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Peter II. (Brasilien)


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Dom Pedro II. (sprich: do~ pedro segundo ) (* 2. Dezember 1825 in Rio de Janeiro 5. Dezember 1891 in Paris ) war Kaiser von Brasilien .

Dom Pedro de Alcântara war der überlebende Sohn von Pedro I. ( 1798 - 1834 ) aus dessen erster Ehe mit Maria von Österreich ( 1797 - 1826 ) Tochter von Kaiser Franz. II. ; vermählt seit 1843 mit Therese Christine Maria von Bourbon ( 1822 - 1889 ).

Nachdem sein Vater Pedro I. 1831 abdanken musste übernahm ein Regentschaftsrat die für den unmündigen Thronfolger der aber bereits 1840 vorzeitig für mündig erklärt wurde.

Pedro II. den Victor Hugo einen Nachkommen Marc Aurels nannte war einer der fähigsten Monarchen Zeit. Während seiner Regierung die fast ein Jahrhundert dauerte wuchsen Bevölkerung und Wirtschaft in ungeahntem Ausmaß. Kaffee nahm den Rang eines Nationalprodukts an 1870 gefolgt von Kautschuk . Europäische Einwanderer strömten ins Land. Ein von Eisenbahnen Telegraphen - und Telefonlinien überzog die Nation.

Der Kaiser mehrsprachig und belesen war Gelehrter als Politiker. Er förderte den wissenschaftlichen und die Künste. Unter anderem war er der Mitbegründer des Institut Pasteur und unterstützte Bau des Festspielhauses in Bayreuth . Seine Regierungsjahre waren die stabilsten und man so will "glücklichsten" in der brasilianischen - und dies obwohl die kaiserliche Regierung Kriege führte: Sie unterstützte den erfolgreichen revolutionären gegen den Diktator Argentiniens Juan Manuel de Rosas und von 1865 bis 1870 verbündet mit Argentinien und Uruguay einen siegreichen Krieg gegen Paraguay .

Die innenpolitisch wichtigste Herausforderung erwuchs aus ausgedehnten Bewegung für die Aufhebung der Sklaverei . Die "Einfuhr" afrikanischer Sklaven wurde schon 1853 geächtet. Eine organisierte Kampagne für die Emanzipation der 2 5 Million Sklaven in begann einige Jahre später. Die Abolutionisten errangen ersten Sieg 1871 als das Parlament alle Kinder die von Sklavinnen geboren für frei erklärte ("lei do ventre livre"). um die gleiche Zeit entstand eine republikanische die in den folgenden Jahren mehr und Zulauf erhielt. 1885 wurden schließlich alle Sklaven über 60 für frei erklärt. Der Kaiser der selbst überzeugter Anhänger der Sklavenbefreiung war wäre am behutsam auf diesem Wege voran geschritten. Aber Gesetz das schließlich im Mai 1888 alle restlichen Sklaven emanzipierte wurde während Abwesenheit von der Regentin Prinzessin Isabel unterzeichnet. zahlenmäßig war die Sklaverei inzwischen ohne Belang: gab noch 500 000 Sklaven bei einer von 13 5 Millionen. Jedoch beraubte die die kaiserliche Regierung ihres letzten Rückhalts bei Großgrundbesitzern und bereitete den Boden für die der Republik im November des folgenden Jahres.

Mehrere Faktoren trugen zum Sturz der Monarchie bei: die wachsende republikanische Bewegung die brasilianisches Kaiserreich zunehmend als anachronistisch und unamerikanisch der Konflikt mit Teilen des Klerus und schließlich die Sklavenbefreiung die die der Krone entfremdete. Am 15. November 1889 riefen Generäle die Republik aus der ging mit seiner Familie nach Frankreich ins Exil wo er 1891 starb.

Die brasilianische Monarchie wurde durch einen nicht durch eine breite Volksbewegung gestürzt. Die Verfassung vom 5. Oktober 1988 behob diesen "Geburtsfehler" der Republik indem die Staatsform zum Gegenstand eines Referendums machte: etwa 12 % der Wähler sich am 21. April 1993 für die Rückkehr zur Monarchie aus. scheint wenig aber die absolute Zahl von sechs Millionen Ja-Stimmen ist doch beachtlich.



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