Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Als Poeta doctus (lat. gelehrter Dichter ) wird in der Philologie ein Dichter Schriftsteller bezeichnet der in seinen Werken die der Literatur seiner Vorgänger voraussetzt und darauf oder auch unausgesprochen Bezug nimmt. Der Begriff nur für die neuzeitliche Literatur von Bedeutung. der Antike waren alle (heute noch bekannten) gelehrte Dichter die griechischen schon deswegen weil sie auf den Inhalt der homerischen Epen Bezug nahmen diese oft wörtlich und variierten. Die Dichtung der Römer war eine gelehrte Dichtung da sie in ihren nichts anderes als eine Transformation griechischer Dichtung die lateinische Sprache war. In der Neuzeit ins 19. Jahrhundert waren die meisten deutschen Dichter und zwar auch gelehrt in dem Sinne dass sie die der Antike und der deutschen Klassik im aus eigener Lektüre kannten und in ihren Werken weiter verarbeiteten. Poeta doctus werden neuzeitliche dann genannt wenn ihre Werke auf besonders Studien klassischer Vorbilder beruhen was für den nicht ohne weiteres erkennbar sein muss. So man beispielsweise August von Platen einen poeta doctus genannt weil er seinen Gedichten antike Versmaße bis ins einzelne nachbildet. Gleiches gilt etwa für die Gedichte Konstantinos Kavafis oder in der Gegenwart für Gedichte Durs Grünbeins .
Da gelehrte Dichter in der Gegenwartsliteratur rar werden erfährt Begriff poeta doctus heute einen Bedeutungswandel. Im übertragenen Sinne er als allgemeine Bezeichnung für einen Künstler gebraucht der eine zusätzliche akademische/ wissenschaftliche Ausbildung im Kontext seiner Kunst einsetzt. Ursprünglich wurde der Begriff für Literaten bzw. Dichter mit einer zusätzlichen wissenschaftlichen Ausbildung verwendet.