Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. In der Mathematik ist ein Polynom eine Summe von Vielfachen von Potenzen Variablen X . In der elementaren Algebra identifiziert man formale Summe mit einer Funktion in X (einer Polynomfunktion ) in der abstrakten Algebra unterscheidet man zwischen diesen beiden Begriffen.
Die a i stammen aus dem Definitionsbereich und werden Koeffizienten genannt. Als Grad des Polynoms wird der höchste Exponent n von x bezeichnet dessen zugehöriger Koeffizient a n nicht null ist. Dieser Koeffizient heißt Leitkoeffizient . Ist der Leitkoeffizient 1 dann heißt Polynom normiert . Der Koeffizient a 0 heißt Absolutglied . Beispielsweise ist 2x³ - 7x² + x ein Polynom vom Grad 3 mit 2 und Absolutglied 0.
Polynome sind von besonderer Bedeutung weil die einfachsten Funktionen bilden die insbesondere leicht differenzieren und integrieren sind. Daher gibt es viele (erfolgreiche) komplexere Funktionen durch Polynome anzunähern (siehe z.B. Taylor-Formel ).
Die Nullstellen von Polynomen ersten zweiten und vierten Grades lassen sich mit Formeln berechnen (z.B. pq-Formel ). Polynome höheren Grades lassen sich nur Spezialfällen exakt faktorisieren.
wobei die Koeffizienten a i aus einem Ring R stammen und X ein formales Symbol ist.
Zwei Polynome sind genau dann gleich sie in allen Koeffizienten übereinstimmen. Polynome werden addiert und die Multiplikation ergibt sich mit Distributivgesetz aus den Regeln
X · a = a · X für a aus R
X m · X n = X m + n für natürliche Zahlen m n .
Stellt man Polynome durch die Folge ihrer Koeffizienten dar dann ist das zweier Polynome die Faltung ihrer Koeffizientenfolgen.
Indem man an Stelle von X ein Element x des Rings R einsetzt erhält man ein Element f ( x ) von R als Bild. Diese Zuordnung x -> f ( x ) ist eine Funktion von R nach R die von f induzierte Funktion eine Polynomfunktion .
Zum Beispiel ist
f = X 2 + 1
ein Polynom mit Koeffizienten in Z . Dagegen ist
f ( x ) = x 2 + 1 x aus Z
eine Funktion von Z nach Z .
Für Polynome über den reellen oder Zahlen gibt es eine eineindeutige Zuordnung zwischen und Polynomfunktionen; stammen die Koeffizienten jedoch aus endlichen Ring dann gibt es verschiedene Polynome dieselbe Funktion induzieren: Z.B. induzieren f = X 2 + 1 und g = 0 auf dem Restklassenring Z /2 Z dieselbe Funktion f ( x ) = g ( x ) = 0.
Die Menge aller Polynome mit Koeffizienten einem Ring R und der Unbestimmten X bezeichnet man als R [ X ]. Sie ist mit der oben angegebenen und Multiplikation ein Ring der so genannte Polynomring über R .
Auch die Menge der Polynomfunktionen über Ring R bildet einen Ring der jedoch nur betrachtet wird. Es gibt einen natürlichen Ring- Homomorphismus von R [ X ] in den Ring der Polynomfunktionen dessen Kern die Menge der Polynome ist die Nullfunktion induzieren.
Für weitere Informationen siehe den Artikel Polynomring .