Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die philosophische Anthropologie ( griech. anthropos: Mensch) ist die (philosophische) Lehre Menschen. In einem gewissen Sinn wird der als unhistorisch d.h. seinem Wesen nach ewig gleichbleibende Erscheinung aufgefasst. Die (philosophische) Anthropologie ist die die das Wesen des Menschen philosophisch erfasst ein philosophisches Menschenbild entwirft.
Die philosophische Anthropologie reflektiert auf den Menschen schlechthin auf das vorgegebene Ewige ihm und an ihm. Sie sieht vom konkreten Menschen ab und zielt auf die Abstraktion . Die philosophische Anthropologie betrachtet den Menschen vom Boden metaphysischer Grundgewissheiten. Dabei werden jedoch soziologische sowie alle weiteren relavanten einzelwissenschaftlichen Erkenntnisss und - wo sinnvoll - integriert.
Die klassische Auffassung des Menschen sieht aus Leib und Seele bzw. Geist konstituiert. Durch seine geiste Seele die Geist-Seele genannt wird unterscheidet er sich unüberbrückbar Tier mit seiner lediglich sensitiven und erst von der Pflanze mit ihrer vegetativen Seele.
Als unmittelbare Vorläufer der modernen und phil. Anthropologie werden u.a. Kierkegaard und Friedrich Nietzsche angesehen. Die Vorstufe ihrer Entwicklung erreicht sie in der Lebensphilosophie vor dem Ersten Weltkrieg aus deren Problemkreisen sie als selbständige Disziplin zwischen den beiden Weltkriegen hervorwächst um nach dem zweiten Weltkrieg allgemeinen Eingang in die Philosphie zu
In einem gewissen Verstande lassen sich alle Probleme der Philosophie auf die Frage zurückführen der Mensch sei und welche metaphysische Stelle Lage er innerhalb des Seins der Welt Gott einnehme.
Scheler entwickelte bereits während des Ersten programmatisch die Grundzüge der philosphischen Anthropologie die späteren Ausgestaltungen in der einen oder anderen hier ihren Ursprung besitzen. Sie beinhalten hauptsächlich Thesen:
Die von Aristoteles überlieferte und von klassischen Philosophie vertretene humanistische Auffassung des Menschen als eines vernünftigen Lebewesens als eines animal rationale wird abgelehnt.
Mit der Tradition des Humanismus vor allem mit seinem diesseitigen Menschenbild ist zu brechen.
Die Entwicklungslehre (d.h. die Lehre von Evolution ) jeder Entwicklungsgedanke überhaupt im Hinblick auf Menschen ist zu verwerfen. Die Lehre von Charles Darwin ist ein Irrtum bestenfalls eine unbewiesene Hypothese . Es führt "kein noch so enger und Weg vom 'homo naturalis' und seiner konstruierten Vorgeschichte zum 'Menchen' der Geschichte" (in: Vom Umsturz I 275).
Der Mensch ist kein Produkt der Entwicklung schon gar nicht das höchste Entwicklungsprodukt Tierreihe. Deshalb gibt es in bezug auf eigentliche Wesen des Menschen weder eine biologische eine soziale Problematik.
Als biologische Erscheinung als Lebewesen sei Mensch ein "erblich krankes Tier" das sich einer Sackgasse verlaufen" hat ein "Übergang" ein pas" im Grunde eine bloße Verlegenheit der Insofern ist diese Annäherung an den Menschen der Natur aus abzulehnen.
Der Versuch einer natürlichen Erklärung des Menschen führt immer wieder zur des großen Irrtums der europäischen Geistesgeschichte: zum
Das wahre Wesen des Menschen liegt jenseits seiner biologischen sozialen auch vernünftigen Funktionen: der Verstand ist gesehen eine Krankheit.
Das wahre Wesen des Menschen sei geistige Personalität ist geistige Person zu sein die gründet dass der Mensch transzendiert" ja selbst eine Gestalt der Transzendenz ist. Als geistige Person ist der nicht "Teil der Welt" der objektiven Realität der idealen Wirklichkeit.
Um sich als geistige Person zu muss er die Wirklichkeit "entwirklichen" von dem "ist" abstrahieren es als nicht existierend denken.
Mit anderen Worten: Der Mensch ein "das Gott sucht" ein "Gottsuchender" und als "das lebendige x". Insofern ist Gott so Scheler gegen die wissenschaftliche auf Ludwig Feuerbach zurückgehende Religionskritik keine anthromorphe Erfindung sondern der Mensch ist theomorph .
Der Mensch ist als "das lebendige das Gott sucht" der Mensch als "Gottsucher" in dieser armseligen Auslassung das letztlich nur eine transzendente Bestimmung reduziert besteht die Antwort auf die Frage nach dem Wesen des
Das von Scheler entwickelte Menschenbild wird Menschenbild der philosophischen Anthropologie. Mögen die Unterschiede den einzelnen Ausgestaltungen noch so groß sein ihren wesentlichen Thesen gehen sie mit ihm So bestimmt Arnold Gehlen als "Mängelwesen" und Karl Jaspers gesteht dass die Existenzphilosophie verloren wäre "wenn sie wieder zu glaubte was der Mensch ist". Die Schlussfolgerungen anderen Vertreter der philosophischen Anthropologie gehen annähernd die gleiche Richtung.
Da die philosophische Anthropologie als Problem- Fragestellung der Mehrzahl der Richtungen der gegenwärtigen immanent ist würde eine Aufzählung aller ihrer gleichsam mit einer Aufzählung der repräsentativen Vertreter Philosophie identisch werden. Besonderns gepflegt wird diese innerhalb des Existenzialismus und teilweise auch im Neuthomismus .
Der gesamten philosophischen Anthropologie ist als die Abkehr von der humanistischen Menschenauffassung der Philosophie eigen. Eine ahumane und apologetische Tendenz diese Disziplin von ihren Anfängen bis zu gegenwärtigen Ausgestaltungen. Scheler schrieb dereinst:
"Wer sehe nicht daß hinter der scheinbar harmlosen Gleichheitsforderung stets und immer um welche es sich auch handle - nur der auf die Erniedrigung der Höherstehenden Mehrwertbesitzenden auf Niveau der Niedrigstehenden verbirgt" (in: Umsturz 193).
Und Alexis Carrel fragt bezeichnend in seiner Schrift Der Mensch das unbekannte Wesen "ob die starke Abnahme der Sterblichkeit kindlichen und judendlichen Alter nicht ihre unerwünschten hat...Mit all ihrer großzügigen Arbeit zum Besten Menschengeschlechts erreichen die Ärzte und Erzieher doch niemals ihr Ziel denn sie schamatische Vosretllungen die nur einen Teil der umfassen".
Damit wird deutlich wie sehr sich Auffassungen vom Menschen von der klassischen Periode Philosophie entfernt haben. Aristoteles bestimmte den Menschen "zoon politikon". Wie weit die altgriechische Philosophie zu einer Bestimmung des Menschen vorgestoßen war der Streit zwischen Anaxagoras und Aristoteles darüber ob der Mensch habe weil er ein vernünftiges Wesen sei ob er ein vernünftiges Wesen sei weil Hände habe.
Die Auffassung vom Menschen der altgriechischen als eines vernünftigen Lebewesens wird zum humanistischen der klassischen Philosophie von der Renaissance über die Aufklärung bis zur klassischen Philosophie und ihrem Ausgang in Ludwig Feuerbach . Sie findet u.a. Ausdruck in den von Immanuel Kant : "Was kann ich wissen? Was soll tun? Was darf ich hoffen?" die nur angetan sind beizutragen "die Rechte der Menschheit
Sie ist die Voraussetzung der Warnung Hegels das Individuum als ein Einzelnes ohne auf das Ganze d.i. die Gesellschaft zu Denn das Einzelne "bedarf ... noch anderer die gleichfalls als besonders für sich bestehende in ihnen zusammen und in ihrer Beziehung allein der Begriff realisiert."
Das Einzelne für sich entspricht seinem nicht; diese Einschränkung seines Daseins macht seine Endlichkeit und seinen Untergang aus" (in: Enzyklopädie philosphischen Wissenschaften § 213). Sie findet nicht ihren Niederschlag in der Anschauung des französischen Materialismus im 18. Jahrhundert dass das soziale Milieu wesentlich das des Menschen bestimmt.
Eraßme Rolf: Der Mensch und die "Künstliche Intelligenz" - Profilierung und kritische Bewertung der unterschiedlichen Grundauffassungen Standpunkt des gemäßigten Realismus . philosophische Dissertation an der RWTH Aachen veröffentlicht siehe Weblinks) Aachen 2002
Krafczyk Andreas: Naturphilosophische Erwägungen im Vorfeld einer theoretischen Anthropologie Einschätzung der Tragfähigkeit und Konsequenzen neodarwinistischer Erklärungsmuster Evolution unter besonderer Berücksichtigung der Thesen Bruno . Würzburg 2002
Pieper Josef: Wahrheit der Dinge Eine Untersuchung zur Anthropologie Hochmittelalters . München 1947
Zwischen Natur und Kultur Der Mensch Anthropologie heute 3 Bände Trias Verlag
Der Mensch und die 'Künstliche Intelligenz' - Die philosophische Dissertation (siehe Literatur) und verteidigt eine realistische Anthropologie im Sinne Aristoteles und Thomas von Aquin
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