Sehenswert sind die Altstadt mit holprigem verwinkelten Gassen und 1200 Fachwerkhäusern aus sechs und der Markt mit dem Renaissance-Rathaus und Roland .
Quedlinburg ist Deutschlands flächengrößtes Fachwerkbaudenkmal und deshalb zu den Weltkulturerbestädten der UNESCO .
Erste Siedlungsspuren finden sich bereits aus Altsteinzeit. Das Gelände war dann fast durchgehend und wird erstmalig in einer Urkunde Heinrich I. vom 22. April 922 erwähnt. (Diese Urkunde liegt heute in Abtei von Corvey.) Nach Heinrichs I. Tod seine zweite Frau Mathilde 936 auf dem Schlossberg ein Damenstift mit Aufgabe der Totenmemorie.
Erste Äbtissin dieses Stiftes wurde im Jahrhundert die Tochter von Kaiser Otto I. Äbtissin Mathilde. Die kaiserliche Pfalz umfasste den gesamten Schlossberg die so Turnierbreite und die St. Wipertikirche . Auf dieser südlich des Schlossberges gelegenen Pfalzanlage wurde 973 ein Reichstag abgehalten zu dem sich etliche Herrscher Unter denen waren auch Boleslav I. Herzog von Böhmen und Mieszko I. Herzog der Polanen welche dem Kaiser den Treueid leisteten.
Nördlich dieser Pfalzanlage wurde 994 durch Otto III. der Grundstein zu einer Stadt gelegt und dieser Ansiedlung das Markt- und Zollrecht verliehen. Ursprünglich als Wirtschaftsgrundlage für Stift angelegt entwickelte sich in den folgenden ein Spannungsverhältnis zwischen der aufstrebenden Bürgerstadt und Damenstift.
Dem Niedersächsischen Städtebund tritt die Stadt 1384 bei und 1426 dem Hansebund . Das Spannungsverhältnis entscheidet die Äbtissin 1477 mit Waffengewalt zu ihren Gunsten. Quedlinburg aus sämtlichen Bündnissen aus und muss sich vollständig unterwerfen. Der Roland das Zeichen städtischer Unabhängigkeit wird gestürzt.
Seinen größten städtebaulichen Aufschwung nimmt die beachtenswerter Weise im Dreißigjährigen Kriege . Viele der 1200 erhaltenen Fachwerkhäuser sind in dieser Zeit entstanden.
Quedlinburg um 1900
Im Laufe des 19. Jh. entwickelt sich durch die Blumenzucht ein Wohlstand welcher städtebaulich in einer Reihe von ihren Ausdruck findet.
Zwar gab es kaum nennenswerte Kriegszerstörungen reichten die Bemühungen durch die DDR nach 1945 nicht aus den drohenden Verfall zu (z.B. durch Einsatz erfahrener polnischer Restauratoren und Die ursprünglichen Planungen der DDR die Altstadt niederzureißen und in sozialistischem wiederaufzubauen scheiterten an Geldmangel. Erst nach der Wende 1989 wurden zielstrebig Maßnahmen getroffen um die Fachwerkbauwerke zu bewahren.
Als seltenes Beispiel US-amerikanischen Kriegsraubes wurden 1989 Teile des Domschatzes zurückgekauft welche ein 1945 nach Texas gebracht hatte. Seit 1993 ist in der romanischen Stiftskriche St. wieder der berühmte Domschatz zu besichtigen.
Zur Tausendjahrfeier der Verleihung des Markt- und Zollrechtes wurden große Teile der Quedlinburger und der Königshofkomplex im Dezember 1994 auf die Liste der Weltkulturerbestätten der UNESCO gesetzt.