Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die PISA-Studie ( P rogramme for I nternational S tudent A ssessment) ist eine von der OECD weltweit durchgeführte Studie ( Schulleistungsuntersuchung ) über die Kenntnisse und Fähigkeiten 15jähriger und Schüler. Dabei wurden rund 180.000 Mädchen Jungen aus 32 Staaten untersucht davon 5.000 Deutschland.
Zusätzlich zur internationalen Studie führen einige Staaten noch nationale Ergänzungsstudien durch. In Deutschland die Durchführung der ersten Studie vom Max-Planck-Institut Bildungsforschung in Berlin koordiniert.
Der Test umfasste Fragebögen mit Aufgaben jeweiligen Landessprache (2000) und aus der Mathematik er soll in dreijährigem Turnus fortgesetzt werden mit Aufgaben aus den Naturwissenschaften (2006).
Die OECD diskutiert aufgrund positiver Erfahrungen mit der nun auch auch eine Studie über Erwachsene entwickeln die so genannte PISA-für-alle-Studie .
Finnland schnitt beim ersten Teil der PISA-Studie besten ab. Deutschland landete bei der Auswertung hinteren Mittelfeld (hinter den USA ). Neben dem schlechten Gesamtergebnis fällt auf in Deutschland die soziale Herkunft stärker als jedem anderen Land über Bildungschancen entscheidet. Abgeschlagen den letzten Plätzen liegen Länder wie Mexiko und Brasilien .
Im innerdeutschen Vergleich ergab sich ein Vorsprung von Bundesländern deren Schulwesen traditionell als gilt. Ähnlich starke Unterschiede innerhalb eines Staats sich auch in Belgien.
Die PISA-Ergebnisse sind konsistent mit denen TIMSS-Studie die in den 1990er deutschen Schülern Leistungen in Mathematik bescheinigt hatte.
In Deutschland haben die PISA-Ergebnisse ein beträchtliches Medien-Echo gefunden dass man von einem sprechen kann. Besonderes Interesse fand der Leistungsvergleich Bundesländer; bis dato hatten die Kultusministerien einen Vergleich stets zu verhindern gewusst.
PISA hat eine verschärfte Diskussion über deutsche Bildungssystem ausgelöst wobei die wenigsten Diskutanten Studie gelesen haben dürften; vielfach wurden nur Positionen bekräftigt.
Als Erklärung für das hervorragende Abschneiden Finnen wird angeführt dass die Schulen in sehr autonom handeln können und zugleich einer Qualitätskontrolle unterliegen. Statt detaillierte Lehrpläne vorzuschreiben beschränkt die finnische Bildungsbürokratie darauf Lernziele vorzugeben und Tests zu erarbeiten mit denen überprüft wird gut die Ziele erreicht wurden.
Die der PISA-Studie zugrunde liegende Methodik aber die Art ihrer Umsetzung gibt Anlass Kritik. Da nicht die minimalsten statistischen Anforderungen eingehalten wurden ist keinerlei Vergleichbarkeit zwischen den oder gar ein "ranking" möglich.
Ausgewählte Kritikpunkte:
Großbritannien und die USA hätten aus Studie herausgenommen werden müssen weil sie den nicht geschafft haben.
Die Grundgesamtheit verschulter 15-jähriger ist in getesteten Ländern unterschiedlich.
Nicht alle Länder konnten ausreichend Institutionen Mitarbeit bewegen.
Zufallsstichproben wurden mit Willkürstichproben "ergänzt" um die von der OECD geforderten Zahlen zu
In manchen Ländern tauchen die leistungsschwächeren und Schüler nicht unter den Prüflingen auf.
Die Fragstellung müsste also lauten: Wie es gekommen dass die PISA-Studie in vielen in weiten Bereichen der Politik und Schulverwaltung zur Diskussionsgrundlage gemacht wird? Wieso werden womöglich weitere Mittel in Folgestudien investiert ohne dass Forschungsdesign korrigiert wird?
Ein direkter Vergleich mit der PISA2-Studie auch nicht gegeben. Die PISA2-Studie wurde in Schulen durchgeführt und sollte ein innerdeutsches Ranking Hier wurden allerdings eher Wissens-Fragen gestellt wohingegen ursprüngliche PISA-Studie vor allem die Fähigkeit zum Denken prüfte. Dies führte zu einer teilweisen des Ranking der deutschen Prüflinge. Ein simples der einzelnen Bundesländer in die weltweite Original-PISA-Studie es einige Politiker gerne machten ist also möglich.