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Radionuklid


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Radionuklid oder radioaktives Nuklid Bezeichnung für eine radioaktive Atomart.

Inhaltsverzeichnis

Definitionen und Sprachgebrauch

Ein Atomkern ist durch die Kernladungszahl Z und die Massenzahl (Nukleonenzahl) A gekennzeichnet

Nukleonen = Protonen (Z) plus Neutronen (N): A = Z + N

Ein Atomkern X wird daher wie gekennzeichnet:

A Z X z.B.:
60 27 Co vereinfacht
60 Co oder Co-60 (d.h. die Kernladungszahl kann fortgelassen werden sie durch das Symbol gegeben ist).

  • Atomarten die sich hinsichtlich ihrer Kernladungszahl (nicht aber hinsichtlich ihrer Massezahl A) gleichen damit ein- und demselben Element zugehören heißen Isotope . So haben P-31 P-32 P-33 die des Phosphors unterschiedliche Massen.

  • Es hat sich eingebürget eine radioaktive generell als Radionuklid zu bezeichnen; der Begriff Radioisotop wird nur dann verwendet wenn neben Radioaktivität die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Element Bedeutung ist. Für den Fall der Phosphorisotope es sich bei P-32 und P-33 jeweils ein Radionuklid das heißt ein Atom für sowohl A als auch Z festliegen. Siehe Nuklid .

Zerfallsereignisse

Beim spontanen Zerfall eines Radionuklids entsteht Alpha- Beta- und/oder Gammastrahlung . Alle anderen Nuklide werden als stabil bezeichnet.

Man unterscheidet natürliche Radionuklide von künstlichen

Natürliche Radionuklide

Natürliche Radionuklide kommen in der Biosphäre in der Erde vor. Sie sind entweder langlebig oder Zerfallsprodulte langlebiger Nukleide; alternativ entstehen durch Wechselwirkung mit kosmischer Strahlung (vorwiegend in der Atmosphäre).

Beispiele

  • Kalium 40
  • Radium
  • Radon 220 224
  • Thorium
  • Uran 235 238

Künstliche Radionuklide

Unter künstlichen Radionukliden versteht man solche durch Kernreaktionen (Neutronenbestrahlung) oder im Kernreaktor entstehen.

Beispiele


In der Medizin angewandte Radionuklide

  • Technetium-99m
  • Cobalt60
  • Phosphor32
  • Jod131
  • Sauerstoff-15 (T1/2=2 min)
  • Kohlenstoff-11 (T1/2=20 min)
  • Fluor-18 (T1/2=110 min)
  • Iod-123 (T1/2=13 h)
  • Iod-124 (T1/2=4 d).

Gefahrenklassen

Die Strahlenschutzverordnung teil in Deutschland Radionuklide ihrem Gefährdungspotential in vier Klassen ein.



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