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Römischer Senat


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Der Römische Senat war bis zum Ende der Republik die wichtigste Institution des römischen Staates. Nicht nur der Senat als war verantwortlich für diese Bedeutung auch die Senatoren an sich waren stets wichtige und Personen im Reich. Trotz der eigentlich niemals niedergeschriebenen Rechte des Senats und der Rechtskraft seiner Beschlüsse wurde bis Augustus die römische Politik durch den Senat bestimmt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte des Senats

Der Senat im Königtum

Die Informationen über den Senat in Zeit als Rom noch von Königen beherrscht wurde ( 753 bis 510 v. Chr. ) sind sehr spärlich gesät. Vermutlich entsprach Gremium damals noch einem Kronrat der den in dessen Politik beriet selber aber keine besaß. Die Behauptung vieler antiker Autoren dass legendäre Stadtgründer Romulus den ersten Senat einberief darf angezweifelt

Der Senat der anfangs ca. 100 besessen haben dürfte setzte sich laut Cicero aus senes also älteren und erfahrenen Männern sowie patres den Oberhäuptern des römischen Adels zusammen. Zusätzlich zu der Beratungsfunktion die Senatoren auch noch den Interrex d.h. den obersten Verwalter für die zwischen dem Tode des früheren und der eines neuen Königs.

Daneben waren die Aufgaben des Senats größtenteils sakraler Funktion. Erst etwa unter König Lucius Tarquinius Priscus der den Senat um hundert Mitglieder ließ wurde jene Funktion durch den hellenistischen Einfluss zu jener Zeit allmählich aufgegeben.

Der Senat in der Republik

Nach Ende der Königszeit übernahm der die Rolle des Politführers im noch kleinen Rom . Im folgenden System der Magistrate das sich bald herauskristallisierte war der die einzige Institution die wirklich von Dauer - schließlich wurden die Beamten jährlich neu

In Anbetracht der langen Tradition die Senat schon zu Beginn der Republik innehatte ihm die Rolle des kontrollierenden und leitenden zu obwohl diese eigentlichen Gewohnheitsrechte niemals gesetzlich wurden. In den Jahrhunderten der Republik die folgten regelte der Senat die Außenpolitik erließ und schaffte sie auch ab ernannte bestimmte konnte die Beamten auch absetzen und verwaltete Staatsfinanzen. Verbunden mit der altehrwürdigen Tradition machten wichtigen Aufgaben den Senat klar zum Herzen Staates. Den Senat nicht zu respektieren hieß einen einfachen Römer den Staat nicht zu Diese Verbundenheit schlug sich auch in der beschworenen Formel SPQR senatus populusque romanus (Der Senat und das römische Volk)

Nach den Standeskämpfen des 4. Jahrhunderts v. Chr. war es zwar auch den einfachen Plebejern vorbehalten in den Senat einzutreten doch in die hohe Kaiserzeit hinein war der stets fest in der Hand der Nobilität patres . Zwar wurde die offizielle Anrede für Senatoren nach den Standeskämpfen auf patres conscripti (Väter und (Neu) Eingetragene) erweitert doch scharfen Kontrollen über den Zugang zum Senat bis 313 v. Chr. von den Konsuln später von den Censoren ausgeübt wurde machte es einem Nichtadeligen schwer Senator zu werden.

Eine Möglichkeit bestand jedoch für die noch in dem cursus honorum der traditionellen Ämterlaufbahn. Es war nämlich von sehr früh an Tradition die beiden nach Ablauf ihrer Amtszeit in den Senat Dieser Brauch wurde Schritt für Schritt ausgeweitet zuletzt sogar die Quaestoren die niedrigsten Beamten innerhalb der Karriereleiter wurden.

Doch nicht nur die Herkunft der entschied über den Erfolg seiner Bewerbung: Das für einen Senator welches für antike Verhältnisse 46 recht hoch angesetzt war die auf festgelegte Höchstanzahl aller Senatoren und nicht zuletzt Gunst des zuständigen Censors konnten entscheidende Hindernisse Erst unter Sulla wurde das Mindestalter auf 30 herabgesetzt der Senat auf 600 Mitglieder erweitert. Später Caesar die Anzahl noch einmal auf rund

Auch untereinander hatten die Senatoren eine Hierarchie die sich nach der Herkunft (so die Patrizier beispielsweise gegenüber den Plebejern ein Stimmrecht) dem zuvor ausgeübten Amt und dem orientierte. Zusätzlich wurde derjenige Senator der sich einer Senatstagung als erstes in die Listen princeps senatus (Der Erste des Senats) genannt. Den der Tagung jedoch führte stets der Beamte den Senat einberufen hatte. Das Recht dazu die Konsuln die Praetoren und nach den Standeskämpfen auch die Volkstribunen .

Wie schon gesagt übte der Senat administrativen Aufgaben nach Gewohnheitsrecht aus. Die wenigen Gesetze gefassten Aufgaben bestanden unter anderem in Zuweisung bestimmter Aufgaben an die verschiedenen Feldherren Krieg. Zusätzlich war der Senat aufgrund seiner Tradition und der damit verbundenen Autorität Hüter Sitte und Ordnung und Bewahrer der Traditionen. jedoch stand die Republik ganz im Zeichen senatorischen Gewalt.

Der Senat im Kaiserreich

Nach dem "Jahrhundert der Bürgerkriege" hatten meisten Senatoren akzeptiert dass die Ära der unbeschränkten Senatsmacht vorbei war. Der letzte Versuch Republik mit der Ermordung Caesars in ihrer alten Form zu erhalten in einem blutigen Desaster das für viele tödlich endete. Als Oktavian nach seinem Sieg bei Actium 31 v. Chr. eine Neuordnung des römischen Staatensystems durchführte nur die wenigsten Senatoren ernsthaften Widerstand. Im folgenden System des Prinzipats dass formell die Republik zwar weiterbestehen viele senatorische Rechte jedoch an den princeps also den Ersten des Staates übertrug der Senat nicht nur viel seiner Entscheidungsgewalt auch die Anzahl der Senatoren wurde wieder 600 verringert.

Unter dem ersten Kaiser Oktavian der sich selber noch als princeps bezeichnete konnte der Senat noch ein freundliches Verhältnis zu dem neuen Machthaber aufbauen sich auch in der Verleihung des Titels Augustus (etwa: Der Erhabene) äußerte. Augustus selber stets danach mit dem Senat in friedlicher zu regieren.

Der erste Konflikt kam jedoch schon Augustus' Tod im Jahre 14 . Weder sein Nachfolger Tiberius noch der Senat wussten mit dieser neuen Situation umzugehen und begegneten einander mit Misstrauen. Schlussendlich organisierte Tiberius seine Machtübernahme selber verzichtete auf die offizielle Huldigung durch den auch wenn er in den späteren Jahren Herrschaft eng mit dem Senat kooperierte und als nicht nur beratendes sondern auch entscheidendes betrachtete.

Nach Tiberius versuchte der Senat stets ihm weiter anvertraute Recht der Ernennung zum für sich zu behalten. Formell wurde eine eigentlich erst durch einen dementsprechenden Senatsbeschluss doch es in der römischen Geschichte genug Fälle sich neue Kaiser nicht darum scherten und mit den sie unterstützenden Legionen im Rücken Dagegen war der Senat machtlos auch wenn versuchte einen Gegenpol zur ständig wachsenden Einflussnahme Militärs darzustellen. Den Höhepunkt erreichte diese Auseinandersetzung 238 als der Senat nach dem Tode beiden Gordianer eigenmächtig mit Pupienus und Balbinus zwei neue Kaiser einsetzte. Nur 99 später wurden die beiden von den Prätorianern ermordet. Das Militär hatte gesiegt.

Die Macht des Senats hing im stark vom jeweiligen Kaiser ab. Suchten in ersten Jahrhunderten des Kaiserreichs noch viele Herrscher Einvernehmen mit dem Gremium zu herrschen wurde Senat vor allem ab dem 3. Jahrhundert mehr und mehr Makulatur. Die wenigen in denen der Senat mit gesetzlichem Recht durfte waren keinesfalls für die große Politik Bedeutung. Allein die Gesetzesgebung unterlag weiterhin dem obwohl der Kaiser auch ohne Zustimmung Gesetze konnte.

Durch die ständige Abwesenheit so mancher war der Senat bisweilen imstande sich so einen größeren politischen Freiraum zu schaffen. Dennoch der ständige Niedergang der Senatsbedeutung so nicht werden. Mit der Reichsteilung im Jahre 395 war der Senat faktisch nicht mehr der Stadtrat von Rom denn nun saß auch in Konstantinopel ein Senat.

Ironischerweise war es nicht so dass dem Ende des weströmischen Reiches 476 auch der Senat sein Ende gefunden Stattdessen bestand der Senat noch bis 534 mitsamt den Magistraten wie dem Konsul weiter auch wenn seine Bedeutung in nach dem Reichsende folgenden Germanischen Herrschaft unklar ist. Nach 534 ist kein Konsul mehr aufgelistet; der jedoch bestand weiter. Die letzte bekannte Aktion in der Entsendung zweier Botschafter zum Reichsgericht Konstantinopel in den Jahren 578 und 580 . Nach 541 gab es auch in Konstantinopel keinen mehr; der östliche Senat bestand jedoch noch lange weiter.

Senatorische Sonderbefugnisse und Geschäftsordnung

Der Senatsbeschluss

Der Senatsbeschluss ( senatus consultum abgekürzt SC ) gelegentlich auch als decretum oder sententia bezeichnet war eine Anweisung die der nach erfolgter Diskussion und Abstimmung einem Beamten Theoretisch gesehen war ein solcher Beschluss nicht in den Tagen der Republik wagte es kaum einer sich einem solchen Befehl zu

Nach der Abstimmung wurde der Senatsbeschluss und im Saturnstempel in dem auch der ruhte archiviert. Weniger wichtige Schriftstücke z.B. Protokolle sonderlich wichtige Reden usw. wurden im Tabularium einem 78 v. Chr. erbauten Staatsarchiv aufbewahrt. Zudem waren die verpflichtet ihre Beschlüsse zu veröffentlichen. Seit Caesar wurden die Beschlusslisten auf dem Forum Romanum für die gesamte Öffentlichkeit ausgehängt.

Bisweilen kam es vor dass einem verfassungsmäßige Hindernisse in den Weg gelegt wurden. konnte es z.B. vorkommen dass ein Volkstribun sein Veto einlegte. In diesem Fall wurde das von einem senatus consultum zu einer senatus auctoritas also einer Willensabsicht des Senats herabgestuft musste erneut zur Abstimmung vorgelegt werden.

Seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. existierte zusätzlich ein so genannten senatus consultum ultimum also ein außerordentlicher Senatsbeschluss der bestimmten für eine gewisse Zeitdauer außerordentliche Rechte verlieh. dieser Maßnahme sollte die Notwendigkeit der Ernennnung Diktators möglichst selten vorkommen. In der Regel diese Handlung darin den beiden Konsuln für einjährige Amtszeit uneingeschränkte Macht zu verleihen.

In der Kaiserzeit kamen unabhängig vom eingebrachte Gesetzesabstimmungen immer seltener vor; der späteste Fall dieser Art lag vor als 178 mit dem senatus consultum Orfitianum (lat. orfanus = Waisenkind) per Gesetz das Vererbungsrecht Falle des Todes einer Frau zugunsten ihrer neu geregelt wurde.

Rechtssprechung im Senat

Als Gegenmaßnahme zur schwindenden Macht des unter den Kaisern wurde ab 4 v. Chr. dem Senat das Recht zugebilligt in von repetundae (Illegale Gelderaneignung durch einen Provinzstatthalter) sowie maiestas (Hochverrat) in entsprechenden Ausschüssen Gericht zu Mit dem ersten Fall dieser Art unter entwickelte sich so ein Gewohnheitsrecht.

Eine repetundae kam sehr häufig vor da die einer Provinz praktisch durch keinerlei Gesetz in Gier gezügelt werden konnten. Am bekanntesten ist wohl die von Plinius in seinen Briefen beschriebene Anklage gegen Priscus dem Statthalter von Africa. Plinius und Tacitus klagten hier gegen den Statthalter und übereinstimmend dass der Angeklagte auch strafrechtliche Konsequenzen fürchten hatte.

Das Verfahren wurde nach allgemein gültigen Linien geführt: Je zwei Senatoren waren für bzw. Verteidigung zuständig. Nach einem dreitägigen Prozess alle vier Betreffenden ihre Abschlussrede. Danach wurden den Konsuln und Prokonsuln verschiedene Strafen zur Debatte gestellt. Schlussendlich mit einer Abstimmung über den Angeklagten geurteilt.

Die Anklage wegen maiestas ist weniger gut bekannt. Tatsächlich war Begriff des Hochverrats bei den Römern extrem auslegbar; der Senat urteilte nachweislich über Fälle Bandbreite von einem bewaffneten Putsch bis hin der Mitnahme einer Münze mit dem kaiserlichen darauf auf die Toilette reichte. Theoretisch konnte jeder wegen Hochverrats angeklagt werden was unter zu den Schrecken der Hochverratsprozesse unter Tiberius oder Nero führte bei denen Hunderte umgebracht wurden.

In zivilrechtlichen Angelegenheiten hatte der Senat in der Republik gewisse Gerichtsbarkeitsmöglichkeiten die in Kaiserzeit lediglich ein wenig erweitert werden konnten. ist in der Republik auch ein Fall als vor dem Senat ein Hochverratsprozess durchgeführt Als Catilina mit seinem Putschversuch gescheitert war wurde Senat über ihn geurteilt. Verschiedene hohe Politiker das als unrechtmäßig an konnten die Hinrichtung Catilinarier jedoch so nicht verhindern.

Siehe auch: Senator Senat Curia Liste der römischen Consuln



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