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Pflichtmitgliedschaft


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Pflichtmitgliedschaften können für natürliche oder juristische Personen gelten. Die Verpflichtung zur Mitgliedschaft ist staatliches Instrument um den Bestand von Institutionen sichern denen staatliche Aufgaben zugewiesen wurden.

Pflichtmitgliedschaften existieren in Deutschland unter anderem folgenden Bereichen:

Viele Betroffene empfinden diese Pflichtmitgliedschaften als Zwangsmaßnahme da sie der Ansicht sind für nicht unerheblichen Beiträge keinen direkten Nutzen daraus zu können. Die gesetzliche Konzeption besteht aber dass die berufsrechtliche Kontrolle bei bestimmten Berufen durch die Gewerbeaufsicht sondern durch die verkammerten selbst ausgeübt wird. Da dieser direkte Einfluß einzelnen Kammerangehörigen aber rein theoretischer Natur ist das Kammerwesen als teurer wirtschaftsbremsender fremder Apparat Im Falle der Abschaffung von Kammern mit teuren Pflichtmitgliedschaft müssten die (Kontroll)-Aufgaben der betroffenen Institutionen vom Staat durch Aufsichtsbehörden übernommen werden.

Es erscheint aber auch durchaus berechtigt die Kammern des Handwerks als eine moderne des mittelalterlichen Zunftwesens zu sehen. Die Zunftordnungen in der damaligen Zeit ein mit der Ordnung verwobenes regional unterschiedliches System der Marktabschottung mit einem damals fehlenden Sozialsicherungssystem des Handwerks. Zugehörigkeit zur Zunft war zwar nicht flächendeckender aber eine andauernde wirtschaftlich erfolgreiche Ausübung handwerklicher war faktisch (und dies gilt ganz besonders den Städten) ohne die Zunftzugehörigkeit nicht möglich.

Mit den im neunzehnten Jahrhundert einsetzenden wirtschaftlichen und technischen Veränderungen breitete sich schrittweise Gewerbefreiheit aus. Durch die Verschärfung der alten von 1731 unter dem Nationalsozialismus wurde wieder Standesdenken durch die Einführung der "Arisierung" und "Großen Befähigungsnachweises" (Meisterbrief) gestärkt. Die heute bestehende baut in wesentlichen Teilen auf dieser überarbeiteten des 3. Reiches auf und führt deren Gedankenansätze fort.

Inwieweit sich hier typisch staatsdeutscher Regulierungswille Ausdruck mangelnden Vertrauens in die selbstregulierenden Kräfte Arbeits- und Marktsysteme dauerhaft auf europäischer Ebene kann bleibt fraglich. Ein Rückzug des Staates eine einschreitende Kraft zum Schutz vor Missbrauch Benachteiligung Gefährdung von Leben und Gesundheit etc. hier zumindest überlegenswert.



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