Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 1. Oktober 2014 

RDF


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Das Resource Description Framework (RDF) ist eine Spezifikation für ein zur Repräsentation von Metadaten (Informationen über Webseiten und andere Objekte) die erstmals 1999 World Wide Web Consortium vorgelegt wurde und üblicherweise in Form XML -Sprache verwendet wird.

Mit der Erweiterung des Modells durch und Ontologien soll RDF als grundlegende Technik für Datenaustausch im so genannten Semantic Web (eine Realisierung eines semantischen Netzes auf der Basis des WWW ) dienen. RDF lässt sich aber auch weniger komplizierte Dinge einsetzen.

Man muss zwischen dem RDF-Modell der RDF-Syntax und dem RDF-Schema unterscheiden.

Inhaltsverzeichnis

RDF-Modell

Informationen sind in RDF in so Statements abgelegt das sind Aussagen in Form Tripel aus Subjekt Prädikat und Objekt . Alle drei Bestandteile werden durch einen Resource Identifier ( URI ) identifiziert und damit allgemein als Ressource (im englischen Resource ) bezeichnet. Als Objekt einer Aussage sind Zeichenketten (Literal) möglich. Die Verknüpfung mehrerer Tripel sich als ein gerichteter Graph mit Knoten- und Kantenbeschriftung verstehen wobei und Objekt eines Tripels Knoten und die Prädikate Kanten sind.

Folgende Grafik wurde mit dem W3C RDF Validator aus dem weiter unten angegebenen Beispiel Dargestellt sind zwei Tripel mit dem selben " http://de.wikipedia.org/RDF ".

Die Besonderheit des RDF-Modells liegt zum darin dass über die als Prädikat verwendeten ( Properties ) auch wiederum Aussagen getroffen werden können. lassen sich Properties selbst mit RDF beschreiben als Metadatenformat ablegen. Andere RDF-Angaben können diese durch Referenzierung weiterverwenden. Ein prominentes Beispiel dafür die Repräsentation von Dublin Core in RDF.

Zum anderen bilden in RDF Statements Ressourcen auf die mit weiteren Statements verwiesen kann. Diese Technik der Aussagen über Aussagen als Reification bezeichnet.

Zusätzlich enthält RDF vordefinierte Datentypen für und Mengen um Gruppen von Ressourcen zusammenzufassen. die keine explizite URI haben sondern nur Gruppierung von anderen Objekten dienen werden in Regel durch so genannte "blank nodes" modelliert. Beispiel dafür ist die Zuweisung eines Namens aus separaten Zeichenketten für für Vor- und besteht.

Syntax und Speicherung

Das RDF Modell ist unabhängig von Darstellungsform. Am meisten verbreitet ist die Repräsentation XML . Eine kürzere Syntax ist die von Tim Berners-Lee entworfene Notation 3 (N3). Für die Speicherung von RDF Datenbanken und Datenstrukturen gibt es verschiedene Konzepte da eine Ablegen der N-Tripel in einer Tabelle nicht effektiv ist.

Da sich die selben RDF-Aussagen in Syntax mitunter auf viele verschiedene Arten ausdrücken ist es sinnvoll zur Verarbeitung von RDF-Daten RDF-Parser zu verwenden der auch die Validierung ein RDF-Schema vornehmen kann.

Zur Suche in RDF-Daten gibt es Anfragesprachen zum Beispiel RQL (RDF Query Language) RDF Squish.

Beispiel

Die Aussage " http://de.wikipedia.org/RDF hat den Titel 'RDF' und den http://www.wikipedia.org/ " (wobei Titel und Herausgeber nach Dublin Core definiert sind) wird in RDF mit Tripeln ausgedrückt. In N3 (das has dient nur der besseren Lesbarkeit):

<http://de.wikipedia.org/RDF> has <http://purl.org/dc/elements/1.1/title> "RDF" . <http://de.wikipedia.org/RDF> has <http://www.wikipedia.org/> . 

In RDF/XML lässt sich die Aussage ausdrücken:

 <rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"> <rdf:Description rdf:about="http://de.wikipedia.org/RDF"> <dc:title>RDF</dc:title> rdf:resource="http://www.wikipedia.org/"/> </rdf:Description> </rdf:RDF> 

Anwendung

RDF ist unter anderem eine Möglichkeit Informationen über Dokumente im World Wide Web und andere Ressourcen zu repräsentieren. Diese über andere Informationen bezeichnet man als Metadaten . Dazu gehören beispielsweise Titel Autor Änderungsdatum und Lizenzinformationen oder die Verfügbarkeit eines Dokumentes.

Siehe auch: RSS

RDF-Schema

Ebenso wie XML im konkreten Anwendungsfall die Definition eines Dokumenttyps benötigt (z.B. als DTD oder XML Schema ) legt das RDF-Modell nur eine Syntax den gemeinsamen Datenaustausch fest. Zur Interpretation von RDF formulierten Aussagen bedarf es eines gemeinsamen wie zum Beispiel Dublin Core . Ein solches Vokabular wird auch Ontologie genannt wenn es gleichzeitig Regeln für richtige Verwendung der in ihm definierten Ressourcen

RDF-Schema (RDFS) ist ein Vokabular zur solcher Ontologien in RDF. RDFS liegt die eines Objektorientierten Klassenmodells zugrunde. Neben RDFS existieren schon eine Reihe weiterer Ontologie-Beschreibungssprachen wie F-Logic DAML und OIL. Mit der Web Ontology Language (OWL) hat das W3C einen Vorschlag für eine auf RDFS-aufbauende vorgelegt die Ausdrücksmöglichkeiten der Sprachen DAML und in RDF vereinigt.

Formale Definition von RDF mittels RDF-Schema

Unter http://www.w3.org/TR/REC-rdf-syntax gibt es eine formale Definition des in RDF-Schema. Darin sind folgende Ressourcen definiert:

  • Klassen
    • Statement (Tripel einer Aussage)
    • Property (Eine Property die als Prädikat einer benutzt werden kann)
    • Bag (Ungeordnete Menge von Ressourcen)
    • Seq (Geordnete Menge von Ressourcen)
    • Alt (Menge von alternativen Ressourcen)
  • Properties
    • subject (Weist einem Statement eine Ressource als zu)
    • predicate (Weist einem Statement eine Propertye als zu)
    • object (Weist einem Statement ein Objekt zu)
    • type (Identifiziert die Klasse einer Ressource)
    • value (Einfache Zuweisung einer Eigenschaft)

Literatur

Siehe auch: Topic Maps



Bücher zum Thema RDF

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/RDF.html">RDF </a>