Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 31. Oktober 2014 

Parodie


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Der Begriff Parodie (v. griech.: παρωδια = Parodia "Gegengesang Gegengedicht") bezeichnet die verzerrende übertreibende verspottende Nachahmung eines bekannten Werkes wobei zwar die Form beibehalten aber ein anderer nicht dazu Inhalt unterlegt wird. Durch die dadurch aufgebaute Diskrepanz zwischen dem bekannten Original der bekannten Form und dem neuen Inhalt entsteht ein humoristischer Effekt. Als eine der frühesten Parodien abendländischen Literatur gilt der Homer zugeschriebene Froschmäusekrieg wo in parodistischer Manier u.a. die der Ilias nachgeahmt werden.

Parodien benötigen jedoch nicht zwingend ein konkretes Original. Auch ein Genre als ganzes kann parodiert werden wenn Form gut wiedererkennbar ist. Literaturtheorisch lässt sich Parodie als eine spezifische Form des intertextuellen Schreibens begreifen.

Es können literarische musikalische oder filmische parodiert werden. In der Musik bezeichnet man mit Parodieverfahren insbesondere die eines Musikstückes mit neuem Text (z.B. eines Liedes mit weltlichem Text und umgekehrt) wie z.B. oft von Johann Sebastian Bach bei eigenen Werken praktiziert wurde. Als versteht man auch die Verspottung eines ernsten dadurch dass man es mit einem komischen ironisiert oder karikiert. Eine weitere Parodieform in Musik ist die Nachahmung des Komponierstils bekannter etwa durch Siegfried Ochs der das Lied ein Vogel geflogen" im Stil von z.B. Haydn und Mozart "komponierte".

Die Parodie als solche ist zunächst eine bestimmte Technik des Schreibens. Verbindet sich der Parodie beispielsweise eine Gesellschaftskritik so kann sie satirische Züge erhalten. Hier kann die Parodie im Dienst der Satire stehen.

Der Parodie nahe verwandte Formen sind Travestie die Persiflage und der Pastiche .

Weblinks




Bücher zum Thema Parodie

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Parodie.html">Parodie </a>