Locatelli studierte zunächst in Rom bei Guiseppe Valentina (1681-1747). Er zog Konzertreisen durch Deutschland und Frankreich 1729 nach Amsterdam wo er bis zu Lebensende wirkte und diesen Ort nur noch verließ. Er leitete dort ein Collegium Musicum welches aus wohlhabenden Musikliebhabern bestand für er auch komponierte. Locatelli komponierte überwiegend für Violine jenem Instrument das er selbst virtuos Zu seinen Schülern gehörte der französische Virtuose Marie Leclair. Richtete sich sein Kompositionsstiel anfänglich Arcangelo Corelli so komponierte er später im Stil Antonio Vivaldi . Locatelli aber wollte seine venizianischen Kollegen übertreffen was ihm durch seine Kantabilität und Virtuosität in den Solopassagen des L'Arte del Violino gelang. Spätestens seit der Herausgabe dieses kann man Locatelli als einen Avantgardisten bezeichnen erreichten seine Orchesterpassagen selten vivaldische Qualität.