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Peter IV. (Portugal)


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Peter IV. (auf portugiesisch Dom Pedro IV) (* 12. Oktober 1798 in Lissabon ; † 24. September 1834 in Lissabon) war 1826 König Portugal und von 1820 bis 1831 unter dem Namen Peter I. Kaiser von Brasilien . Er stammte aus dem Hause Braganza .

Kaiser Peter I. von Brasilien König Peter von Portugal

Peter IV. war der zweite Sohn Johann VI. von Portugal und dessen Gemahlin Charlotte Johanna .

1808 wurde Portugal von französischen Truppen besetzt. Napoleon wollte das Land so für seine bestrafen an der Kontinentalsperre gegen England teilzunehmen. Der zehnjähriger Peter flieht daraufhin dem Rest der königlichen Familie nach Brasilien Rio de Janeiro wurde zur neuen Residenzstadt. Er sollte erst 1832 also nach 34jähriger Abwesenheit wieder betreten.

1815 wurde Brasilien durch einen Beschluss des Wiener Kongress zu einem eigenen Königreich gemacht mit durch Personalunion verbunden. Damit endete für Brasilien der Peters Großmutter Königin Maria I. erhielt so neben ihren portugiesischen Titeln noch die Würde einer Königin von Brasilien. 1816 verstirbt Maria I. und sein Vater VI. besteigt den portugiesischen und den brasilianischen Peter wurde daraufhin in beiden Reichen Thronfolger.

In Portugal hatten inzwischen britische Truppen französische Besatzung beendet. Da der König aber nicht nach Portugal zurückkehren wollte wurde das von dem britischen Oberbefehlshaber William Carr Beresford als Militärdiktator regiert. 1821 kommt es in Portugal zur liberalen Revolution . Beresford wurde gestürzt eine liberale Verfassung der König vom Parlament (der Cortes ) ultimativ zur Rückkehr aufgefordert.

Schweren Herzen entschließt sich Johann VI. zu verlassen und nach Portugal zurückzukehren. Auch Mutter Königin Charlotte Johanna und sein jüngerer Prinz Michael verlassen Brasilien. Peter dageben bleibt in de Janeiro und wird von seinem Vater Regenten in Brasilien ernannt.

Die portugiesischen Cortes waren allerdings mit Arrangement nicht einverstanden. Dort gab es Bestrebungen Brasilien wieder den Kolonialstatus einzuführen und auch Kronprinzen zur Rückkehr nach Portugal zu veranlassen.

Peter rief deshalb am 7. September 1821 mit einem dramatischen "Unabhängigkeit oder Tod" Indepêndencia ou morte !) der als "Schrei von Ipiranga" ( o grito de Ipiranga ) in die Geschichte einging die brasilianische Unabhängigkeit aus. Aus Kronprinz Peter von Portugal so Kaiser Peter I. von Brasilien.

Einiges deutet allerdings daraufhin dass dieser vorher mit seinem Vater dem portugiesischen König war. Durch Lateinamerika ging zu diesem Zeitpunkt eine dramatische Bewegung die Brasilien benachbarten spanischen Kolonien erklärten ihre Unabhängigkeit und wurden zu Republiken (vgl. Simón Bolívar ). Der portugiesische König befürchtete wohl zu dass wenn die Cortes ihren Willen durchsetzen Brasilien wieder zur Kolonie erklären würden das eine ähnliche Entwicklung in Brasilien sein würde. der Unabhängigkeit wurde also eine Möglichkeit gesehen die reichste portugiesische Kolonie für das Haus zu bewahren. Auch war die Unabhängigkeit die Möglichkeit das Land dem Einfluß des portugiesischen vollkommen zu entziehen. Zwar konnte der portugiesische die Unabhängigkeit des Landes nicht sofort anerkennen geschah erst 1825 aber er bestrafte seinen Sohn auch insbesondere entzog er ihm nicht das Thronfolgerecht Portugal.

Dort war es 1824 zu dramatischen Entwicklungen gekommen. Konservative Kräfte Führung der Königin und Prinz Michael versuchten Ergebnis der liberalen Revolution rückgängig zu machen den Absolutismus wieder einzuführen. Da der König diesen ablehnend gegenüberstand wurde er von seiner Frau seinem Sohn praktisch als Gefangener gehalten. Er jedoch schließlich entkommen und mit britischer Hilfe Regierung wieder übernehmen. Peters Bruder Michael wurde Exil nach Wien gezwungen.

1826 verstirbt König Johann VI. Peter besteigt als Peter IV. auch noch den portugiesischen Er weigert sich allerdings Brasilien zu verlassen nach Portugal zurückzukehren. Portugal wird deshalb zunächst einer Regentschaft unter seiner Schwester Elisabeth (Isabel) Maria regiert. Seit dem Aufstand von 1824 Portugal keine Verfassung mehr da die liberale des Jahres 1821 noch von Johann VI. wurde. Peter gab dem Land daraufhin 1826 neue Verfassung die sog. Charta . Die portugiesische Regentin und die sie Politiker waren allerdings absolutistisch eingestellt und fanden das Land sehr gut auch ohne Verfassung Sie versuchten deshalb das Inkrafttreten der Charta verhindern. Erst das beherzte Eingreifen des späteren Herzogs von Saldanha führte schließlich dazu dass die Charta Portugal in Kraft treten konnte.

Peter IV. gelingt es nicht seine Reiche wieder zu vereinen. Er scheitert nach Zeit an der Unmöglichkeit Brasilien und Portugal zu regieren. In Portugal war man nicht gewillt erneut einen König der nicht im residiert zu ertragen. In Brasilien dagegen wurde Kritik daran daß der Kaiser mehr und Energie zur Lösung der portugiesischen Probleme aufwendete lauter. Der Monarch mußte sich schließlich zwischen und Portugal entscheiden und er entschied sich Brasilien. So dankt er im Mai 1826 nach zwei Monaten Regierung in Portugal ab. Vorher regelte er allerdings noch die in seinem Sinne. In Portugal sollte ihm älteste Tochter Maria II. auf den Thron folgen in Brasilien nach seinem Tode einer seiner Söhne. Da offensichtlich war dass seine Schwester Elisabeth Maria der Regentschaft in Portugal überfordert war setzte seinen Bruder Michael der sich ja seit im Exil in Wien befand zum Regenten seine noch minderjährige Tochter ein. Er plante sein Bruder später wenn Maria älter wäre heiraten sollte so dass sie dann gemeinsam regieren könnten. So sollten die beiden verfeindeten des Hauses Braganza wieder zusammen geführt werden.

In Wien wurde sogar bereits eine durchgeführt. Maria die sich bis dahin am ihres Vaters in Rio de Janeiro aufgehalten reiste nach Wien wo sie am kaiserlichen ihre Erziehung beenden sollte Michael dagegen reiste er seinem Bruder und seiner Nichte als sowie der Verfassungscharter die Treue geschworen hatte Lissabon wo er von Elisabeth Maria die übernahm.

Allerdings hatte Peter die Rechung ohne Bruder gemacht. Sobald dieser in Lissabon angekommen widerrief dieser die getroffenen Absprachen. Er verbündete mit den reaktionären Kreisen um Elisabeth Maria das neue Zweikammerparlament auf beruft eine traditionelle (Rat der drei Stände Conselho dos três Estados ) ein und läßt sich von diesen Michael I. zum König ausrufen ( 1828 ) womit die rechtmäßige Königin seine minderjährige und Braut Maria II. für die er eigentlich die Regierung führen sollte abgesetzt wurde. legalistische Begründung dieses Coups war daß Peter als er sich 1822 zum Kaiser von ausrufen ließ zum ausländischen Monarchen geworden war VI. hatte im Jahr vor seinem Tode brasilianische Unabhängigkeit schließlich doch anerkannt) und deshalb sich und seine Nachkommen aller Ansprüche auf portugiesischen Thron verlustig gegangen sei.

Peter war nicht bereit den Vertrauensbruch jüngeren Bruders hinzunehmen und wollte seiner Tochter portugiesischen Thron erhalten. So beginnt der “Krieg zwei Brüder” oder Miguelistenkrieg ( 1832 1834 ).

In Brasilien hatte Peter mit zunehmenden Schwierigkeiten zu kämpfen. Auch kritisierte man dort die Einmischung des Kaisers in die portugiesischen Peter I. dankt deshalb 1831 zugunsten seines Sohnes Peter II. in Brasilien als Kaiser ab um sich ganz den portugiesischen Problemen zu können. Er nahm den Titel eines von Braganza und Regenten von Portugal (für Tochter Maria II.) an und reiste nach wo ihn der neue König Ludwig Philipp (der Bürgerkönig) uneingeschränkt unterstützte.

Auf den Azoren hatte inzwischen der spätere Herzog von Terceira eine Flotte Michaels geschlagen so dass Teil Portugals außerhalb Michaels Einflußbereich blieb. Peter am 3. März 1832 auf dem Azoren und betrat damit ersten Mal seit 1807 als er als zusammen mit seinem Vater vor den Truppen nach Brasilien geflohen war wieder portugiesischen Boden. stellte er ein eigenes Heer zusammen mit er noch im gleichen Jahr das portugiesische betritt.

Es gelingt ihm bis 1834 Michael vernichtend zu schlagen dieser muß erneut nach Österreich ins Exil gehen. Königin Maria II. bereits 1833 nach Lissabon zurückgekehrt wo sie begeistert wurde.

Peter war somit erneut Regent Portugals II. wieder Königin. Über Versuche Peters mit Bruder zu einem Ausgleich zu kommen und den Titel eines königlichen Infanten von Portugal belassen und eine angemessene Apanage im Ausland zahlen kommt es allerdings zu einem Zerwürfnis der neu einberufenen Cortes die eingedenk der die Michael während seiner Herrschaft in Portugal hatte nicht bereit waren dem Ex-König entgegen kommen. Peter bereits todkrank zieht sich daraufhin aus der portugiesischen Politik zurück. Seine Tochter von der Cortes für volljährig erklärt so seine Regentschaft auch offiziell endet. Kurze Zeit vestirbt Peter in Lissabon.

  • Am 5. November 1817 heiratete er in erster Ehe in Rio de Janeiro Maria Leopoldine Erzherzogin von Österreich (* 22. Januar 1797 - † 18. Dezember 1826 ) eine Tochter des römisch-deutschen Kaisers Franz II. (= Franz I. von Österreich) und Maria Theresia von Beiden Sizilien. Die Ehe für die Erzherzogin nicht glücklich da Peter seine Geliebte seiner Frau vorzog.

Aus der Ehe entstanden folgende Kinder:

Aus dieser Ehe ging eine Tochter

Zudem war er Vater der unehelichen Isabel Maria (* Mai 1824 ) und Peter (* Dezember 1825 - † Frühjahr 1826 ).

Vorgänger:
Johann VI.
Liste der Könige Portugals
Liste der Staatsoberhäupter Brasiliens
Nachfolger (Portugal):
Maria II.
Nachfolger (Brasilien):
Peter II.



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