Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 27. Mai 2012 

Pressegeschichte


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Die Presse ist das älteste der Massenmedien .

Inhaltsverzeichnis

Wurzeln und Ursprünge (12.-15. Jhd.)

Ursprung der Presse ist die gesprochene gesungene Kommunikation von fahrenden Spielleuten wie z.B. Walther von der Vogelweide .

Seit ca 1380 berichten Kaufmannsbriefe neben privaten und geschäftlichen auch über Politik und Wissenschaft. Berühmtes Beispiel die Fuggerzeitungen.

Im 14. Jahrhundert entwickelt sich der Begriff der "Zeitung" Kölner Raum aus dem "zidunge" das für "Neuigkeit" stand.

1445 wird mit der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern durch den Mainzer Gensfleisch zur Lade - auch Johannes Gutenberg genannt - die Grundlage zur Massenverbreitung Presseerzeignissen gelegt.

Erste Anfänge der perdiodischen Presse (16.-18. Jhd.)

1502 Die newe zeytung eine Nachrichtenzusammenstellung erscheint.

1597 wird die erste Monatsschrift in Rorschach Bodensee herausgegeben als Nachfolger der Flugschriften bzw. Einblattdrucke auf denen bislang Neuigkeiten angezeigt wurden.

1605 erscheint mit der Relation in Straßburg die erste Zeitung; damit gilt Deutschland Ursprungsland der Zeitung. Weitere erscheinen in Basel Berlin (1617) London (1621) und Paris (1631).

1650 erscheint in Leipzig mit den "Einkommenden Zeitungen" zum ersten eine Tageszeitung mit sechs Ausgaben pro Woche.

Im 17. Jahrhundert erscheinen über 200 meist kurzlebige Zeitungen Durchschnittsauflage von 300 Exemplaren deren Ausbreitungsbereich sich Verlesen wesentlich erweitert.

Im 18. Jahrhundert gibt es ca. 300 Zeitungen wobei Hamburgische Unpartheyische Correspondent die höchste Auflage 30.000 hat. Die Presse unterliegt landesfürstlicher Zensur .

1703 wird in Wien die Wiener Zeitung gegründet die älteste noch bestehende deutschsprachige 1780 in der Schweiz die Neue Zürcher Zeitung . 1788 The Times in London .

Der Weg zur modernen Presse (ab 19.

1819 schreiben die Karlsbader Beschlüsse die Pressezensur fest.

1848 wird die Pressefreiheit durch die Paulskirchen -Verfassung erstmals gesetzlich verankert. Es kommt zwar darauf zu einem Rückfall in vormärzliche Methoden Stempelsteuer ...) aber die alte Pressekontrolle konnte wiederhergestellt werden.

1874 wird die Pressefreiheit im Reichspressegesetz endgültig

Im 19. Jahrhundert entwickelt sich die Partei- -und Gesinnungspresse sowie eine Massenpresse.

Ende des 19. Jahrhunderts entstehen die Pressekonzerne: Mosse Ullstein und Scherl.

Während des Zweiten Weltkrieg es wird die Pressefreiheit aufgehoben und eine strenge Militärzensur ersetzt.

1916 Alfred Hugenberg gründet den ersten Zeitungskonzern und schafft den Kauf des Scherl-Verlags und der Ufa 1927 den ersten Medienkonzern.

Die Weimarer Republik gewährleistete in ihrer Reichsverfassung 1919 zwar die Meinungsfreiheit als Individualrecht enthielt aber nicht zur

Die Republikschutzgesetze von 1922 und 1930 sowie die Notverordnungen von 1931 und 1932 führen zu zahlreichen Zeitungsverboten.

1932 gibt es in Deutschland 4702 Zeitungen insgesamt 25 Millionen.

Presse im Nationalsozialismus

1933 die Gleichschaltung der Presse unter dem nationalsozialistischen Regime Die Zahl der Tageszeitungen sinkt bis 1937 rund 2500 und bis Oktober 1944 auf In den letzten Kriegswochen kommt es zu Zeitungsschließungen.

Im März 1933 wird das Propagandaministerium unter Leitung Joseph Goebbels geschaffen das unter anderem für die und Überwachung der Presse zuständig ist.

Ab Jahresanfang 1934 wurde durch das Schriftleitergesetz der Beruf des Journalisten beschränkt: nur die politischen und rassischen Voraussetzungen erfüllte durfte

Presse in der Bundesrepublik Deutschland

1945 schaffen die Siegermächste durch ihre Lizenzpolitik Grundlage für das Pressewesen sowohl in der als auch in der DDR . Fast alle traditionellen Tageszeitungen müssen auf der Besatzungsbehörden schließen einige wenige können lediglich einige Tage wieder erscheinen. Stattdessen bekommt eine Zahl von neuen Zeitungen die nun notwendige zum Erscheinen. Die meisten Journalisten die zwischen und 1945 bei den Medien gearbeitet haben wegen ihrer Verquickung mit dem NS-Staat vorläufig Berufsverbot.

1946 wird der Axel-Springer-Verlag gegründet.

1947 erscheint das Nachrichtenmagazin Der Spiegel erstmalig.

Am 20. September 1949 wird die Generallizenz erteilt und nun jeder eine Zeitung gründen. Die meisten danach Presse wird von den sogennanten Altverlegern gegründet von jenen die während des 3. Reiches Zeitung oder Zeitschrift herausgegeben hatten und deshalb von den Lizenzen ausgeschlossen waren. Kurz darauf Frankfurter Allgemeine Zeitung .

1952 Die Bild-Zeitung erscheint.

Die Zeit von 1949 bis 1954 wird von dem Verdrängungswettbewerb der Zeitungen der Lizenzphase mit der Presse der Altverleger Meistens müssen letztere wieder aufgeben da sich Lizenzpresse meist bereits eine treue Leserschaft aufbauen

Ab 1954 tritt eine starke Pressekonzentration ein die die Zahl der kleineren Lokalzeitungen dezimierte und Stellung der großen Verlage erheblich verbesserte. Die der Ein-Zeitungs-Kreise verdoppelte.

1956 wird der Deutsche Presserat gegründet.

1968 nach dem auf den Studentenführer Rudi Dutschke verübten Attentat erfolgen Studentenunruhen gegen Springer .

1974 wird der Entwurf eines Presserechts-Rahmengesetzes vorgelegt aber nie realisiert werden wird.

1976 ist der Prozess der Pressekonzentration weitgehend und bis zur Wiedervereinigung hat sich die größen- und zahlenmäßige der Presselandschaft nicht mehr tiefgreifend verändert.

1978 erscheint " Die tageszeitung " (taz).

Die Presse nach der Wiedervereinigung

1991 kümmert sich die Treuhandanstalt um den Verkauf der ostdeutschen Zeitungen Zeitschriften da sich diese während der DDR im Besitz von Parteien (meist SED) und befanden. Den Zuschlag bekommen fast ausschließlich westdeutsche und da die ehemals führenden Tageszeitungen der die SED-Bezirkszeitungen nicht aufgeteilt wurden blieb deren Stellung in Ostdeutschland erhalten.

1993 erscheint das Nachrichtenmagazin " Focus ".

Literatur

  • Pürer Heinz / Raabe Johannes: Medien Deutschland. Band 1: Presse. UVK Medien Konstanz
  • Noelle-Neumann Elisabeth / Schulz Winfried / Jürgen (Hrsg.): Fischer Lexikon Publizistik Massenkommunikation. Frankfurt




Bücher zum Thema Pressegeschichte

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Pressegeschichte.html">Pressegeschichte </a>