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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 27. Mai 2012 

Rassismus ohne Rassen


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Rassismus ohne Rasse bezeichnet rassistische Ansätze die den Begriff Rasse nicht ausdrücklich verwenden.

Dieser Ansatz wurde erstmals von Étienne Balibar beschrieben und bezieht sich begrifflich auf Phänomen des Antisemitismus ohne Juden also die Tatsache daß in Gegenden jüdische Bevölkerung der Antisemitismus fortbesteht und häufig ausgeprägter ist als in Regionen mit einer Gemeinde.

Häufig werden neu-rechte Ansätze als Rassismus ohne Rasse beschrieben sie in der Regel formal multikulturell argumentieren ohne die Rassismen des Nationalsozialismus zu wiederholen und sich teilweise sogar diesen distanzieren. Dabei behaupten die neu-rechten Ideologen Differenz zwischen Völkern bzw. Rassen die erhaltenswert Aus diesen Gründen lehnen sie jede Mischung den von ihnen konstruierten Gruppen ab und eine Rassentrennung .

Aber nicht nur neofaschistische Ansätze beinhalten Rassismus ohne Rassen. Dieser ist wesentlich weiter und auch historisch kein neues Phänomen. Anzeichen sind u.a. folgende Argumentationsstrategien:

  • Die schlichte Ersetzung des Rassebegriffs durch Wörter Ethnie Kultur Volk etc.;
  • Kulturelle Eigenschaften wie Sprache (vgl. Linguizismus ) oder Religion (vgl. Judenfeindlichkeit ) werden häufig als Ansatzpunkte zur rassistischen gewählt;
  • Antimoderne Ideologien bekämpfen mit der Moderne in der Regel auch die rechtliche von Juden und in heutiger Zeit von Migranten.

Darüberhinaus wird ein entsprechender Rassismus häufig Sozialdarwinismus und auch in Verschwörungstheorien vertreten.

Auch wenn der Rassismus ohne Rassen schon zu Zeiten des traditionellen Rassismus mit bestand stellt er doch aktuell eine Modernisierung Rassismus dar dessen Charakter häufig nicht einfach durchschauen ist. Genau in dieser Modernisierung und liegt die Gefahr des Rassismus ohne Rassen.

Siehe auch: Rassismus Rassentheorien

Literatur

  • E. Balibar I. Wallerstein: Rasse Klasse Nation. Identitäten Hamburg: Argument 2. Auflage 1992.
  • A. Kalpaka N. Räthzel [Hrsg]: Die Schwierigkeit rassistisch zu sein 2. Auflage Leer: Mundo
  • S. Volkov: Antisemitismus als kultureller Code. Zehn 2. Auflage München: Beck 2000.




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