Hämatit (von griechisch αιματoεις (haimatoeis): blutig) auch Blutstein Eisenglanz Specularit Iserin Roteisenstein Roteisenerz oder Rötel genannt ist ein im trigonalen Kristallsystem kristallisierendes Oxid - Mineral der chemischen Zusammensetzung Fe 2 O 3 . Seine Härte liegt zwischen 5 und 6 seine ist rotbraun stahlgrau oder schwarz. Die Strichfarbe ist meist ein charakteristisches blutrot - ihr leitet sich der Name des Minerals Das Mineral kann geringe Gehalte von Magnesium Mangan und Titan aufweisen.
Hämatit kristallisiert meist als Eisenglanz in bis eisenschwarzen metallglänzenden oft irisierenden Kristallen oder blätterigschuppigen Kristallen als Eisenglimmer oder Eisenrahm. Hämatit unterschiedlichen Einlagerungen nennt man:
mit niedriger Oberfläche und faseriger Struktur: roter
mit Ton vermischt und daher weich: Eisenocker Ocker oder Rötel
als oolithisch sedimentäre Bildung: Minette-Erze
feinschuppig: Eisenglimmer Eisenrahm
als völlig dichtes Roteisenerz im Erzgebirge: Blutstein zu verwechseln mit Blutjaspis)
Hämatit entsteht in Gängen der Tiefengesteine ist ein allerdings seltener Bestandteil magmatischer Gesteine . Häufig findet man es in Sedimentgesteinen aus dem Erdzeitalter des Archaikums den gebänderten Eisenerzformationen.
Hämatit enthält im reinen Zustand 70 Eisen und ist das wichtigste Eisenerz.
Die wirtschaftliche Bedeutung hat Hämatit allerdings Teil eingebüßt da in Tagebauen heutzutage Eisen billiger abgebaut wird. Als Beispiel lässt sich Insel Elba mit dem Monte Calamita anführen heute noch geschätzte 18 Millionen Tonnen Eisenerz der Erdoberfläche liegen. Weiterhin findet Hämatit noch Anwendung als Poliermittel und als Eisenoxidpigment. Als wird es zum Rotfärben der Knüpffäden für verwendet oder für die unterschiedlichsten Künstlerfarben wie Bolus (stark tonhaltige Sorte vor allem als bei Vergoldungen verwendet) Pompejanischrot Englischrot Venetianischrot Terra und das violettstichige Caput-mortuum. Es ist ein Pigment und daher problemlos für alle Techniken Rötel wird auch zur Bemalung von Keramik für Zeichnungen verwendet.
Der Abbau von Rötel war einer frühesten Bergbauaktivitäten der Menschheit; das pulverförmige Mineral wurde ca. 80.000 Jahre alten Grabstätten gefunden. Auch der griechischen Insel Thasos bei Rydno in Polen und bei Lovas in Ungarn sind paläolithische Rötelgruben bekannt. Auch in Deutschland findet prähistorische Bergbauspuren bei Bad Sulzburg und im mit vergleichbaren Umfang aus der Zeit um v. Chr. die der Bandkeramischen Kultur am Oberrhein zuzuordnen sind. Das ergiebige des Eisenglanzes der Insel Elba wurde schon von den Etruskern abgebaut. Die kristalline Form des Hämatit wegen ihre hohen Reflektivität lange Zeit als genutzt.
W. E. Tröger U. Bambauer F. Taborsky H. D. Trochim (1981): Optische Bestimmung gesteinsbildender Minerale Teil 1: Bestimmungstabellen . Stuttgart (Schweizerbarth).