Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 6. Dezember 2019 

Politeia


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Die Politeia gilt als das herausragende Werk in Platons mittlerer Schaffensphase und gehört zweifelsohne zu wichtigsten Schriften in der Geschichte der Philosophie . Zentrales Thema der Politeia ist die Was ist Gerechtigkeit ?

Inhaltsverzeichnis

Im Dialog auftretende Personen

  • Sokrates
  • Thrasymachos Sophist
  • Glaukon
  • Adeimantos

Aufbau

Die Politeia besteht aus zwei ungleichen Im ersten Buch das ursprünglich als eigenständiger konzipiert war grenzt Platon seine Position von der Sophisten ab. Thrasymachos ein Sophist behauptet das Gerechte nichts anderes als der Vorteil Stärkeren sei. Platon widerlegt dies und auch damit einhergehende Behauptung dass der Ungerechte ein Leben hätte als der Gerechte. Das erste endet jedoch aporetisch d.h. in Ratlosigkeit man hat zwar was Gerechtigkeit nicht ist jedoch keine positive der Gerechtigkeit gefunden.

In den Büchern zwei bis zehn Platon seine Idee der Gerechtigkeit. Mit dem dass sich die Dinge im Großen besser klarer erkennen lassen als bei einem Einzelnen Platon zunächst den gerechten Staat und überträgt gewonnenen Erkenntnisse anschließend auf den Menschen.

Struktur des platonischen Staates

Der Staat entsteht für Platon aus der Arbeitsteilung weil keiner von uns sich genügen kann (siehe auch Autarkie ) er besteht jedoch um eines höheren willen: der Gerechtigkeit. Platons Staat ist gegliedert den Handwerker- und Bauernstand den Stand der und den der Regenten. Die Angehörigen dieser zeichnen sich nach Platon jeweils durch besondere ("Tugenden") aus.

Weil vor der Geburt den Menschen Fähigkeiten zugeteilt wurden (Lachesis-Mythos) entscheiden die Wächter Erzieher früh zu welchem Stand ein Kind wird. Es wird den Eltern weggenommen und völliger Gleichberechtigung von Buben und Mädchen von herangezogen. (Nicht-taugliche Säuglinge werden nach dem Vorbild umgebracht.) Die Regeln der Erziehung werden lange wobei die Ausbildung für die Herrschenden (Wächter am schwierigsten strengsten und längsten ist.

Gerechtigkeit im Staat

Platon fragt nun nach der Gerechtigkeit: seiner Argumentation geht er aus von der Wenn die Stadt richtig angelegt ist dann sie auch vollkommen gut. Vollkommen gut heißt tapfer besonnen und gerecht. Wodurch ist nun Stadt weise zu nennen fragt er. Weise sie durch die Weisheit der Regenten. Tapfer müssen in erster Linie die Wächter sein. ist so lässt Platon Sokrates argumentieren eine von Bewahren nämlich der vom Gesetz durch Erziehung eingepflanzte Meinung über das was man fürchten hat und wie das beschaffen sei.

Besonnenheit ist die Übereinstimmung des von schlechteren und des besseren Teiles in der welcher von ihnen in der Stadt und jedem einzelnen Menschen zu regieren habe. Die muss daher beiden den Regierenden und Regierten der Stadt innewohnen besonders aber den Regierten.

Gerechtigkeit besteht so schließt Sokrates seine nun schlicht darin dass jeder das Seine wenn also der Regentenstand weise ist die tapfer und die Regierten besonnen.

Gerechtigkeit beim Menschen

Mit der Gerechtigkeit des Einzelnen verhält sich analog: Die Seele des Menschen besteht drei Seelenteilen dem vernünftigen ( logistikon ) dem muthaften ( thymoeides ) und dem begehrenden ( epitymetikon ).

Genau wie die einzelnen Stände im müssen auch diese Seelenteil in Harmonie zueinander Der vernünftige Seelenteil muss die anderen durch Weisheit lenken das muthafte Element der Wille durch die Tapferkeit die Beschlüsse des ersten und alle müssen darin übereinstimmen dass der die Regentschaft zukommt.

Philosophenkönige

Wenn nicht entweder die Philosophen Könige werden oder die die man heute Könige nennt und gründliche Philosophen werden und wenn dies in eines zusammenfällt: die Macht in der und die Philosophie [...] so wird es dem Elend kein Ende haben.[...] Denn es schwer einzusehen dass nur in einer solchen das Glück für den einzelnen und die zu finden sein sollte. In diese Worte fasst Platon seine die Philosophen sollten den Staat regieren. Wie er dazu? Platon erklärt dies in mehreren in denen er seine Lehre von den den Urbildern darstellt (siehe auch Ideenlehre Höhlengleichnis ).

Die Welt ist für Platon zweigeteilt eine Welt der Erscheinungen und eine Welt Ideen. Ideen sind die Urbilder die ewig unwandelbar sind und die wirklicher als ihre sind. Die Ideen sind hierarchisch geordnet von Dingen wie der Idee des Stuhl bis zur höchsten Idee des Guten die im der Metapher der Sonne die durch ihr alles bescheint wachsen läßt und das Sehen zugrundeliegt. Ziel des Philosophen ist die Erkenntnis Schau der Ideen. Nur wer diesen schwierigen beschritten hat und am Ende die wahre gesehen hat ist nach Platon in der den Staat zu regieren. Wenn sie das selbst gesehen haben so sollen sie es Vorbild nehmen und danach ihr übriges Leben abwechselnd die Stadt und die Mitbürger und selbst in Ordnung bringen.




Bücher zum Thema Politeia

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Politeia.html">Politeia </a>