Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 16. Juni 2019 

Pfeifgänse


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Pfeifgänse

Witwenpfeifgans ( Dendrocygna viduata )
Systematik
Reihe : Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse : Vögel (Aves)
Unterklasse : Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung : Gänsevögel (Anseriformees)
Familie : Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie : Pfeifgänse (Dendrocygninae)
Triben
  • Pfeifgänse i. e. S. (Dendrocygnini)
  • Weißrückenpfeifgänse (Thalassornithini)

Die Pfeifgänse (Dendrocygninae) bilden eine Unterfamilie der zu den Gänsevögeln (Anseriformes) gehörigen Familie der Entenvögel (Anatidae). Ihren Namen haben sie durch hohen pfeifenden Rufe bekommen mit denen sie kommunizieren.

Inhaltsverzeichnis

Aussehen

Ihr äußeres Erscheinungsbild das innerhalb der als vergleichsweise primitiv gilt also als charakteristisch den gemeinsamen Vorfahren dieser Vögel angesehen wird sowohl an echte Gänse (Anserini) als auch an Enten (Anatinae) weshalb sie im Englischen auch ducks" also "Pfeifenten" genannt werden. Die Weißrückengans ( Thalassornis leuconotus ) weist zahlreiche anatomische Eigenheiten auf die Anpassung an die für diese Art kennzeichnende durch Tauchen gelten können und sie von anderen Arten absetzt.

Der Körper der Pfeifgänse ist relativ und gedrungen worüber die sehr aufrechte Haltung hinwegtäuschen kann. Charakteristisch sind der lange Hals beim Fliegen weit nach vorne ausgestreckt wird die ebenfalls recht langen Beine die im nach hinten gestellt werden. Die Flügel sind aber kurz und von unten schwarz gefärbt; sonst ist das Gefieder wenig auffällig gemustert meist in Braun- Grau- oder Beigetönen gehalten sind die Flankenfedern oft schmuckhaft vergrößert. Vermutlich sich einige Arten gerne auf Bäumen aufhalten die nach hinten weisende Zehe im Vergleich anderen Entenvögeln verlängert.

Männchen und Weibchen gleichen sich äußerlich ist das Weibchen meist etwas größer. Die zeichnen sich durch eine unterhalb der Augen um den Kopf verlaufende weiße bis blassgelbe im Gefieder aus während ihr Kopf schwarz ist.

Ernährung und Lebensweise

Pfeifgänse ernähren sich von pflanzlicher Nahrung Wasserpflanzen aber auch Gräsern und Samen. Viele sind nachtaktiv und ruhen tagsüber oder putzen Gefieder. Einige aber nicht alle sitzen dabei auf Bäumen was ihnen ihren lateinischen Namen eingetragen hat der sich mit "Baumschwäne" übersetzen

Außerhalb der Brutzeit leben sie zumeist in großen Schwärmen in welchen sie auch zwischen Ruhegebieten und Nahrungsplätzen hin- und herpendeln. kommunizieren dabei durch die charakteristischen Pfeiflaute die des Fliegens durch Schwingungen ihrer äußeren Primärfedern erzeugt werden und beim Weibchen etwas klingen.

Sowohl zu Land als auch zu bewegen sich Pfeifgänse geschickt und schnell fort. und im Falle der Weißrückengans sogar sehr tauchen sie auch nach Nahrung. Der Flug kraftvoll aber recht langsam.

Verbreitung

Pfeifgänse leben weltweit in tropischen und subtropischen Gebieten. Die Verbreitungsräume der einzelnen Arten meist recht klein und überlappen sich gegenseitig eine Ausnahme bildet lediglich die Gelbbrustpfeifgans die in Amerika und Südasien als auch in Ostafrika und Madagaskar zu finden ist. Sie bevorzugen wärmere in denen sie sich das ganze Jahr aufhalten können außerhalb der Tropen wird aber von Zugverhalten berichtet.

Fortpflanzung

Pfeifgänse verpaaren sich lebenslang allerdings wird von Dreiergemeinschaften (zwei Männchen und ein Weibchen umgekehrt) berichtet. Die Bindung zwischen den Partnern als sehr eng und wird durch gegenseitige regelmäßig bestärkt.

Nach erfolgter Kopulation vollführen die Paare spezielles Ritual bei dem die dem Partner Flügelseiten periodisch angehoben werden. Die Nester werden in hohem Schilf Gras oder tarnendem Buschwerk am Boden seltener auf Bäumen angelegt und manchmal mit Daunenfedern Letzteres geschieht seltener wenn das Männchen mitbrütet sehr oft der Fall ist.

Das Weibchen legt zwischen zehn und weißliche Eier; legen mehrere Weibchen in das Nest ein oft anzutreffendes Verhalten können es bis zu hundert werden. Nach etwa vier viereinhalb Wochen schlüpfen die Jungen die nach neun Wochen flugfähig sind. Fast immer kümmern beide Partner um die gemeinsame Brut die durch Zischlaute lautes Pfeifen und aktiven Angriff aggressiv verteidigt wird.

Gefährdung

Keine der Arten gilt derzeit in Gesamtheit als gefährdet dies trifft allerdings nicht Unterarten oder lokale Populationen zu. Nachzuchten in sind meist unproblematisch.

Systematik

Man unterscheidet bei den Pfeifgänsen neun in zwei Gattungen :

  • Pfeifgänse im engeren Sinne ( Dendrocygna )
    • Tüpfelpfeifgans ( Dendrocygna guttata )
    • Sichelpfeifgans ( Dendrocygna eytoni )
    • Wanderpfeifgans ( Dendrocygna arcuata )
    • Gelbbrustpfeifgans ( Dendrocygna bicolor )
    • Kubapfeifgans ( Dendrocygna arborea )
    • Zwergpfeifgans ( Dendrocygna javanica )
    • Witwenpfeifgans ( Dendrocygna viduata )
    • Herbstpfeifgans ( Dendrocygna autumnalis )
  • Weißrücken-Pfeifgänse ( Thalassornis )

Die genauen Verwandtschaftsverhältnisse der Arten lassen dem folgenden Diagramm entnehmen:

 Pfeifgänse (Dendrocygninae) |--Weißrücken-Pfeifgans ( Thalassornis leuconotus ) (Thalassornithini) |--Pfeifgänse im engeren Sinne (Dendrocygnini) | |--Witwenpfeifgans ( D. viduata ) | |--Herbstpfeifgans ( D. autumnalis ) | |--N.N. |--N.N. | |--Tüpfelpfeifgans ( D. guttata ) | |--Kubapfeifgans ( D. arborea ) | |--N.N. |--Gelbbrustpfeifgans ( D. bicolor ) |--Sichelpfeifgans ( D. eytoni ) |--N.N. |--Wanderpfeifgans ( D. arcuata ) |--Zwergpfeifgans ( D. javanica )  



Bücher zum Thema Pfeifgänse

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Pfeifg%E4nse.html">Pfeifgänse </a>