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Pluto (Planet)


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Pluto und Charon
Quelle: NASA
Eigenschaften des Orbits
Aphel 7 30433 Mrd. km
48 826 AE
Mittlerer Radius 5 86966 Mrd. km
39 236 AE
Perihel 4 43499 Mrd. km
29 646 AE
numerische Exzentrizität 0 2444
Siderische Periode 90.465 Tage
Synodische Periode 366 73 Tage
Ø Orbitalgeschwindigkeit 4 72 km/s
Inklination 17 14175°
Kleinster Erdabstand 4 2937 Mrd. km
Größter Erdabstand 7 5333 Mrd. km
Physikalische Eigenschaften
Durchmesser am Äquator 2390 km
Oberflächeninhalt 17 945 Mio. km 2
(0 035-fache der Erde)
Masse 1 25 × 10 22 kg
(0 0021 Erdenmassen)
Mittlere Dichte 1 75 g/cm 3
Schwerkraft
an der Oberfläche
0 58 m/s²
(0 059-fache der Erde)
Rotationsperiode 153 2928 Std.
(gegenläufig)
Neigung der Drehachse 122 53°
Albedo 0 5-0 7
Fluchtgeschwindigkeit 1 1 km/s
Temperatur
an der Oberfläche
Min Mittel Max
33 K 44K 55K
Eigenschaften der Atmosphäre
Druck ~3 µ bar
Methan ?
Stickstoff ?
Sonstige Daten
Anzahl der Satelliten 1 Charon

Pluto ist der äußerste und kleinste Planet des Sonnensystems benannt nach Pluto dem römischen Gott der Unterwelt. Das des Planeten ist: ♇ (PL). Obwohl Pluto noch als Planet gilt wird diese Einschätzung durch die Entdeckung ähnlich weit entfernter ähnlich Objekte am Rand des Sonnensystems in Frage

Inhaltsverzeichnis

Bahn und Aufbau des Pluto

Plutos stark elliptische und ungewöhnlich schräge Umlaufbahn bringt ihn im Perihel näher an die Sonne als Neptun . Das letzte Mal war dies vom 7. Februar 1979 bis zum 11. Februar 1999 der Fall. Seitdem bewegt er sich auf sein Aphel den sonnenfernsten Punkt zu er freilich erst 2113 erreichen wird. Wenn sich von hinten an Pluto annähert ergibt eine Gravitations wechselwirkung die für das 3:2-Verhältnis der Umlaufzeiten beider Planeten verantwortlich ist.

Über Pluto selber ist nur wenig auch weil keine Aufnahmen aus der Nähe wie sie für erdnähere Planeten vorliegen. Mit Durchmesser von lediglich 2390 km ist Pluto kleiner als die 7 größeren Monde im Sonnensystem. Seine Atmosphäre ist sehr Die Annahme dass sie im sonnenfernsten Bahnabschnitt würde konnte bislang nicht bestätigt werden. Aus Vergleich von spektroskopischen Messungen die 1988 und 2002 durchgeführt wurden wäre sogar eine geringe der Atmosphäre abzuleiten.

Aufgrund der stark exzentrischen Bahn und der Kleinheit von Pluto seines Mondes Charon (Mond) nahmen viele früheren Astronomen an sie einst Monde des Neptun gewesen; seine große Bahnneigung von 17° sei ebenfalls Hinweis auf astronomisches Ereignis das den Pluto "befreit" habe.

Heute wird eher die These bevorzugt sei der größte - jedenfalls der hellste Vertreter der Transneptune . Es sind dies tausende Asteroiden (Kleinplaneten und Kometenkerne ) jenseits der Neptunbahn im sogenannten Kuipergürtel . Viele von ihnen wurden offenbar durch äußersten Riesenplaneten Neptun in eine 3:2-Bahnresonanz "eingefangen". Wegen ihrer Pluto ähnlichen Bahnen nennt man sie Plutinos . Mit Methoden der Himmelsmechanik kann man zeigen dass diese langgestreckten Neptun halb- synchronen Umlaufbahnen über Millionen von Jahren stabil Demnach wäre Pluto kein wirklicher Planet. Auch Neptunmond Triton sei ein ehemaliges Mitglied des Kuipergürtels vom Neptun eingefangen wurde.

Überhaupt sind sich Pluto und Triton noch kälter ist) auch vom Aufbau her sehr ähnlich. Somit wäre Pluto (wie Triton) einer eher rötlichen Färbung hat wahrscheinlich Polkappen in Richtung des Äquators dunkler gefärbte Gebiete. würde auch die schwankende Helligkeit erklären. Im hat Pluto einen von einer Eisschicht überzogenen Gesteinskern der ca. 80 Prozent der Masse

Ein ungewöhnlicher Mond

Plutos einziger Begleiter Charon hat einen von etwa 1.200 km und ist damit Vergleich zu Pluto sehr groß. Das System wird aufgrund dieses ungewöhnlichen Größenverhältnisses von ca. auch als Doppelplanet bezeichnet. Der gemeinsame Schwerpunkt liegt außerhalb des Zentralkörpers ein in unserem Sonnensystem Mondsysteme einzigartiges Phänomen. Pluto und Charon umrunden gegenseitig in einem Abstand von ca. 19.600 Als einziger Planet im Sonnensystem hat Pluto satellitengebundene Rotation (Hantelrotation doppelt gebundene Rotation ) d.h. Charon und Pluto haben aufgrund Gezeitenkräfte ihre Eigenrotationen gegenseitig soweit abgebremst daß sich während eines Umlaufs umeinander genau einmal ihre eigene Achse drehen. Sie wenden sich immer die gleiche Seite zu.

Geschichte der Erforschung

Pluto wurde am 18. Februar 1930 auf der Flagstaff - Sternwarte in Arizona durch Vergleich einiger Himmelsaufnahmen Der junge Entdecker Clyde Tombaugh war erst kurz zuvor für die fotografische Suche nach dem legendären Transneptun angestellt worden. Der Marsforscher Percival Lowell hatte lange selbst nach einem solchen gesucht und das " Lowell Observatorium " auf einem Berg bei Flagstaff finanziert. hypothetische "Zehnte Planet" wurde damals für kleine Bahnabweichungen der Uranus und Neptun verantwortlich gemacht.

Nach seiner Entdeckung suchte man nach passenden Namen. Die Bezeichnung "Pluto" wurde von Burney einem 11jährigen Mädchen aus Oxford vorgeschlagen und davor schon einmal 1919 von dem französischen Astronomen Reynaud. Bei Namenswahl dürfte eine Rolle gespielt haben daß das astronomische Symbol aus den Initialen Lowells ließ nachdem zuvor von seiner Witwe (er 1916 gestorben) schon Percival Lowell und sogar Constance (ihr eigener Name) vorgeschlagen worden war.

Aus der beobachteten Helligkeit Plutos (15 m ) und einer plausiblen Annahme für seine (Rückstrahlfaktor des Sonnenlichts) schloss man dass der Himmelskörper etwa Erdgröße habe. Andererseits war es auch in großen Fernrohren unmöglich seinen Durchmesser direkt mikrometrisch zu messen. Daher tauchten bald auf ob seine Gravitationswirkung für die Bahnstörungen verantwortlich sein könne.

Also wurde die Suche nach einem Planeten " Transpluto " schon bald nach Plutos Entdeckung fortgesetzt unter anderem von Clyde Tombaugh selbst. Mit Entwicklung leistungsstarker Teleskope mussten Durchmesser und Masse des Pluto nach unten revidiert werden - zunächst um nach Messungen Mount Palomars auf halbe Erdgröße. Bald scherzte man Pluto bei Extrapolation der Messwerte wohl völlig verschwinden werde. Theorien wurden postuliert: Pluto sei in Wirklichkeit man sehe aber nur einen kleinen hellen auf der Oberfläche.

Die Entdeckung des Charon im Jahr 1978 ermöglichte dann eine genaue Massenbestimmung mittels gravitionellen Dynamik des Systems. Demnach ist Pluto kleiner als der Erdmond aber wesentlich leichter als dieser. Seine Schichten sind vermutlich lockeres Gestein mit großem Anteil von Eis . Durch dessen Helligkeit wurde Pluto um 60 Jahre früher entdeckt als andere sehr gefärbte Transneptune .

Es wird mittlerweile vermutet daß die festgestellten Bahnabweichungen von Neptun und Uranus nicht existieren sondern durch kleine unvermeidliche Messfehler vorgetäuscht wurden.

Die NASA plant unter dem Namen "Pluto Express" "Pluto-Kuiper Express" eine Mission zum Pluto. Diese unter Leitung des Southwest Research Institute durchgeführt werden. Der früheste Starttermin ist Jahr 2006 die geplante Flugdauer ist etwa 10 Ob diese Mission jedoch durchgeführt wird ist vollkommen offen da der Finanzierungsbedarf auf ca. Millionen US-Dollar geschätzt wird.

Ist Pluto wirklich ein Planet?

Seit im September 1992 die Entdeckung hunderter kleiner transneptunischer Objekte jenseits der Plutobahn einsetzte wurde der des Pluto neu bewertet. Heute gilt er Teil des Kuipergürtels und manche Astronomen erwarten dort bald große (aber dunklere) Objekte zu entdecken. Diese hat zu der Debatte geführt ob man noch mit Recht einen Planeten nennen könne.

Die neueste Definition nach der ein ein Körper ist dessen Masse die Gesamtmasse anderen Körper in seinem Bahnbereich übertrifft läßt fraglos zu einem Planetoiden werden denn da Bahn die Neptunbahn kreuzt und er die in Resonanz zu Neptun umläuft gehört er ganz eindeutig in Bahnbereich dieses Gasplaneten besitzt aber nur einen winzigen Bruchteil dessen Masse.

Fast interessanter erscheint uns heute die welchen Einfluss die Objekte des neu entdeckten auf unser Verständnis zu Entwicklung und Dynamik Sonnensystems haben. Es gilt inzwischen als sicher aus diesen fernen eisigen Regionen die meisten Kometen stammen. Sie dürften Restmaterial aus der des Sonnensystems vor etwa 4½ Milliarden Jahren Ende 2003 wurde in doppeltem Abstand von Pluto fast 2000 km großer Himmelskörper entdeckt und der Meeresgöttin der Inuits Sedna genannt. Viele Medien apostrofierten ihn bereits den Zehnten Planeten .

Literatur

  • Alan Stern Jaqueline Mitton: Pluto and ISBN 0-816-518-408
  • J. L. Elliot et al.: The expansion of Pluto's atmosphere Nature 424 165-168 (10 Jul 2003) Letters to

Weblink

  • Erklärung der IAU bezüglich des Planetenstatus von

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Bücher zum Thema Pluto (Planet)

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