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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 19. Dezember 2014 

Psychoanalyse


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Inhaltsverzeichnis

Kurze Zusammenfassung

Die Psychoanalyse ist ein von Sigmund Freud entwickeltes Untersuchungsverfahren seelischer Vorgänge mit dem die nicht bewusste Bedeutung von Worten Handlungen Vorstellungen zu ergründen. Psychoanalyse ist ebenfalls Therapiemethode Störungen.

Im Rahmen der Therapie auch Psychoanalyse oder Analyse genannt wird versucht die Widerstände Übertragungen oder geheimen Wünsche des Patienten durch Deutung offenzulegen klarzumachen und damit aufzulösen. Schließlich die Psychoanalyse ein mehrschichtiges System von Theorien Auswirkungen unbewusster psychischer Abläufe auf das Fühlen Denken und Handeln von Menschen. Die Bausteine dieser Theorien aus der Untersuchung seelischer Vorgänge und der psychischer Störungen.

Gegenstand psychoanalytischer Untersuchungen sind daneben Phänomene der kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung.

Die Psychoanalyse Freuds fand auch viele darunter seine ehemaligen Mitarbeiter Alfred Adler Carl Gustav Jung und Wilhelm Reich . Einige Thesen Freuds ( Penisneid und Todestrieb ) gelten heute als Relikt der pessimistisch Weltanschauung des ausgehenden 19. Jahrhunderts . Die ehemalige Psychoanalytikerin Alice Miller wirft in ihren neueren Veröffentlichungen der vor dem Missbrauch von Kindern gegenüber einen blinden Fleck zu haben.


Die Entstehung der Psychoanalyse

Mit dem 14 Jahre älteren Wiener Josef Breuer wandte Freud in seiner 1886 eröffneten nervenärztlichen Praxis neben Elektrotherapie auch Hypnose an. Das war für ihn eine zum Unbewussten die Verdrängtes und Vergessenes als Ursache für spätere zugänglich machten sollte. Breuer ruft Freud 1892 zu einem Fall der unter dem Pseudonym Anna O. (Bertha Pappenheim) in die Annalen der Psychoanalyse eingehen sollte: Eine Patientin die bis einen völlig geschlechtslosen Eindruck auf die beiden gemacht hatte zeigte alle Symptome eines (hysterischen) zeigte worauf Breuer erschreckt fluchtartig das Haus Freud unter dem Eindruck dieser Behandlung: "So wurde ich dazu geführt die Neurosen allgemein als Störungen der Sexualfunktion zu erkennen zwar die so genannten Aktualneurosen als direkten Ausdruck die Psychoneurosen als psychischen Ausdruck dieser ... (Freud S. [1930] 1982 Bd. 220).

Entwicklung der Psychoanalyse aus der Hypnose:

  1. Hypnose mit Zielsuggestionen (mit hypnotischem Auftrag)(1887 [1950] an Fließ Brief Nr. 2. In Aus den Anfängen der Psychoanalyse
  2. Hypnose mit dem analytischen Ansatz: Das Wachrufen Erinnerungen mit Katharsis (1889).
  3. Hypnose mit Einsicht durch Interpretation (1892).
  4. Freie Assoziation und Traumdeutung mit Einsicht durch und Analyse von Übertragung und Widerstand (1912). Frank & Frank 1977 S. 63).

Die Hypnose als Behandlungsform wurde aber folgenden Gründen nach und nach aufgegeben:

  • Nur ein Teil der Menschen ist hypnotisierbar.
  • Heilungserfolge waren begrenzt
  • Traumatisierende Erfahrungen die unter Hypnose zugänglich waren von den Patienten außerhalb der Hypnose nicht werden.

Nicht nur in der Behandlung auch der theoretischen Erklärung für psychische Erkrankungen vollzieht nach der Frühphase der Psychoanalyse eine tiefgreifende Änderung. So hat er ca. 1897 die so genannte Traumatheorie verfochten. In Praxis kamen im Laufe der Behandlung eine Anzahl von sexuellen Missbrauchsgeschichten zum Vorschein. Freud unter dem Eindruck der überaus zahlreichen Berichte Patienten die solche Erfahrungen gemacht hatten eine die Theorie dass die psychischen Erkrankungen hauptsächlich psychosexuelle Traumatisierungen zurückzuführen seien. In allgemeiner Form man die Erklärung für psychische Erkrankungen aus genannten Traumatisierungen (nicht nur sexueller Art) die

Vielfach werden heute zwei Formen von Erfahrungen in der Kindheit angenommen:

  1. Traumatische Erfahrungen dass heisst: einzelne oder wiederholt Erfahrungen und Erlebnisse die durch Inhalt und für das Kind nicht verarbeitbar sind (z.B. Erfahrungen schwerer körperlicher Misshandlungen). Das führt zu so genannten Traumata-Neurosen.
  2. Die eher schleichenden Dauerschädigungen durch das Milieu Beispiel Familien in denen über Gefühle nicht wird Familien in schwierigen sozialen Verhältnissen Armut führen zu so genannten Milieuneurosen.

Um im puritanischen Wien der Jahrhundertwende nicht zu sehr ins gedrängt zu werden um die Psychoanalyse berufspolitisch noch mehr zu isolieren und wohl auch persönlichen Gründen (Freud ging eine Zeitlang davon von seinem Vater sexuell stimuliert worden zu sein eine Ansicht die später wieder aufgab wohl weil sie für alleine nicht verarbeitbar war) wandte er sich dieser Auffassung ab (von Einzelfällen abgesehen) und mehr die Triebkonflikte in der individuellen psychosexuellen als krankheitsverursachend. Dies ist die Basis der genannten Triebtheorie .

Libido meint bei Freud keine wie bei allgemeine biologische Lebensenergie sondern eine psychische Energie Sexualtriebes.

Die Triebentwicklung (Libido-Entwicklung) verläuft in drei

  • 0 - 1 Jahre: Orale Phase;
  • 1 - 3 Jahre: Anale Phase;
  • 3 - 6 Jahre: infantil-genitale (ödipale phallische)

Diese drei Phasen bezeichnen gleichzeitig drei der Triebentwicklung der frühkindlichen Aufmerksamkeit und der Sexualität. Die ersten beiden verschwinden nacheinander bzw. teilweise in die erwachsene Sexualität ein. Es eins der großen Verdienste Freuds zu erkennen der Mensch von Geburt an ein sexuelles ist.

In der Triebtheorie kommt es zu Verhalten und Ansprüchen die auch unter gesunden an bestimmten Punkten mit der Realität in geraten und weitere Entwicklung bzw. Verzicht einleiten. beobachtet man zum Beispiel häufiger dass in ödipalen Phase Söhne zu ihren Müttern sagen: "Wenn ich groß bin heirate ich dich!" selbst wenn der Vater daneben steht. Vater als Rivale wird anfangs geleugnet später Durch die wachsenden Fähigkeiten die Realität korrekt und durch die Präsenz des Vaters kommt dann zum Verzicht auf diese Wünsche. (Dasselbe in umgekehrter Weise natürlich auch für Töchter Bezug auf ihren Vater.) Unter pathologischen Bedingungen Beispiel durch einen überaggressiven Vater oder eine inzestuöse Mutter kann hier aber auch der einer späteren Störungen mehr oder minder schwerer gelegt werden. Es gibt eine Vielzahl möglicher Konstellationen und Bedingungen in der Familiensituation und genauso große Zahl von Folgen auf die des Kindes.

Die Triebtheorie birgt leider die Gefahr dem "Kind als Opfer" das "Kind als zu machen. Auch wenn natürlich Kinder verführende in bestimmten Phasen haben so gehört dies gesunden Entwicklung und es ist Sache der damit verantwortungsvoll umzugehen und diese Verhaltenszüge nicht eigene ungestillte Bedürfnisse zu missbrauchen. Dabei kann Missbrauch oft sehr unterschwellig ablaufen ohne dass zu sexuellen Kontakten im direkten Sinne kommt oft reichen auch von den Eltern erotisch Phantasien bzgl. ihrer Kinder die atmosphärisch in Eltern-Kind-Interaktion eingehen um die Kinder schwer in Entwicklung zu schädigen. Generell kommt es in triebtheoretisch ausgerichteten Analysen eher vor dass das Patienten in ihrer Kindheit an schlimmen Erfahrungen alltäglichen Belastungen erlitten haben zu kurz kommt triebtheoretisch begründeten Konflikten. Wobei der Triebtheorie das Verdienst zukommt in den unterschiedlichen typische und häufig auftretende Konfliktmuster erstmals systematisch gemacht zu haben. Man kann diese Theorie nutzen um die Auswirkungen von Traumata auf psychosexuelle Entwicklung besser zu verstehen. Dabei kann trotzdem das Kind im Patienten als Opfer familiären Entgleisung ansehen dessen Anwalt der Analytiker der Behandlung sein sollte.


Psychoanalytische Entwicklungspsychologie - Die Phasenlehre

  • 1 bis 9 Monate: Oral-Inkorporative Phase;
  • 6 bis 12 Monate: Oral- Sadistische Phase;
  • 9 bis 15 Monate: Anal-Sadistische Phase;
  • 12 bis 18 Monate: Anal-Retentive Phase;
  • 17 bis 60 Monate: Phallische (genitale oder Phase.

Der Ausgang der oralen Phase prägt die Lebenseinstellung mit konkret: optimistische-pessimistische Geselligkeit. Heutzutage wird nicht mehr schematisch die der Stillzeit als determinierender Faktor angesehen sondern ausreichende Maß an Zuwendung das affektive Klima Mutter und Kind und der Grad an und Intimität der zustande kommt auch die des Abstillens spielt eine wichtige Rolle.

Der Ausgang der analen Phase ist entscheidend für die Dimension Spontaneität-Impulsivität. kann eine überrigide verfrühte Sauberkeitserziehung zur Ausbildung von Freud so beschrieben analen Triade beitragen: Geiz Ordnungsliebe und Eigensinn .

Orale Phase: Optimismus - Depression /Misstrauen; Anale Phase: Autonomie - Scham / Zwang ; Spontaneität - Zwanghaftigkeit; Genitale Phase: Initiative - Kastrations-Angst/ Schuld /Psychosexuelle Unsicherheit.

Zu Beginn seines Lebens sei das nach Freud "polymorph-pervers" was nicht abwertend sondern gemeint ist dass die sexuellen Triebkräfte noch unorganisiert und nicht in einer stabilen Geschlechtsidentität sind. Die Libidotheorie postuliert verschiedene Partialtriebe (orale und phallische) die mit der psychosexuellen Reifung unter das Primat des Genitalen integriert werden.


Psychoanalytische Triebtheorien

Freud revidierte seine Theorie der Triebe

Erste Phase 1905 - 1914: Dualistisches Modell: "Von besonderer Bedeutung für unseren Erklärungsversuch ist unleugbare Gegensatz zwischen Trieben welchen der Sexualität Gewinnung sexueller Lust dienen und den anderen die Selbsterhaltung des Individuums zum Ziele haben Ich-Trieben." (Freud [1910] 1982 209). Ich-Triebe oder Triebtypus dessen Energie das Ich im Abwehrkonflikt Die Ich-Triebe funktionieren nach dem Realitätsprinzip. Sexualtriebe Die Energie der Sexualtriebe ist die Libido. Libido kann gemäß ihres Besetzungsobjektes in Ich-Libido Objektlibido unterteilt werden.

Zweite Phase 1914 - 1915: Kein dualistisches Triebmodell stattdessen nimmt Freud dieser Phase einen libidinösen Trieb an der zwei Ausprägungen erscheint in einer aggressiven und im weitesten Sinne sexuellen Form. Dritte Phase 1920: Eros und Todestrieb. Trieb werden durch Qualitäten "Quelle" "Objekt" "Ziel" und "Drang" beschrieben.


Der "Trieb" bei Freud

"Unter einem Trieb können wir zunächst nichts anderes verstehen die psychische Repräsentanz einer kontinuierlich fließenden innersomatischen zum Unterschiede vom Reiz der durch vereinzelte und von außen Erregungen hergestellt wird. Trieb ist so einer Begriffe der Abgrenzung des Seelischen vom Körperlichen. (Freud S. [1905] 1982 Bd. 5 Freud beschreibt hier den Trieb als psychische jedoch ist sein Triebkonzept äußerst schwankend uneinheitlich von ständigen Umformulierungen gekennzeichnet. So steht auch folgende Zitat im Widerspruch zu diesem indem den Trieb auf der somatischen Ebene ansiedelt: ökonomische Betrachtung nimmt an dass die psychischen der Triebe mit bestimmten Quantitäten Energie besetzt (...)." (Freud S. [1926] 1960 Bd. 14

Wilhelm Reich hat diese zweite Auffassung folgendermaßen umschrieben: "Es ist vollkommen logisch dass der Trieb nicht bewusst sein kann denn er ist was uns regiert und beherrscht. Wir sind Objekt. Denken wir an die Elektrizität. Wir nicht was und wie sie ist. Wir sie nur an ihren Äußerungen am Licht am elektrischen Schlag. Die elektrische Welle kann wohl messen doch auch sie ist nur Eigenschaft dessen was wir Elektrizität nennen und nicht kennen. So wie die Elektrizität messbar durch ihre Energieäußerungen so sind die Triebe durch Affektäußerungen erkennbar." (Reich W. 1972 33). Aber auch die Frage ob sich das Konstrukt Trieb einer dieser Ebenen zuschreiben lässt wird von widersprüchlich behandelt. "Wir können dem 'Trieb` nicht ausweichen als Grenzbegriff zwischen psychologischer und biologischer Auffassung." (Freud S. [1913] 1960 Bd. 8 Diese Äußerung widerspricht den Vorangegangenen indem hier wird dass der Trieb eben nicht der oder psychischen Ebene zugesprochen werden kann sondern Grenzbegriff ist.

Freud beschreibt die zentralen Qualitäten des wie folgt: "Die Quelle des Triebes ist ein erregender in einem Organ und das nächste Ziel Triebes liegt in der Aufhebung des Organreizes" (Freud S. [1905] 1982 Bd. 5 "Auf dem Wege von der Quelle zum wird der Trieb psychisch wirksam. Wir stellen vor als einen gewissen Energiebetrag der nach bestimmten Richtung drängt. (...) Das Ziel kann eigenen Körper erreicht werden in der Regel ein äußeres Objekt eingeschoben an dem der sein äußeres Ziel erreicht; sein inneres bleibt Mal die als Befriedigung empfundene Körperveränderung." (Freud S. [1933] 1982 Bd. 1

Auslöser ist also ein interner Reiz der eine gewisse als unangenehm empfundene Triebspannung weckt. Diese Spannung weckt den Wunsch Verminderung derselben durch Befriedigung am Triebziel meist dem Objekt. Für diese Aufgabe der Trieb einen gewissen Energiebetrag zur Verfügung. ist wichtig dass der Mensch dem Triebreiz einem inneren Reiz nicht wie meist einem Reiz ausweichen kann. Er kann deshalb der nicht entgehen ohne den Trieb zu befriedigen er die Triebbefriedigung auch eine zeitlang aufschieben Je länger der Aufschub je größer wird aversive Spannung und der Wunsch nach Triebbefriedigung. Qualität des Triebes wird durch sein Triebziel In die Haupttriebe dieser Modelle lassen sich anderen Triebe als Unter-Triebe integrieren. "Welche Triebe darf man aufstellen und wie Dabei ist offenbar der Willkür ein weiter gelassen. Man kann nichts dagegen einwenden wenn den Begriff eines Spieltriebes Destruktionstriebes Geselligkeitstriebes in bringt wo der Gegenstand es erfordert und Beschränkung der psychologischen Analyse es zulässt. Man aber die Frage nicht außer Acht lassen diese einerseits so sehr spezialisierten Triebmotive nicht weitere Zerlegung in der Richtung nach den gestatten so dass nur die weiter nicht Urtriebe eine Bedeutung beanspruchen können." (Freud S. [1915] 1982 Bd. 3

Ein Trieb verlangt die ihm eigene und meist auch ein ihm eigenes Objekt kann eine gewisse Menge der ursprünglichen Triebenergie ein anderes Ziel verschoben werden und dadurch werden diesen Vorgang nennt Freud Sublimierung. Das ist die Erleichterung der Erregungsspannung.


Libido

Der Libidobegriff bei Freud ist ein Konzept. Libido meint bei Freud keine wie Jung allgemeine biologische Lebensenergie sondern eine psychische des Sexualtriebes sie erfasst bis auf ein nie den ganzen Triebbereich. Im letzten Modell Eros und Todestrieb - ist sie beispielweise die Energie des ersten Komplexes. Hier wird Libido bereits sehr umfassend gesehen zumal die Analytiker - vor allem in heutiger Zeit die Existenz eines Todestriebes bezweifeln. "Die Libido Triebenergie hat ihre Quelle in den verschiedenen Zonen; das Ich als Gesamtperson hortet diese Energie deren erstes Objekt es ist." (Laplanche & Pontalis J.-B. 1986 206). Allerdings können verschiedensten Dinge des Alltags libidinös besetzt werden Beispiel durch Sublimierung so dass die Libido diesem Weg doch wieder den Charakter eines universalen Antriebes bekommt.

Freuds Topographisches Modell Aufbau I Das II Das Vorbewusste III Das Bewusste

Anregungen zu diesem Modell bekam Freud Theodor Fechner (Drews S. & Brecht K. 50). Dieses Modell führte zu verschiedenen inhärenten die erst im späteren Dreiinstanzen-Modell gelöst wurden.

Struktur und Inhalt Das Unbewusste (Ubw) hat die Frage des Inhalts des Systems nie unmissverständlich geklärt." (Drews S. & Brecht 1982 51). Einerseits rechnet Freud phylogenetisch erworbene dazu andererseits nur das was zuvor verdrängt und dann wieder Triebrepräsentanzen. Es bestehen hier Widersprüche und Unklarheiten. "Die Darstellung der Widersprüche inhaltlichen Aspekte des Ubw scheint uns an Stelle angebracht da das Problem der inhaltlichen des Ubw mit der Einführung des Strukturmodell das Es übertragen wird. Das Es jedoch die ¯Matrix(r) sein aus der sich das herausdifferenziert und unter diesem Aspekt wäre es als unbewusst nur zu bezeichnen was verdrängt das Ich hätte keine Entstehungsgrundlage denn das entsteht ja erst auf seine Veranlassung hin." S. & Brecht K. 1982 52).

Das System Bewusstsein (Bw) Das Bewusstsein Informationen aus der Außenwelt das Bewusstsein hat Inhalte auf der Basis von Gedächtnisspuren sondern quasi ein Sinnesorgan zur Wahrnehmung von psychischen (Drews S. & Brecht K. 1982 52).

Das System des Vorbewussten (Vbw) Das beinhaltet unbewusste jedoch im Gegensatz zum Unbewussten Inhalte. Hier findet auch die Umwandlung von in sekundärprozesshaftes statt das heißt hier findet Zensur statt aber auch die Anpassung der an die Realität und deren Befriedigungsmöglichkeiten.

Das Problem dieses Systems ist dass Tätigkeit der Zensur kein geeigneter Ort(r) zugewiesen kann. Das Problem besteht darin "dass die und Abwehr entweder als vorbewusst-bewusste Tätigkeiten zu sind (dann müssten wir von einer ¯Unterdrückung(r) ¯Urteilsverwerfung(r) sprechen die bekanntlich nicht pathogen und eigene Einsicht revidierbar ist) oder als unbewusster im zweiten Fall hat aber das Modell dies in ihm nicht darstellbar ist seine verloren. Da die therapeutische Erfahrung den unbewussten der Abwehr und der Verdrängung zwingend zeigt Freud auch das Modell der ersten Topik (Schöpf A. 1982 97).

Freuds Dreiinstanzenmodell

Dieses Modell hat Freud 1923 vorgestellt 1923). Das Ich als auch das Über-Ich nun bewusste und unbewusste Inhalte nur das ist völlig unbewusst. Dadurch konnte das Problem Verortung der zensierenden Instanz elegant gelöst werden.

Das Es : Völlig unorganisiertes primäres Triebenergiereservoir die Quelle Triebregungen und Triebwünsche der Ort archaischer Vorstellungen Verhaltensmuster und der Bereich des Verdrängten. Das ist ein von Georg Groddeck geprägter Begriff.

Das Ich : Quasi an der Oberfläche des Es Instanz der Selbststeuerung der Anpassungsfunktionen an die und der Realitätsprüfung fähig. Das Ich ist dem Es entstanden und vertritt dieses in Realität es heißt es moduliert die Triebbedürfnisse eine realitätsgerechte Form.

Das Über-Ich : Der Bereich des Gewissens der Werte verinnerlichten Vorbilder der Ideale der Gebote und und der moralischen Vorstellungen.

Wie arbeitet die Psychoanalyse und wie sie?
Die Psychoanalyse fand früher im Liegen wobei der Analytiker außerhalb des Blickfeldes seines saß. Heutzutage arbeitet die meisten Analytiker indem Patienten ihnen gegenübersitzen oder sie wechseln beide ab. Der Grundgedanke der Psychoanalyse ist dass Analytiker als Persönlichkeit möglichst im Hintergrund bleibt eine weiße Wand auf die der Patient seine frühen Beziehungspersonen wie Vater Mutter und projizieren kann. Das macht der Patient in Regel nicht absichtlich oder freiwillig sondern unbewusst automatisch. So erscheint der Analytiker zum Beispiel unkonzentriert und wird dadurch zum Vater der nie zugehört hat und sowieso kein Interesse einem hatte. Die ursprüngliche Wut gegen den richtet sich nun gegen den Analytiker(-Vater) und so vielleicht zum ersten Mal wirklich erlebt gefühlt werden weil die bedrohliche Aggressivität des Vaters dies früher eventuell unmöglich gemacht hat. anderes Beispiel wäre dass dadurch dass der auf pünktlichem Stundenende besteht er als versagende erlebt wird. Oder der Patient erlebt stürmische in seinen Analytiker was eine ödipale Situation usw. Diesen Vorgang der Verschiebung auf den nennt die Psychoanalyse Übertragung worauf wir gleich zu sprechen kommen.

Generell geht die Psychoanalyse davon aus schwere unverarbeitbare Erfahrungen in der Kindheit verdrängt müssen weil die kindliche Persönlichkeit anderenfalls darunter würde. Kein Kind kann zum Beispiel längere ertragen von Elternteilen nicht geliebt oder gar gehasst zu werden. Die Psychoanalyse verspricht sich von der Bewusstmachung des Verdrängten oder wie es ausdrückte: "Wo es war soll ich Verdrängte Erfahrungen sind einer Bearbeitung und Verarbeitung das Bewusstsein entzogen und können nicht in Persönlichkeit integriert werden. Dies soll in der allmählich und unter gleichzeitigem persönlichen Wachstum und Erstarken unterstützt von der menschlichen Hilfe des nachgeholt werden. Teilweise muss Trauerarbeit nachgeholt werden Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster müssen nachdem sie als der persönlichen Geschichte erkannt wurden durch neue oder ergänzt werden. Teilweise heilt die Psychoanalyse dadurch dass in der Beziehung zum Analytiker korrigierende Erfahrungen gemacht werden zum Beispiel in in der Analyse zum ersten Mal die einer konstanten unverbrüchlichen und haltgebenden zwischenmenschlichen Beziehung wird. Oder an der Person des Analytikers erlebt dass verselbständigende und Abgrenzungs-Tendenzen keine negative nachsichziehen. Oder dass die Person des Psychoanalytikers darstellt der mit erotischen Anteilen einer Beziehung kann usw.

Unverarbeitete Anteile einer Lebensgeschichte oder Defizite Nähe und Wärme schränken die Persönlichkeit ein führen zu unangemessenen Verhaltensmustern. Oft kommt es zu dem so genannten Wiederholungszwang. Freud erkannte wir manche für uns kritischen und unverarbeitbaren unbewusst immer wieder herstellen (inszenieren) in der unbewussten Hoffnung dieses Problem doch noch zu So sucht sich eine Frau die als unter ihrem kalten unnahbaren Vater gelitten hat wieder unbewusst eine solchen Ehemann aus und mit ihm die alten Kämpfe und Konflikte. projiziert sie auch nur diese Merkmale auf Mann und bringt ihn auf unterschwellige Weise sich so uneinfühlsam wie früher ihr Vater gegenüber zu verhalten. Oft ergänzen sich solche bei Paaren auch auf unheilvolle Weise und zu einer Dynamik aus der die Paare nicht mehr herausfinden.

Eine andere Möglichkeit wie sich solche niederschlagen können sind zum Beispiel Depressionen. Im der Psychoanalyse sind Depressionen das Ergebnis von oder Beziehungsabbrüchen in der Kindheit die aber in der Schwere des Verlusts gefühlt und werden konnten d. h. mit anderen Worten geleugnet werden. Das kann zum Beispiel bei Geburt eines jüngeren Geschwisters passiert sein wenn die Eltern teilweise oder ganz von dem Kind abwendeten und niemand Augen für dessen und Wut hatte und ihm durch Verständnis Zuwendung half diese Situation zu verarbeiten. Manchmal solche Depressionen auch erst aufbrechen nachdem in gegenwärtigen Lebenssituation einen Verlust durchzumachen war bei unbewusst wieder die 'alte Wunde' aufbrach.

Die Übertragung

Den Vorgang des Hineinlegens früher Beziehungspartner früher Beziehungserfahrungen in den Analytiker nannte Freud Übertragung. Diese Übertragung ist zentraler Baustein einer Analyse und wichtiger Bestandteil der Beziehung zwischen und Analysand. Um an obiges Beispiel anzuknüpfen möglicherweise bei einem Analysanden frühe Erfahrungen der wiedererweckt werden durch einen weiteren Patient dem im Wartezimmer begegnet oder der angesichts eines Stundenendes gar ungeduldig an die Tür des klopft und so die Stunde des Analysanden Der Mitpatient wird dann vielleicht als verdrängendes und der Analytiker als treuloser Beziehungspartner erlebt. kann sich zum Beispiel in heftigen Angriffen den Analytiker äußern der solchem Verhalten von des Mitpatienten nicht in ausreichendem Maße einen vorschiebe usw. Solche und generell Alltagssituationen die den Stunden besprochen werden erlauben es oft Erfahrungen in Zusammenarbeit mit dem Analytiker wiederzubeleben neu zu verarbeiten.

Man unterscheidet positive und negative Übertragung. der positiven Übertragung werden positive Anteile früherer auf den Analytiker projiziert bei der negativen negative Anteile. Die Gefühle und Vorstellungen die Analytiker wiederum als Reaktion auf das Verhalten Patienten bekommt nennt man die Gegenübertragung des In unseren Beispiel kann sich unser Analytiker einen Moment lang völlig unzulänglich nachlässig und fühlen so wie der Patient früher seine erlebt hat. Der Analytiker sollte in seiner Analyse bzw. Lehranalyse gelernt haben eigene Gefühle Vorstellungen von durch Patienten erzeugten Gefühlen und zu unterscheiden um angemessen damit umgehen zu statt mit dem Patienten unbewusst mitzuaggieren.

Wenn der Patient im Analytiker aktuell allem Züge von sich selbst sieht spricht von einer Spiegelübertragung. Von komplementärer Gegenübertragung spricht wenn der Analytiker sich in der Rolle früheren Beziehungspartners des Analysanden wahrnimmt zum Beispiel der Vater- oder Mutterrolle. Von konkordanter Gegenübertragung Spiegelgegenübertragung spricht man wenn in einer Therapiesituation der Therapeut mit der Rolle und dem des Patienten identifiziert sich in diesen hineinversetzt das Erleben des Patienten nachempfindet.

Die psychoanalytische Grundregel und das freie Freud hat eine so genannte Grundregel aufgestellt dem Patienten zu Beginn der Behandlung mitgeteilt soll nämlich dass er alles was ihm den Stunden einfällt mitteilen soll auch wenn es für bedeutungslos hält oder sich seiner schämt. Er solle seine Gedanken nicht hemmen ihnen seinen freien Lauf in jedwede Richtung was Freud das freie Assoziieren nennt. Freud an dass sich in dieser Form verkleidetes Material äußere und man es so für Behandlung nutzbar machen könne. Da unbewusste Inhalte einmal als bedrohlich peinlich oder schmerzhaft empfunden setzt das Unbewusste des Patienten dem Aufdecken Inhalte einen Widerstand entgegen ein weiterer wichtiger in der Psychoanalyse. Der Therapeut geht zu der Behandlung mit dem Patienten ein so Arbeitsbündnis ein d.h. der Patient stellt seinen zur Gesundung seine gesunden Persönlichkeitsanteile und seine

Kooperationsbereitschaft mit dem Analytiker in den der gemeinsamen Aufgabe. Überspitzt gesagt wird das als der gemeinsame Feind von Patient und angesehen dem man mit vereinten Kräften zu rückt. Gerade die gemeinsame Beziehung wird aber unbewusste Konflikte immer wieder gefährdet deshalb ist Allianz zwischen Patient und Therapeut immer nur verlässlich und gleichzeitig ist diese Beziehung der wo die Werkzeuge der Psychoanalyse wirksam angesetzt können und wo exemplarisch die ursprünglichen Konflikte werden können. Das Übertragen alter Konflikte auf therapeutische Beziehung nennt man bezogen auf einzelne auch die Übertragungsneurosen d.h. die Lebensneurosen werden der Behandlung zu Übertragungsneurosen. So können sich schon durch diesen Prozess Alltagsbefindlichkeiten verbessern weil Druck der Störung aus dem Alltag etwas werden kann und stattdessen seinen Raum in Beziehung zum Therapeuten findet. Das Problem ist diesem ersten Schritt aber keinesfalls schon gelöst.

Literatur

Drews S. & Brecht K. (1982). Ich-Psychologie. (Erste Auflage 1975). Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft. G. Th. (1889). Elemente der Psychophysik I. II. Theil. Leipzig. Frank R. & Frank (1977). Zur Rolle des Körpers in der Analyse. In Petzold H. (Hrsg.) Die neuen S. 62-89. Paderborn: Junfermann. Freud S. (1913). Interesse an der Psychoanalyse. Gesammelte Werke Bd. S. Fischer Verlag. Frankfurt am Main 1960. S. (1926). Psycho-Analysis (Artikel für die Encyclopaedia Gesammelte Werke Bd. 14. S. Fischer Verlag. am Main 1960. Freud S. (1905). Drei zur Sexualtheorie. Studienausgabe Bd. 5. Fischer Taschenbuch Frankfurt am Main 1982 Freud S. (1908). 'kulturelle` Sexualmoral und die moderne Nervosität. Studienausgabe 9. Fischer Taschenbuch Verlag. Frankfurt am Main Freud (1910). Die psychogene Sehstörung in psychoanalytischer In: Studienausgabe Band 6 S. 205. Frankfurt Fischer Taschenbuch Verlag GmbH. (Original erschienen 1910: Freud S. (1912). Totem und Tabu. Studienausgabe 9. Fischer Taschenbuch Verlag. Frankfurt am Main Freud S. (1915). Triebe und Triebschicksale. Studienausgabe 3. Fischer Taschenbuch Verlag. Frankfurt am Main Freud S. (1921). Massenpsychologie und Ich-Analyse. Studienausgabe 9. Fischer Taschenbuch Verlag. Frankfurt am Main Freud S. (1923). Das Ich und das Studienausgabe Bd. 3. Fischer Taschenbuch Verlag. Frankfurt Main 1982. Freud S. (1924). Das ökonomische des Masochismus Studienaus- gabe Bd. 3. Fischer Verlag. Frankfurt am Main 1982. Freud S. Die Zukunft einer Illusion. Studienausgabe Bd. 9. Taschenbuch Verlag. Frankfurt am Main 1982. Freud (1933). Neue Folge der Vorlesungen zur Einführung die Psychoanalyse. Studienausgabe Bd. 1. Fischer Taschenbuch Frankfurt am Main 1982. Freud S. (1930). Unbehagen in der Kultur. Studienausgabe Bd. 9. Taschenbuch Verlag. Frankfurt am Main 1982. Kutter (1988). Moderne Psychoanalyse. München: Verlag Internationale Psychoanalyse. J. & Pontalis J.-B. (1986). Das Vokabular Psychoanalyse. Frankfurt /M.: Suhrkamp taschenbuch wissenschaft. (Original 1967: Vocabulaire de la Psychoanylyse.) Mentzos St.(1984). Konfliktverarbeitung. Frankfurt /M: Fischer Taschenbuch Verlag. Schöpf (1982). Sigmund Freud. München: C.H.Beck'sche Verlagsbuchhandlung.

Freud

Die Psychoanalyse wurde von Sigmund Freud zu Beginn des 20. Jahrhunderts als erste umfassende Theorie des Unbewussten (Begriff bei Mach u.a. verwendet schon Christian Reil Carl Gustav Carus Eduard von Friedrich Wilhelm Hagen; erste dt. Wortverwendung durch Goethes Gedicht An den Mond 1777) entwickelt geht davon aus dass die Persönlichkeit aus Teilen besteht: dem Es dem Ich und dem Über-Ich . Freud untersuchte Fehlleistungen und auch Überlieferungen Mythen Märchen Witze Bräuche und populäre Glaubensformen für deren er annahm dass ubiquitäre psychische Funktionsweisen bei allen Menschen wirksam Dazu Jung Szondi u.a.m. über Theorien der und Aufteilung des Unbewussten. Die Funktionsweise psychischer leitete er hauptsächlich aus dem Traum ab er als imaginäre Wunscherfüllung verdrängter Kindheitsträume auffasste. Zugang zum Unterbewussten wird die Traumdeutung und das Studium von Fehlleistungen empfohlen.

Wichtige Analytiker der ersten Generation: Karl Alfred Adler Siegfried Bernfeld Helene Deutsch Paul Otto Fenichel Sandor Ferenczi Ernst Hartmann Ernst C.G. Jung Hermann Nunberg Sandor Rado Otto Wilhelm Reich Theodor Reik Herbert Silberer Wilhelm Viktor Tausk. . Geschichte und Wurzeln der (s. auch Schöpf A. 1982) Bedeutende Lehrer der Physiologe Brücke der Pariser Psychiater Charcot der Mediziner Breuer (Hypnose). Wurzeln der Psychoanalyse der Naturwissenschaft Medizin Philosophie und Kunst. Naturwissenschaft: G. Th. (Physiker und Philosoph): Er machte Aussagen zur Psychophysik: "Unter Psychophysik soll hier exacte Lehre von den functionellen oder Abhängigkeitsbeziehungen Körper und Seele allgemeiner zwischen körperlicher und physischer und psychischer Welt verstanden werden. Zum des Geistigen Psychischen der Seele rechnen wir das was durch innere Wahrnehmung erfasslich oder abstrahierbar ist zu dem des Körperlichen Leiblichen Materiellen das was durch äußere Wahrnehmung erfasslich abstrahierbar ist." (Fechner G. Th. 1889 8). ihm stammen Gesetze Über Druckausgleich bei Flüssigkeiten über Energiegleichgewichte und Energieaustausch im Körper (Ökonomie Ladung Besetzung usw.). Hermann von Helmholtz: Energieerhaltung Schopenhauer und Nietzsche: Beide thematisieren explizit unbewusste wie Wille (zum Beispiel Schopenhauers Wille zum und Triebe (zum Beispiel Libidotrieb). Johann Friedrich (1776-1841): Philosoph und Pädagoge. Der Erste der ausführlich mit der Bedeutung der Triebe und Unbewussten auseinander setzte. Eduard von Hartmann (1842-1906): des Unbewussten. Dichtung: Goethe und Shakespeare.

Die Psychoanalyse hat - wie die "weichen" Wissenschaften - mit dem Problem des zu kämpfen: mehrere Schulen vertreten verschiedene Auffassungen zu fundamentalen Größen. Und dort wo allgemeine entstanden sind lassen sie sich nicht ohne auf das Individuum übertragen; dort wo das Individuum mehr oder weniger vollständig verstanden ist sich die Erkenntnisse nicht verallgemeinern.

Freuds Vorgehensweise aber auch die anderer wurde von anderen Wissenschaftlern vielfach kritisiert weil die Standards positiver Wissenschaft nicht einhält. Der nicht eingehaltene Standard ist dass eine Theorie sein muss. D.h. sie muss prinzipiell überprüfbar widerlegbar sein. Falsifizierbarkeitskriterium vgl. Karl Popper .

Gegner

Die Psychoanalyse begegnete von Anfang an Kritik. Heute kommt die Kritik insbesondere aus wissenschaftlichen Psychologie. Ein Ansatz für die Kritik dass sich die Psychoanalyse nie sonderlich um empirische Überprüfung ihrer Ergebnisse bemüht hat. Freud zwar der Psychoanalyse den Anschein eines naturwissenschaftlichen zu geben jeder Versuch Thesen zu falsifizieren wurde als " Widerstand " im Sinne der Psychoanalyse gedeutet. Mit mangelnden Überprüfbarkeit waren wesentliche Kritierien für wissenschaftliche Arbeit nicht erfüllt. Die Wissenschaft kennt keine Systeme". Daneben gab es im Nationalsozialismus wie im Kommunismus eine politisch motivierte Ablehnung des Lehrgebäudes in NS-Deutschland bezog man sich hierbei Alfred Hoche .

Bedeutung

Die Psychoanalyse hat Kunst wie Wissenschaft beeinflusst wohl weniger die Psychologie unmittelbar selbst als vielmehr andere Geistes- Sozialwissenschaften wie Soziologie Pädagogik Literaturwissenschaft oder die Theater- und Filmwissenschaft . Weitere Einflüsse: Die Beratungsformen der Supervision hat sich aus der lehranalytischen Praxis Ruth Cohn übertrug die analytische Arbeit auf Gruppen entwickelte die Themenzentrierte_Interaktion .

Film und Psychoanalyse

Freud als Begründer der Psychoanalyse lehnte selbst ab an der Produktion eines Filmes dieses Thema teilzunehmen. Für ihn war das Film minderwertig in dem Sinne dass es eine Simulation darstellt. Dennoch ist gerade die zwischen Traum und Film offensichtlich. Psychanalytiker wie Filmtheoretiker weisen darauf hin dass es große zwischen dem Traumzustand und dem Zustand des gibt. Diese manifestieren sich vor allem durch

  • die Flüchtigkeit der Bilder
  • den Dämmerzustand sowohl des Schlafens als im Kinosaal
  • die assoziativen Verknüpfungen der Bilder bzw.
  • die Rolle des Träumenden/Schauenden als Beobachter nicht eingreifen kann

Wenn man die Methoden der Psychoanalyse den Film anwenden will so wird der gewissermaßen zum Klienten bzw. Patienten; es gilt die verschiedenen Ebenen der Bilder die der zeigt zu durchdringen. Dabei ist es wichtig den Drehbuchschreiber oder den Regisseur als zu Objekt zu sehen da man nicht davon kann dass die Filmbilder auch dessen Traumbildern - egal wie autobiographisch der Film ist. soll es darum gehen die Wirkungsweise des auf den Zuschauer zu analysieren die verwendeten wie Licht Musik Bewegung Großaufnahmen etc. daraufhin untersuchen was sie beim Publikum auslösen und sie die Freudschen Urfantasien erfüllen. Dabei spielen wie Identifikation und das unbewusste Verarbeiten ödipaler oder narzisstischer Strukturen eine große Rolle. Vor allem Williams geht davon aus dass Filme nur erfolgreich sind wenn sie die Urfantasien ansprechen der Zuschauer dadurch den Film tatsächlich miterlebt unbewusst auf sich selbst beziehen kann. Maßgeblich bei der psychoanalytischen Filmtheorie dass scheinbar unwichtige nebensächliche Details eine weitaus größere Wirkung auf Psyche des Zuschauers haben als dieser bewusst kann. Wichtige Vertreter dieser Filmtheorie sind Mechthild Christian Metz Teresa de Lauretis und Mary Douane. Gemeinhin stützt sich die psychoanalytische Filmtheorie die Theorien von Jacques Lacan da auch diesem Gebiet Freud mittlerweile z.T. als überholt

Literatur

  • Ellenberger H. F. (dt. 1973). Die Entdeckung Unbewußten. 2 Bde. Bern: Huber.
  • De Lauretis Teresa: Alice doesn't. Feminism Semiotics Bloomington Indiana University Press 1984
  • Metz Christian: Der fiktionale Film und sein Eine metapsychologische Untersuchung. In: Psyche 11 48. November 1994 Stuttgart (Klett-Cota). S. 1004-1046
  • Mitscherlich Alexander: Versuch die Welt besser zu Fünf Plädoyers in Sachen Psychoanalyse. Frankfurt a. suhrkamp 1970. (Bibliothek Suhrkamp Band 246)
  • Williams Linda: Filmkörper. Geschlecht und Genre. In: und Medien Bern 1991. S. 249-278
  • Zeul Mechthild: Bilder des Unbewussten. Zur Geschichte psychoanalytischen Filmtheorie. In: Psyche 11 48. Jahrgang 1994 Stuttgart (Klett-Cota). S. 975-1003
  • Zimmer Dieter: Tiefenschwindel. Die endlose und die Psychoanalyse. Reinbek bei Hamburg 1995 (1986).
    Ein kritisches Buch zum Thema Psychoanalyse

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