Pessimisten erwarten ein böses Ende (lateinisch "pessimum" = Schlechteste Böseste). Die unheilvolle Zukunft vor Augen halten sie jeden gegenwärtigen vergangenen Stand der Dinge für unheilschwanger mag auch noch so gutartig erscheinen. Die dem entgegengesetzte Weltanschauung ist der Optimismus .
Im Wirtschaftsleben pflegen sich optimistische und Stimmungslagen (Geschäftsklimata) abzuwechseln etwa in Abhängigkeit von Konjunkturzyklen . An der Börse kommt grundsätzlich jeder mit Wertpapieren dadurch zustande dass ein optimistischer Haussier ("Bulle") und ein pessimistischer Baissier ("Bär") miteinander ins Geschäft kommen.
In den Religionen wird die pessimistische Stimmung meist durch optimistische dominiert. Zu den Ausnahmen gehörte der Parsismus der außer dem göttlichen Prinzip ein ursprüngliches und mächtiges Gegenprinzip annahm ( Dualismus ) so dass der Ausgang des Kampfes Gut und Böse bis ans Ende aller völlig offen ist.
Mit seinem Hauptwerk "Die Welt als und Vorstellung" von 1819 ( ISBN 3-423-30671-8 ) begründete Arthur Schopenhauer einen radikalen metaphysischen Pessimismus. In seinem Grundsatz "Alles Leben Leiden" sah er sich durch östliche Weisheitslehren den Buddhismus bestätigt.
Kurz nach dem Ende des Ersten sorgte Oswald Spengler mit der Schrift "Der Untergang des für Furore ( ISBN 3-423-30073-6 ). Spengler sah in der Weltgeschichte vergleichbare Schicksale der großen Kulturen : Wie ein Lebewesen durchläuft jede dieser eine Phase der Entwicklung eine Phase der und eine Phase des Niedergangs. Nach rund Jahrtausend versinkt jede Kultur wieder in der aus der sie einst hervorkam. Die 1000 der europäisch-westlichen Kultur sah Spengler in seinem Jahrhundert sich ihrem Ende nähern - vor wegen dieser Prognose war "Der Untergang des Abendlandes" besonders Zeit der Weimarer Republik in aller Munde.