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Pedipalpus


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Der paarige Pedipalpus ist ein wichtiges Merkmal der Spinnentiere (Arachnida). Dabei handelt es sich um umgewandelte Extremität im Kopfbereich der Tiere.

Der Pedipalpus ist primär zu einem umfunktioniert eine Schere trägt er im Grundmuster sehr wahrscheinlich (Nachweis über fossile Seeskorpione ). Der Pedipalpus ist mit der Mandibel der Krebstiere und Tracheentiere homolog und folgt bei den Spinnentieren auf Chelicere oder Kieferklaue.

Innerhalb der Arachnida wurde der Pedipalpus die Chelicere auf vielfältige Weise abgewandelt vor durch die mehrfach kovergente Ausstattung mit Scheren. Diese bildeten sich den Skorpionen Geißelskorpionen Pseudoskorpionen und Kapuzenspinnen . Bei den Pseudoskorpionen sind sie außerdem Giftdrüsen bestückt.

Bei den Geißelspinnen bilden die Pedipalpen große Fangbeine mit Fußgliedern. Haftorgane an den Pedipalpen findet man den Walzenspinnen diese dienen zum Fang von Beutetieren als Haftstrukturen an glatten Steinen.

Auch innerhalb der Webspinnen wurde der Pedipalpus umstrukturiert. Hier dient bei den männlichen Tieren als Spermaüberträger. Dazu der Fuß ( Tarsus ) durch ein primär dreiteiliges Palpenorgan ergänzt im Inneren einen Hohlraum für das eigene aufweist ( Spermatophore ). Das Palpenorgan wird von den Männchen der eigenen Geschlechtsöffnung befüllt und bei der in die weibliche Geschlechtsöffnung eingeführt. Dafür müssen Chitinspangen auf dem Organ hundertprozentig auf die des Weibchen abgestimmt sein entsprechend spricht man von einem Schlüssel-Schloss-Prinzip . Innerhalb vieler Gruppen der Webspinnen ist genaue Artbestimmung nur anhand dieser Strukturen möglich.




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