100

Dopaminagonist und Decarboxylasehemmer (eine Tablette enthält 100mg und 27mg Carbidopa 1 H2O (entspricht Carbidopa)). Als Zusatzbehandlung von Morbus Parkinson bei bei denen unter Behandlung mit Levodopa in mit einem Decarboxylasehemmer oder Levodopa alleine Phasen Beweglichkeit abwechselnd mit Phasen der Unbeweglichkeit auftraten.

Nacom 100 Retard

Siehe Narcom 100 nur als Retardpräparat verzögertem Wirkungseintritt und längerer Wirkungsdauer.

Parkotil 0 25

Dopaminagonist für die Zusatzbehandlung des M. mit Levodopa oder Levodopa/ Decarboxylasehemmer (eine Tablette 0 326mg Pergolidmesilat (entspricht 0 25mg Pergolid)). direkt prä- und postsynaptische Dopamin- Rezeptoren die und D2- Rezeptoren ( Ahmen" Dopamin nach des Rezeptors). Bewirkt eine Reduktion der Levodopa- und verlängert die Wirkung des Levodopa.

Oxazepam AL 10

Wirkstoff Oxazepam 10mg aus der Gruppe Benzodiazepine dient u.a. zur Behandlung von symptomatischen

Kalinor Brausetabletten

Kalium in Form von Brausetabletten zum in reichlich Wasser (eine Brausetablette enthält ca. millimol Kaliumsalze (entspricht ca. 40mg Kalium)). Zur von Hypokaliämie (erniedrigte K+ - Konzentration im aufgrund von Anwendung verschiedener Pharmaka und /oder Erkrankung. Zur Unterstützung der Muskelarbeit.

Teilweise werden auch chirurgische Behandlungsmöglichkeiten eingesetzt Stimulationsverfahren bei denen bestimmte Hirnregionen gereizt werden.

Bekannte Erkrankte


Weblinks



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