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Pluralismus


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(1) Oft als Schlagwort gebraucht vertritt das des Pluralismus die friedliche Koexistenz verschiedener Interessen Ansichten Lebensstile in einer Gesellschaft . Im Gegensatz zu totalitären Ideologien erkennt der Pluralismus die in Staat oder einer Gesellschaft bestehenden unterschiedlichen Interessen und betrachtet deren individuelle Verwirklichung Vertretung und als legitim und erwünscht.

Neben dem soziologischen Konzept der Toleranz ist das Konzept der Minimalität des Normensystems das so genannte Subsidiaritätsprinzip das wichtigste Grundprinzip eines politisch pluralistischen Alles was nicht auf der allgemeinsten Ebene werden muss soll zu entscheiden untergeordneten gesellschaftlichen z.B. Religionsgemeinschaften und zuletzt oder gleich dem überlassen bleiben.

Damit stellt das Konzept des gesellschaftlichen neben Gewaltenteilung verfassungsmäßig garantierten Grundrechten Rechtsstaatlichkeit und Demokratie eine wesentliche wenn nicht die wesentlichste für eine freie Gesellschaftsordnung dar. Ohne das Konzept des gesellschaftlichen könnten z.B. selbst in einer Demokratie die von Minderheiten durch Mehrheitsbeschlüsse nahezu beliebig (bis die nicht pluralistisch motivierten Grundrechte) eingeschränkt werden.

Ein Wesensmerkmal pluralistischer Gesellschaften wie etwa Bundesrepublik Deutschland ist daher die Freiheit Parteien Vereine Verbände oder Religionen zu gründen oder solchen Die Interessen der autonomen gesellschaftlichen Gruppen können wirkungsvollsten organisiert also in Verbänden vertreten werden.

Ein evtl. notwendiger Ausgleich der unterschiedlichen erfolgt als konfliktreicher Prozess an dessen Ende Kompromiss steht.

Voraussetzung ist dass über die Spielregeln denen der Konflikt der verschiedenen Interessen ausgetragen und die Teil des oben genannten allgemeinsten sind ein Konsens besteht. Außerdem ist wichtig kein relevantes Interesse vom „Markt des Ausgleichs“ ist.

(2) Neben diesem politischen und soziologischen Pluralismusbegriff es einen davon abweichenden Pluralismus-Begriff in der Philosophie der das völlig gleichberechtigte Nebeneinander(existieren) unterschiedlicher unvereinbarer Systeme z.B. Normensysteme meint. Dieses philosophische Konzept beschreibt nicht der soziologische und politische Pluralismusbegriff eine systemimmanente Eigenschaft übergeordneter (Normen-)Systeme. Vielmehr postuliert der Pluralismusbegriff die gänzlichen Abwesenheit eines (Meta-)Systems auf systemtranszendenter Ebene das zwangsläufig mit mindestens einem untergeordneten Systemen konfligieren würde namentlich mit dem das durch die Negation der mindestens einen des Meta-Systems definiert wird.

Die grundlegende liberale Forderung des westlichen nach politischem Pluralismus in möglichst allen Gesellschaftssystemen steht interessanterweise zu diesem allgemeineren philosophischen Pluralismus-Konzept Widerspruch. So machte z.B. der deutsche Staatstheoretiker Philosoph Carl Schmidt in seinen Werken deutlich die Forderung nach politischem Pluralismus in allen und gesellschaftlichen Systemen weltweit einen Monismus also gerade das Gegenteil von Pluralismus wenn man das philosophische Konzept von Pluralismus systemtranszendenter Ebene der Gesellschafts- und Staatssysteme zugrundelegt.

Die Debatte um diese beiden unterschiedlichen ist heute ein wichtiger Kern des so „Clash of Civilizations“ ( Samuel Huntington ): Während die westlichen Zivilisationen und ihre liberalen Regierungen den ersteren Pluralismus-Begriff weltweit durchzusetzen wird v.a. von Meinungsführern und Regierungspolitikern in und islamischen Gesellschaften der Pluralismus im allgemeineren philosphischen eingefordert auf dessen Grundlage z.B. totalitäre islamische Religionsstaaten absolut gleichberechtigte Systeme gegenüber westlichen Demokratien

Siehe auch: Religionsfreiheit Liberalismus Soziologie Politikwissenschaft Dialektik



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