1841 extrahierte Mosander die seltene Erde Didym Lanthanoxid. 1874 bemerkte Per Teodor Cleve dass es eigentlich um zwei Elemente handelte und 1879 isolierte Lecoq de Boisbaudran Samarium aus Didym das er aus dem Samarskit gewann. 1885 gelang es Carl Auer von Welsbach Didym in Praseodym und Neodym zu die beide Salze mit verschiedenen Farben zeigten.
Wie bei allen Lanthoiden werden zuerst Erze durch Flotation angereichert danach werden die Metalle in Halogenide umgewandelt und durch fraktionierte Kristallisation Ionenaustausch Extraktion getrennt. Das Metall wird durch Schmelzflusselektrolyse oder Reduktion mit Calcium gewonnen.
Natürliches Praseodym besteht nur aus dem Isotop Pr-141. 38 weitere radioaktive Isotope sind bekannt wobei Pr-143 und mit einer Halbwertszeit von 13.57 Tagen bzw. 19.12 Stunden stabilsten sind. Alle anderen Isotope haben Halbwertszeiten weniger als 5.985 Stunden die meisten sogar als 33 Sekunden. Es gibt auch 6 Zustände wobei Pr-138m (t ½ 2.12 Stunden) Pr-142m (t ½ 14.6 Minuten) und Pr-134m (t ½ 11 Minuten) die stabilsten sind.
Die Isotope bewegen sich einem Atomgewichtsbereich von 120.955 amu (Pr-121) bis 158.955 (Pr-159).
Praseodym tritt in seinen Verbindungen drei- vierwertig auf wobei die dreiwertige Oxidationsstufe die häufigere ist. Pr(III)-Verbindungen sind gelbgrün farblos.
Bekannt sind von beiden Stufen mehrere Halogenide (z.B. PrF 3 PrF 4 PrCl 3 PrBr 3 PrI 3 ) Pr 2 I 5 . Es gibt auch diverse Verbindungen mit Chalkogenen (PrO 2 Pr 2 O 3 Pr 2 S 3 Pr 2 Te 3 ) und andere binäre Verbindungen wie PrN Pr(NO 3 ) 3 . Außerdem bildet es mehrere Fluorokomplexe.
Wegen seiner Luftempfindlichkeit sollte Praseodym unter Benzin oder in Plastik oder Glas versiegelt werden. Biologische Bedeutung ist keine bekannt. Praseodymverbindungen aber leicht leberschädigend wirken. Es gibt aber keine Toxizitätswerte.