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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 28. Mai 2012 

Parteiwesen in der SBZ


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Bereits am 10. Juni 1945 gab die Sowjetische Militäradministration in Deutschland SMAD ) den Befehl Nr. 2 heraus der Etablierung antifaschistisch - demokratischer Parteien in der Sowjetischen Besatzungszone ( SBZ ) zuließ. Damit durften sich politische Parteien weit vor ihren Gegenstücken im Westen gründen. Nach Aufbau von CDU SPD KPD und LDPD wurden alle dieser Parteien am 14. Juli 1945 unter der Aktionsfront antifaschistisch-demokratischer Parteien Dies bedeutete eine gemeinsame Marschrichtung und interparteiliche in so genannten Blockausschüssen. Allerdings bestand zu Zeitpunkt immer noch ein Mindestmaß an Parteien pluralismus .

Inhaltsverzeichnis

Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)

Parteigründung durch Handschlag: Grotewohl (SPD rechts) und (KPD) am 21.4.1946

Eine entscheidende Weichenstellung erfolgte mit der der SED im Frühjahr 1946 . Zunehmend erkannten sowjetische Besatzungsbehörden und die ihnen protegierten Kommunisten der KPD dass die SPD mehr und Legitimität genoss. Ende 1945 hatte die etwas doppelt so viele Mitglieder wie die Als im November 1945 kommunistische Parteien in Ungarn und Österreich eine empfindliche Wahlniederlage erlitten initiierte die SMAD eine Vereinigungskampagne beiden Arbeiterparteien KPD und SPD. Zwar gab in beiden Parteien vor allem in der vehemente Widerstände gegen diesen Plan; dennoch beugte der SPD-Zentralausschuss im Februar 1946 den Vereinigungsplänen. 22. April 1946 wird die SED mit Otto Grotewohl (SPD) und Wilhelm Pieck (KPD) als Vorsitzenden gegründet.

Das erste Jahr der SED verlief als schwach. Versuche die Parteiarbeit auf den Deutschlands auszudehnen misslingen und im Oktober erzielt vereinigte Arbeiterpartei nur mäßige Ergebnisse bei Landtagswahlen . Speziell die Westarbeit und dabei die auf ein sozialistisch wiederzuvereinigendes Deutschland prägte die der ersten Jahre. Im Dezember 1946 tagte der Erste Deutsche Volkskongress in Berlin der gesamtdeutsches Gremium gegen die "Spalterpolitik" der " imperialistischen Westmächte agieren sollte. Gesamtdeutsch war dieses Gremium nur durch die Teilnahme einiger westdeutscher Parteikader KPD . Da die Block-CDU nicht am 1. teilnahm wurden ihre Vorsitzenden Jakob Kaiser und Ernst Lemmer im Dezember 1946 abgesetzt. Die Zentralisierung ostdeutschen Parteiwesens beginnt Formen anzunehmen.

Die Sowjetisierung des ostdeutschen Parteiensystems ab

Die Entwicklung des Parteienwesens in Ostdeutschland untrennbar mit dem beginnenden Kalten Krieg verbunden. Die Jahre 1947 / 48 bildeten dabei einen ersten Höhepunkt in Ost-/West-Konfrontation. Parallel zur Erkenntnis dass eine schnelle deutsche Wiedervereinigung an den unüberwindlichen Gegensätzen zwischen Ost West scheitern würde radikalisiert die das Parteiwesen deutlicher dominierende Staatspartei SED immer mehr ihren in der SBZ. Im Juni 1948 beginnt Umbau der SED zu einer "Partei neuen Dies beinhaltet die Orientierung an der sowjetischen KPdSU als Leitmotiv in Staat und Gesellschaft. Um diese Maßnahmen zu und um den relativ heterogenen Parteienblock vollends dominieren werden neue Parteien gegründet: die NDPD (als Sammelbecken für Alt nazis ) und die DBD (für Bauern ). Diese neuen Parteien sollen den Erfolg CDU und LDPD eindämmen helfen.

Das Parteiwesen der SBZ von 1949 1952

Die sich abzeichnende Gründung der DDR im Jahr 1949 brachte einen weiteren Sowjetisierungsschub mit sich. Bereits die Wahlen zum Deutschen Volkskongress im Mai 1949 gaben einen dessen was noch kommen sollte. Denn die aller beteiligten Parteien und Massenorganisationen mussten sich nach Einheitslisten aufstellen lassen. So konnten Wähler nicht selektiv wählen sondern eine gesamte Liste annehmen ablehnen. Entsprechend wurde der Volkskongress zur "Nationalen umgewandelt. Nach Willen der SED sollten auch ersten Volkskammer - Landtags - und Gemeinderatswahlen 1949 organisiert werden. Doch die Blockparteien leisteten noch Widerstand gegen dieses Vorhaben willigten erst im März 1950 in die Einheitslisten ein. Die SED hatte zwischenzeitlich die für 1949 geplanten auf Oktober 1950 verschoben worauf die Einheitsliste 7% der Stimmen erhielt.

Radikalisierung und Volksaufstand (1952-1955)

17. Juni 1953: Volksaufstand in der DDR

NKWD-Chef Lawrenti Berija

Spätestens nach Gründung der DDR strebte Kreis um Walter Ulbricht die vollständige Dominanz der SED an. Juli 1952 proklamierten sie auf der 2. SED-Parteikonferenz "Aufbau des Sozialismus" - einen sozialistischen Terminus die massive Kollektivierung der Landwirtschaft die systematische Einführung der Planwirtschaft und die " Diktatur des Proletariats " zum Ziel hatte. Die Folgen waren verheerend denn bereits Anfang 1953 stand die DDR wirtschaftlich mit dem zur Wand. Durch "Normerhöhungen" also faktische Lohnminderungen das drohende Fiasko abgewendet werden. Mit dem Stalins am 15. März 1953 geriet der Aufbau des Sozialismus jedoch politisch in schwieriges Fahrwasser. Die neue siebenköpfige Kreml -Führung forderte eine einstweilige Verlangsamung des sozialistischen Dazu war es jedoch zu spät. Mit übernahm die SED-Führung den so genannten "Neuen im Juni 1953. Da die Normerhöhungen aber Kraft blieben und andere Ungerechtigkeiten offenbar wurden am 17. Juni 1953 der Volksaufstand in der DDR aus der von sowjetischen Panzern niedergewalzt Die Vorkommnisse des 17. Juni und die Verhaftung des Stalin-Protegés Lawrentij Berija am 26. Juni 1953 in Moskau brachte aber Ulbricht wieder in die Er entledigte sich einiger innerparteilicher Widersacher und sich darauf dem Kreml als starker Statthalter der DDR. Die Besatzungsmacht lieferte darauf dringend Güter und konsolidierte die Herrschaft der SED.




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