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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 19. Juni 2013 

Posttraumatische Belastungsstörung


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Inhaltsverzeichnis

Definiton

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine Störung ( Trauma ) auf der Grundlage einer intensiv erlebten beobachteten Situation welche die individuellen Bewältigungsstrategien der Person deutlich überfordert hat. Die PTBS ist eine der möglichen Folgereaktionen auf z.B. sexuellen Missbrauch Vergewaltigung Krieg Katastrophen aller Art Diagnose von Krankheiten etc.Außerdem finden sich entsprechende auch bei einer Reihe von außergewöhnlichen Erfahrungen satanisch-rituellem Missbrauch oder der Entführung durch Außerirdische .

Analog zum Begriff Posttraumatische Belastungsstörung wird Posttraumatische Belastungsreaktion verwendet. Englisch: post traumatic stress

Die psychologisch-psychiatrische Diagnose wurde 1980 erstmals das auch international bedeutsame US-amerikanische psychiatrische Diagnose-Manual aufgenommen.

Nach dem ICD-10 hat die PTBS den Code F

Häufigkeit

Ob eine PTBS auftritt ist stark von der Art des erlebten Traumas .

  • ca. 15 Prozent bei schweren Erkrankungen Krebs)
  • ca. 20 Prozent bei Kriegs- Gefangenschafts- Unfallopfern
  • ca. 25 Prozent bei Gewaltverbrechen
  • ca. 50 Prozent nach Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch

Symptome

Symptome können sowohl direkt nach Erleben Traumas aber auch mit Verzögerung von vielen nach auftreten.

Symptome sind z.B.:

Bei Kindern

  • stark sexualisiertes Verhalten
  • nicht altersgemäßes sexuell geprägtes Spiel
  • aggressive Verhaltensmuster

Therapie

Eine Psychotherapie ist auf jeden Fall zu empfehlen! schwerer Traumatisierung kann eine stationäre Traumatherapie sinnvoll

Im englischsprachigen Raum erfolgte die Behandlung den neunziger Jahren häufig im Rahmen des Recovery-Paradigma mittels Regressionshypnose ; heute ist dieses Verfahren der Rückerlangung Erinnerungen an das traumatische Ereignis umstritten.

Auf jeden Fall sollte sichergestellt werden die betroffene Person keinen weiteren Traumaeinwirkungen ausgesetzt

Literatur

Kinzie David J.; Goetz Rupert R. A. Century of Controversy Surrounding Posttraumatic Stress-Spectrum The Impact on DSM-III and DSM-IV. In: of Traumatic Stress 9(2) S. 159-179.

Laibow Rima E.; Laue Shaffia (1993): Stress Disorder in Experienced Anomalous Trauma. In: Handbook of Traumatic Stress Syndroms Hrsg. John Wilson und Beverly Raphael New York: Plenum S. 93-103.

Nash Michael R. (1994): Memory Distortion Sexual Trauma: The Problem of False Negatives False Positives. In: International Journal of Clinical Experimental Hypnosis 42 S. 346-362.

Schetsche Michael (2003): Trauma im gesellschaftlichen Deutungsmuster Akteure Öffentlichkeiten. In: Trauma und Traumafolgen ein Thema für die Jugendhilfe Hg. Bundesarbeitsgemeinschaft Kinderschutz-Zentren e.V. Köln: Eigenverlag S. 7-32

Streeck-Fischer Anette; Sachsse Ulrich; Özkan Ibrahim Perspektiven der Traumaforschung. In: Körper Seele Trauma. Klinik und Praxis Hrsg. Anette Streeck-Fischer Ulrich und Ibrahim Özkan Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 12-22.

van der Kolk Bessel A.; Weisaeth van der Hart Onno (2000): Die Geschichte Traumas in der Psychiatrie. In: Traumatic Stress und Behandlungsansätze Hrsg. Bessel A. van der Alexander C McFarlane und Lars Weisaeth Paderborn: S.71-93.

Wilson John P. (1992): Post-traumatic Stress (PTSD) and Experiences Anomalous Trauma (EAT): Similarities Reported UFO Abductions and Exposure to Invisible Contaminants. In: Anomalous Experience & Trauma. Current Research and Clinical Perspectives Hrsg. Rima E. Robert N. Sollod und John P. Wilson. York: TREAT S. 31-45.




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