Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Pippin der Bucklige (* schätzungsweise 770 † 811 im Kloster Prüm in der Eifel ) war der erste Sohn von Karl dem Großen .
Seine erste Ehe schloss Karl der mit einer Adligen namens Himiltrud. Das Kind aus dieser Verbindung hervorging benannte Karl nach Vater Pippin dem Jüngeren . Seinen weiteren Namen Der Bucklige erhielt Pippin auf Grund einer Missbildung Rücken. Ob er diese körperliche Entstellung schon Geburt an trug oder ob er sie eine Krankheit wie etwa Skoliose erhielt kann heute nicht mehr eindeutig werden.
Pippin war ursprünglich der vollberechtigte Thronfolger. Recht verlor er nachdem Karl weitere Söhne die aus der Ehe mit seiner dritten Hildegard entstammten. Zwei von ihnen wurden später Papst gekrönt. Offenbar wurde die erste Ehe des Großen als nicht vollwertig betrachtet da lediglich eine Mätresse gewesen sein soll. In dessen verlor Pippin sein ursprüngliches Erbrecht nach Taufe seines Halbbruders Karlmann . Viel wahrscheinlicher ist jedoch die Annahme man einen körperlich Behinderten nicht auf dem dulden wollte.
Im Jahre 792 unternahm Pippin zusammen mit einigen fränkischen einen Umsturzversuch um wieder an die Macht gelangen. Die Motive der Franken und der Ort des Anschlags können heute nicht mehr werden. Der Plan konnte jedoch nicht in Tat umgesetzt werden da Pippin durch den Kaplan Fardulf verraten wurde. In einem Schauprozess verurteilte man alle Mitwissenden des geplanten Während ein Großteil der fränkischen Adligen hingerichtet verbannte man Pippin in die Abtei Prüm wo er auch den Rest Lebens verbrachte.