Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 23. Februar 2020 

Preiselastizität


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Die Preiselastizität (nach Alfred Marshall ) der Nachfrage (oft kurz Nachfrageelastizität ) gibt an wie stark sich eine eines Produktes (oder einer Dienstleistung) auf die auswirkt.

Die Preiselastizität (PE) ist definiert als Mengenänderung dividiert durch relative Preisänderung':

 (Q2 - Q1) / Q1 PE ---------------- (P2 - P1) / P1  

Bei der Interpretation der Preiselastizität wird meist negative Vorzeichen vernachlässigt und nur der absolute Betrag herangezogen:

  • |PE| > 1: Die Nachfrage ist elastisch elastic demand ); eine Preisänderung bewirkt eine überproportionale Mengenänderung
  • |PE| = 1: Die Nachfrage isoelastisch ( isoelastic demand ); eine Preisänderung bewirkt eine relativ gleich Mengenänderung
  • |PE| < 1: Die Nachfrage ist unelastisch inelastic demand ); eine Preisänderung bewirkt eine unterproportionale Mengenänderung

In Ausnahmefällen kann die Preiselastizität der aber auch positiv sein. Dies ist beispielsweise Fall wenn mit einem steigenden Preis eine Exklusivität des Gutes assoziiert wird ( Snob-Effekt demonstrativer Konsum ) oder wenn aus der Erhöhung des auf eine bevorstehende Verknappung des Gutes geschlossen ( Angstkäufe ). Siehe dazu auch Giffen-Paradoxon .

Beim Wettbewerb um die genaueste Einschätzung Kundenverhaltens im Marketing dient die Beobachtung der Preiselastizität dazu strategische Preispolitik zu gestalten. Im Gegensatz zu operativen die beispielsweise dem kurzzeitigen Abverkauf von Saisonware oder der Führung von Wettbewerbsaktionen dienen die Kenntnis der Preiselastizität im Markt eine strategische Bedeutung. Es wird unter erfasst ab welchem Marktpreis eine Erhöhung der die abgesetzte Menge so stark senkt dass Gesamtumsatz geringer ist als vor der Preiserhöhung.

Die Preiselastizität kann als Kennzahl auch für das Controlling im Unternehmen angewendet werden um die der eigenen Preise bei Nachfrageschwankungen zu erfassen.

Beispiel

Sollte bei einer angenommenen Preissenkung von die Nachfrage um 20% steigen so liegt Preiselastizität von 20%/-10% = -2 vor. Der Betrag von -2 also 2 ist größer als 1 und somit ist die Nachfrage elastisch oben).

Ändert der Kunde aufgrund einer Preisänderung Nachfrage überproportional stark beispielsweise um beim Wettbewerber kaufen (aufgrund von Preissteigerungen) bzw. "Hamsterkäufe" zu (aufgrund von Preissenkungen) spricht man von einer preiselastischen Nachfrage. Umgekehrt wird bei sprödem sich veränderndem Nachfrageverhalten infolge einer Preisverschiebung (vor allem schwer zu ersetzenden Gütern) von einer preisunelastischen Nachfrage gesprochen.

Weblink

siehe auch: Einkommenselastizität Kreuzpreiselastizität



Bücher zum Thema Preiselastizität

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Preiselastizit%E4t.html">Preiselastizität </a>