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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 27. Mai 2012 

Polarität (Chemie)


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Der Ausdruck Polarität bezeichnet in der Chemie eine durch Ladungsverschiebung in Atomgruppen entstandene von getrennten Ladungsschwerpunkten die bewirken dass eine nicht mehr elektrisch neutral ist. (siehe auch Pol ) Das elektrische Dipolmoment ist ein Maß für die "Polarität" Moleküles.

Ein polarer Stoff besteht aus polaren Molekülen ein polares Molekül besitzt ein permanentes elektrisches Dipolmoment .
Ein unpolares oder apolares Molekül dagegen besitzt keine permanentes Dipolmoment.

Beispiele:

Polare Moleküle bestehen aus Atomen mit Elektronegativität und haben einen unsymmetrischen Aufbau wie beim Wassermolekül dargestellt.

Das Dipolmoment eines Stoffes bestimmt seine Löslichkeit oder seine Fähigkeit als Lösungsmittel zu wirken. Dabei gilt die Faustregel polare Stoffe in polaren Lösungsmitteln gut in aber schlecht löslich sind. Unpolare Stoffe wiederum in unpolaren Lösungsmitteln (z. B. Benzin Hexan) in polaren aber schlecht löslich sind. Dies von den mittelalterlichen Alchemisten mit der Regel "similia similibus solvuntur" "ähnliches wird von ähnlichem gelöst") beschrieben.

Auch sind viele Salze im polaren Wasser auf Grund ihrer Ionenstruktur gut löslich Stoffe wie Fett oder Wachs dagegen nicht.

Viele Aromastoffe oder Duftstoffe sind z.B. in Wasser nicht löslich werden daher in einem Öl gelöst (z.B. Backöl oder Duftöl) oder in Alkohol deshalb Alkohol auch in vielen Lebensmitteln als Zutat

Ein einfaches Experiment mit dem man kann dass Wasser ein permanentes elektrisches Dipolmoment ist das Folgende:
Man lädt z.B. einen Kunststoffkamm durch Kämmen trockener Haare oder Reiben an einem elektrisch auf. Nun läßt man aus einem einen ganz dünnen Strahl fließen gerade so er nicht abreißt und tropft. Wenn man den Kamm dem Wasserstrahl vorsichtig nähert macht einen Bogen und näherts sich dem Kamm. darf der Wasserstrahl aber den Kamm nicht da der Kamm ansonsten entladen wird.
Die Erklärung für dieses Verhalten ist In dem inhomogenen elektrischen Feld richten sich die Dipole des Wassermolküls aus dass sie zum Kamm hin zeigen. das dem Kamm nähere Molkülende wirkt aufgrund inhomogenen Feldes eine größere anziehende Kraft als abstoßende Kraft auf das andere Molekülende. Insgesamt also eine kleine anziehende Kraft für jedes übrig die dann den Wasserstrahl umlenkt.




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