Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Der Poststrukturalismus ist eine geisteswissenschaftliche Denkrichtung die sich auf den Strukturalismus bezieht. Sie weist einerseits den Strukturalismus bleibt andererseits jedoch mit ihm verbunden.
Die Dekonstruktion ist keine Methode sondern Jacques Derrida eine Praxis. Dies bedeutet sie muss dem jeweiligen Gegenstand immer anders verfahren und nicht immer gleich anwendbar. Dennoch kann man gesagt zwei Bewegungen ausmachen: Die erste ist Umkehrung z.B. von binären Unterscheidungen die zweite Verschiebung der ganzen Logik. Bliebe man bei ersten Bewegung stehen würde wieder eine neue aufgebaut darum betont Derrida dass die zweite der Verschiebung unbedingt notwendig ist. Hinzu kommt eine Dekonstruktion eigentlich nie abgeschlossen ist da immer wieder binäre Logiken herstellen. Interessant ist Praxis der Dekonstruktion nicht nur wenn man auf Texte (im geläufigen Sinn) anwendet sondern für sozialwissenschaftliche Theorien die sich mit Identitäten Identifizierungen beschäftigen wie zum Beispiel die queer oder die feministischen Theorien ( Judith Butler ) oder Kulturtheorien. Hier werden anhand der der Dekonstruktion die Stabilitäten und Wesenheiten von hinterfragt und man sucht nach neuen politischen
Vielfach wird der Dekonstruktion auch eine Komponente zugesprochen da sie die Beziehung zum eröffnet zu einem bislang Ungedachten oder Ausgeschlossenen. Ethik der Dekonstruktion geht mit ihrem Ethikbegriff auf die Philsophie von Emmanuel Lévinas .
Literatur:
Stephan Moebius 2003: Die soziale Konstituierung Anderen. Grundrisse einer poststrukturalistischen Sozialwissenschaft nach Lévinas Derrida. Frankfurt/New York: Campus