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Pferd


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Dieser Artikel befasst sich mit dem Pferd Tier andere Bedeutungen unter Pferd (Begriffsklärung) .

Das Hauspferd ( Equus caballus ) ist ein weit verbreitetes Haustier das in zahlreichen Rassen auf der ganzen Welt gehalten wird.

Junges Pferd

Taxonomisch gehört das Hauspferd mit den Eseln Halbeseln und Zebras zur Familie der Pferde (Einhufer Equidae) innerhalb der Ordnung der Unpaarhufer (Perissodactyla).

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Äußeres

Wie alle Pferde ist das Hauspferd hochbeiniger Grasfresser mit einem massiven Kopf und kurzen Fell das bei allen Rassen an Nacken Schwanz zu einer Mähne bzw. einem Schweif sogenannten Langhaar ausgebildet ist. Der Fuß endet in einzelnen Laufhuf d.h. Pferde sind Zehenspitzengänger die allein der dritten mittleren Zehe laufen. Weil die seitlich am Kopf liegen können Pferde fast sehen. Was sich aber genau vor ihrer befindet bemerken sie erst wenn sie den drehen. Die beweglichen Ohrmuscheln können in alle gestellt werden. Nach vorne gerichtet zeigt das Aufmerksamkeit und Neugierde werden sie aber nach an den Kopf angelegt ist es wütend aggressiv.

Junges Pferd

Größe Alter Fortpflanzung

Pferde erreichen je nach Rasse zwischen und 210 cm Schulterhöhe ( Widerrist ). Pferde mit einer Widerristhöhe unter 148 bezeichnet man als Kleinpferde oder Ponys. Körperlich sind Pferde mit 3 bis 6 Jahren eher spät Großpferde eher früher. Großpferde erreichen Alter von etwa 25 Jahren Ponys werden 40 Jahren etwas älter. Das höchste für Großpferd belegte Alter sind 62 Jahre. Stuten mit 12 bis 18 Monaten geschlechtsreif Hengste die Geschlechtsreife zwischen dem 12. und 20. Die Tragezeit beträgt bei allen Pferden rund Tage.

Verhalten

Das Pferd ist ein typisches Herdentier. der Herde herrscht eine klar festgelegte Rangordnung geführt die Herde meist von einer Leitstute. Der Hengst wird als Leithengst bezeichnet nur er die Stuten der Herde. Während die Leitstute Herde anführt und die Aktivitäten und Wege ist der Leithengst in erster Linie für Verteidigung zuständig. Auf der Flucht läuft er um langsamere Tiere anzutreiben und gegebenfalls die gegen den Angreifer zu verteidigen.

Als Steppenbewohner ist das Pferd im zum Esel ein Fluchttier das Gefahren zuallerst durch Flucht abzuwenden versucht.

In der Haltung als Haus- oder Nutztier sind vor allem Stuten und Wallache die sich in den meisten Fällen problemlos einen mehr oder weniger großen Herdenverband einfügen. gelten wegen Ihres starken Geschlechtstriebs als schwer berechenbar. Wittert der Hengst rossige Stute versucht er meist alles um Ihr zu gelangen - bei unangepasster Einzäunung Weide oder des Stalls ziehen sich Hengste oftmals Verletzungen zu. Viele Hengste neigen im zu aggressiven Rangkämpfen sie werden deshalb meist eigenen Weiden oder in abgetrennten Ställen gehalten.

Domestikation und Haltung

Abstammung

Pferde wurden wahrscheinlich um 3000 v. Chr. erstmals in Zentralasien domestiziert . Es gibt einander widersprechende Theorien wann wo genau das Pferd vom Menschen nutzbar wurde.

Das wilde Przewalski-Pferd gehört offenbar nicht zu den Ahnen Hauspferds da sich die Ahnenreihen schon vor bis 240.000 Jahren getrennt haben.

Geschichte des Hauspferds

Die frühen nomadischen Völker Zentralasiens erfanden im dritten vorchristlichen Jahrtausend den Sattel und Zaumzeug. Später berichtete der griechische Historiker Strabo über die außerordentlichen Reitkünste der Skythen die vermutlich das Pferd nach Europa

Die Domestikation des Pferdes brachte den einen außerordentlichen Vorteil. Weite Strecken waren in kürzerer Zeit zu überwinden was das Aufrechterhalten Reiche einfacher machte. Die frühen Großreiche der Assyrer und Hethiter profitierten von der Nutzbarmachung des Pferdes Krieg. Um das Jahr 1700 v. Chr. fielen die Hyksos in Ägypten ein ein nomadisches Volk unbekannter Herkunft den Ägyptern waren Pferde bis dahin unbekannt sie waren den Hyksos trotz ihrer hochstehenden im Kampf so weit unterlegen dass Ägypten werden konnte.

Der griechische Historiker Xenophon schrieb im 4. Jahrhundert v. Chr. das Werk Peri hippikes ("Über die Reitkunst") in der er Wissen über Pferde und Reiten zusammentrug. Die Ratschläge aus diesem Werk haben auch heute Gültigkeit.

Während in der Antike im Krieg Pferde meistens vor Streitwagen gespannt wurden wurde diese Methode während Dominanz des Römischen Reiches zunehmend unüblich. Berittene Kämpfer erwiesen sich zunehmender Reitkunst als schneller und wendiger als

Das Hufeisen wurde im 5. Jahrhundert während der Völkerwanderung nach Europa gebracht. Der genaue Ursprung Erfindung ist unbekannt.

Der Einsatz des Pferdes als Arbeitstier erst im Mittelalter durch die Erfindung des Kummets möglich. wurden in der Landwirtschaft vor allem Ochsen eingesetzt. Die bis üblichen Joche schnitten den Pferden die Luft ab waren für sie nicht geeignet. Durch das konnten Pferde zum Beispiel zum Ziehen eines eingesetzt werden. Da ihre Arbeitsleistung bedeutend größer die von Ochsen war bedeutete dies eine Revolution.

Auf dem amerikanischen Doppelkontinent gab es domestizierten Pferde; zwar hatte es ursprünglich auch Amerika Wildpferde gegeben diese aber waren vor möglichen Domestikation ausgestorben. Erst die Europäer brachten Pferd nach Amerika. In Nordamerika entliefen einige Pferde und bildeten Herden freilaufender Mustangs. Hierdurch die Indianer erstmals Pferden; der Kontakt veränderte die mancher Völker radikal. Vor allem die Völker Prärie konnten ihre Effizienz bei der Bisonjagd beträchtlich erhöhen.

Die Erfindung motorisierter Wagen machte am des 20. Jahrhunderts das Pferd als Transportmittel als Arbeitstier weitgehend überflüssig.

Verwendung

Während Vollblüter und die etwas ruhigeren Reittiere sind und auch als Zugtiere vor leichten Kutschen verwendet werden sind eher massigen Kaltblüter von langsamerer Gangart und ausschließlich Zug- und Arbeitstiere die früher zum Ziehen von schweren zum Bestellen von Äckern und zum Schleppen gefällten Bäumen (Rückepferd) sowie zu ähnlichen Kraftarbeiten wurden. Da moderne Forst- und Ackermaschinen die aus diesen Bereichen verdrängt haben sind Kaltblüter selten geworden. Mittlerweile werden Pferde zunehmend wieder Garten- und Forstarbeiten eingesetzt da sie den kaum verdichten und im Wald flexibler und als Maschinen arbeiten. Die meisten Pferde werden als Sport- und Freizeitpferde gehalten. Als Freizeitpferde werden häufig auch Ponys wie Haflinger Norweger oder Tinker gehalten die sich vor allem durch und Anspruchslosigkeit auszeichnen.

Vor der Domestikation des Pferdes wurden Tiere als Fleischlieferanten gejagt. Das Essen von hat nachdem es zwischenzeitlich vollkommen unüblich geworden in jüngerer Zeit wieder zugenommen. 2001 wurden schätzungsweise 153.000 Tonnen Pferdefleisch gegessen.

Die Bedeutung des Pferdes als Fleischproduzent der EU ist noch immer so hoch eine Medikamentierung des Pferdes nur uneingeschränkt möglich wenn der Besitzer einen Pferdepass hat in er erklärt dass das Tier nicht zur kommen wird und in dem jede medikamentöse eingetragen wird. Falls nach einer Behandlung doch Wunsch auftritt den Schlachtpreis einzustreichen muss der eine Mindestfrist verstreichen lassen bevor das Tier werden darf.

Die jüdische Religion verbietet den Genuss von Pferdefleisch. Ein ausdrückliches Verbot existiert zwar im Islam und im Christentum nicht in beiden Kulturkreisen wurde das von Pferdefleischen aber missbilligt. Von Papst Gregor III. ist überliefert dass er 732 das Essen von Pferden als heidnische verurteilte die es auszumerzen gelte.

Fütterung

Anatomie eines Hengstes

Bei der Pferdefütterung sind die individuellen eines jeden Tieres zu berücksichtigen so haben Fohlen und Jungpferde sowie tragende und säugende Stuten einen deutlichen erhöhten Eiweißbedarf bei Sportpferden sollte hingegen auf den von besonders energiereichen Futtermitteln geachtet werden und älteren Pferden muß auf die geringere Futterverwertbarkeit genommen werden. Besondere Aufmerksamkeit verdient auch die Mineralstoffversorgung da es hier oft zu Mangelerscheinungen Neben den traditionellen Futtermitteln Stroh Heu und Hafer und der zunehmenden Verwendung von Fertigfuttermitteln auch folgende Erzeugnisse zum Einsatz:

Pferde in der Mythologie

Die enge Beziehung des Menschen zum hat dazu geführt dass es in der Mythologie vieler Völker zahlreiche Pferdegestalten gibt denen große Bedeutung zukommt.

Vor allem die Griechische Mythologie ist reich an Pferden und pferdeähnlichen

  • der Zentaur ist ein Mischwesen aus Mensch und mit einem Pferdekörper und einem Menschenkopf. Es zahlreiche Zentauren die meisten davon unfreundliche Wesen; zwei berühmtesten Zentauren Pholos und Cheiron waren allerdings freundliche und kluge Vertreter Rasse.
  • Pegasus war ein geflügeltes halbgöttliches Pferd das Bellerophon bei zahlreichen Heldentaten half unter anderem Töten der Chimäre .
  • Bukephalos war das legendäre Pferd Alexanders Großen. Ihm wurden zahlreiche mythische Eigenschaften angedichtet geht aber sehr wahrscheinlich auf ein wirklich Pferd zurück.
  • Das Trojanische Pferd war ein hölzernes Pferd in dessen sich die Griechen versteckten um nach Troja hinein zu gelangen.

Der Mythos vom legendären Einhorn einem Pferd mit einem Horn auf Stirn stammt wahrscheinlich aus Indien . Einhörner kamen nicht in der griechischen vor wohl aber in naturwissenschaftlichen Beschreibungen des und des Plinius .

In der nordischen Mythologie gibt es Sleipnir das achtbeinige Pferd des Gottes Odin sowie die Pferde Arvak und Alsvid den Wagen der Sonne über den Himmel

Bezeichnungen Rassen Fellfarben

Das männliche Pferd heißt entweder Hengst oder Wallach falls es kastriert ist das weibliche Pferd nennt man Stute Jungtiere werden Füllen oder Fohlen genannt.

Pferderassen

Die Pferderassen lassen sich nach der Größe in

einteilen. Eine andere mögliche Einteilung richtet nach dem Temperament der Pferde. So können unterschieden werden. Diese Nomenklatur bezieht sich das Temperament - die Bluttemperatur ist bei Pferden gleich und beträgt im Normalfall zwischen und 38°C.

Offizielle Dokumente enthalten hinter dem Pferdenamen Hinweise auf die Rasse: xx steht für englisches Vollblut ox für Araber und x bedeutet dass es sich um einen - einen englischen Vollblüter mit mindestens 25 Arabereinkreuzung - handelt.

Fellfarben

Es gibt eine große Zahl verschiedener und deren Bezeichnungen die teilweise von Gegend Gegend variieren. Die wichtigesten Grundfärbungen sind Rappe Fuchs und Schimmel (siehe Fellfarben_der_Pferde ).

Siehe auch: Liste der Pferderassen Pferdesport Pferde Wildpferd Halbwildes Pferd Pferdeäpfel



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