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Phryger


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Phryger ist die griechische Bezeichnung eines indoeuropäischen Volkes das spätestens im 8. Jahrhundert v. Chr. in Anatolien ein grosses Reich errichtet hatte. Seine war Gordion am Sangarios etwa 80 km westlich heutigen Ankara.

Inhaltsverzeichnis

Ursprung der Phryger

Bis vor wenigen Jahrzehnten fehlten Hinterlassenschaften Phryger aus der Zeit vor 750 völlig. lag die Frühgeschichte dieses Volks im Dunkeln. Homer erwähnt Phryger in der Ilias an verschiedenen Stellen als Verbündete der Trojaner . Sie lebten in der Troas sowie der Dardanellen in Thrakien . An einer Stelle heißt es dass Priamos Jugend Phryger ihr Lager am Sangarios hatten. Nicht nur wegen Homer sondern auch wegen ihrer Bestattungsweise in wurde als Urheimat der Phryger Thrakien angenommen.

Mittlerweile zeichnet sich ein klareres Bild so ist Gordion bereits im 12. Jh. v. Chr. Neuankömmlingen besiedelt worden. Ihre Keramik weist teilweise Ähnlichkeiten zur Handmade Ware aus Troja VIIb1 auf. Andererseits ist in einem der Keramik eindeutig ein Vorläufer der phrygischen Ware ab dem 8. Jh. v. Chr. sehen. Die Neuankömmlige kannten Grubenbauten Gebäude in Letztere ist für die Architektur Gordions in Zeit geradezu charakteristisch. Eingetiefte Bauten und vergesellschaftete Keramik lassen sich schwer zuordnen. Möglicherweise sind sie in alt-anatolischer Tradition. Neuerdings scheint es Hattuscha ähnliche Befunde zu geben. Demnach haben (Proto-)Phryger kurz nach 1200 vom Gebiet der nach Zentralanatolien ausgebreitet. Zu erwähnen sind noch Muschki in den Annalen Tiglatpilesar I. Im Jahr seiner Herrschaft (ca. 1117 v. Chr.) er gegen Muschki am Euphrat gekämpft. Ob hier - wie knapp Jahrhunderte später (s.u.) die Muschki mit den gleichgesetzt werden können ist strittig. Da in verschiedene Elemente zu Beginn der Eisenzeit siedelten die eigendlichen "historischen" Phryger und deren Kultur aus einer Verschmelzung verschiedener Bevölkerungsgruppen hervorgegangen.

Das Phrygische Grossreich

Nach Ausweis griechischer und assyrischer Quellen das Phrygerreich in der 2. Hälfte des Jh. von großer Bedeutung gewesen sein. Legendär mehrere Könige mit den Namen Gordios und Midas aus griechischen Quellen. Der historische Midas von Phrygien ist aus griechischen Quellen gut bekannt. hat er eine griechische Ehefrau gehabt und Delphi einen kostbaren Thron gespendet. In assyrischen begegnet erstmal 738 v. Chr. ein gewisser von Muschki. Eine Gleichsetzung mit Midas von ist - im Gegensatz zu den Muschki Tiglatpilesars I. (s.o.) allgemein akzeptiert. In den Sargon (ca. 722-05) begegnet Mita an verschiedenen Zwar wird er letztlich tributpflichtig doch bemerkenswert die Tatsache daß das Phrygerreich sowohl geographisch in den Blickpunkt der Assyrer gerät als daß Mita als bedeutender Herrscher und Taktierer Man kann daher mit Fug und Recht einem Phrygischen Grossreich sprechen. Gegen Ende des Jh. fielen die Kimmerier aus dem Nordöstlichen Schwarzmeergebiet über den in Kleinasien ein. Zunächst bedrängten sie das von Urartu . Dann wandten sich gen Westen und das Phrygerreich an. 696 oder 675/4 - wird in der Forschung das letztere Datum - fiel Gordion. Midas starb dabei den - der Überlieferung nach durch Trinken von Das Ende des Phrygischen Großreichs war besiegelt.

Die Zeit nach 675 v. Chr.

Nach der Eroberung Gordions existierten sehr phrygische Fürstentümer. Indizien dafür sind zahlreiche Phrygische und Heiligtümer aus dem 7./6. Jh. Auch Phrygische Kunst lebt ohne erkennbaren Bruch weiter. die machtpolitischen Verhältnisse in Kleinasien sind wir schlecht informiert. Die Kimmerier waren zwar bis des 7. Jh. in Kleinasien haben aber keinen zusammenhängenden Staat gebildet. Ab der 2. des 7. Jh. begann das Reich der Lyder zu expandieren. Ob die phrygischen Staaten unter lydische Vorherrschaft kamen oder zumindest teilweise blieben ist nicht klar. 546 v. Chr. Phrygien durch die Perser erobert.

Die Phrygische Kultur (in Bearbeitung)

Die teils mehrstöckigen Gebäude in der von Gordion waren zumeist in Megaron-Form gebaut. Charkteristisch eine Pfostenbauweise der Gebäude sowie der Stadtmauer als phrygische Fachwerkbauweise bezeichnet wird. Auffallend die Anatolien sonst unüblichen Schrägdächer. In der Gegend Gordion sind Reste von Grabtumuli gefunden worden teils sehr reich ausgestattet waren. Der bedeutendste gilt als "Midas-Grab". In ihm wurden sterbliche eines 60-70 jährigen Mannes gefunden. Es könnte demnach tatsächlich um das Grab des bekanntesten handeln. Viele Metallgegenstände oft kostbar gearbeitet zeugen vom Reichtunm der Phryger andererseits vom regen mit den Metallzentren vor allem über Urartu . In der Kunst entsteht aus Vermengung urartäischen iranischen und hethitischen Einflüssen ein eigener Stil. Imposant sind eine Reihe reich verzierter Die bemalte Keramik zeigt deutlich griechische Einflüsse. geometrischen waren Tiermotive sehr beliebt. Die Phryger ein indoeuropäisches Volk. Sie verwendeten in Inschriften Alphabet das sie von Griechen übernommen hatten.

In der Religion nahm Kybele eine herausragende Stellung ein die auch später als Magna Mater im römischen Reich verehrt wurde.

Literatur

  • R.S. Young Gordion 1969.
  • R.S. Young Three Great Early Tumuli 1981.
  • E.L. Kohler The Lesser Phrygian Tumuli I: Inhumations 1995.
  • E. Akurgal Phrygische Kunst.
  • Fast jährlich gibt es Kurzberichte über die Ausgrabungen in Gordion im American Journal of (AJA)

Siehe auch



Bücher zum Thema Phryger

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