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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 2. September 2010 

Realo

Realos bezeichnet die Inhaber von sogenannten realpolitischen Positionen für die inhaltliche Ausrichtung der Die Grünen und ihrer Fraktionen auf Kommunaler Landes- Bundesebene.

Der Begriff wurde ursprünglich abgeleitet von Arbeitskreis Realpolitik der 1981 in Frankfurt von Joschka Fischer Daniel Cohn-Bendit und anderen Wortführern der Sponti-Szene und Autoren des regionalen Stadtmagazins Pflasterstrand initiiert wurde.

Als wöchentlich angebotenes offenes Forum traf der Arbeitskreis Realpolitik in den Redaktionsräumlichkeiten des erscheinenden Pflasterstrandes. Der Arbeitskreis Realpolitik verstand sich [1981-1982] als ausdrücklich außerparteilichen Gegenpol zur inhaltlichen der Partei Die Grünen .

Insbesondere meinungsführende Parteimitglieder des Frankfurter Kreisverbandes Grünen u.a. Gründungsmitglied Jutta Ditfurth und ihre Parteianhänger wurden als Fundis Öko-Fundamentalisten oder öko-sozialistische Fundamentalisten bezeichnet.

Die in der Öffentlichkeit wahrnehmbare Auseinandersetzung dem politischen Gegner wurde von den Frankfurter 1981-1983 im wesentlichen im Pflasterstrand geführt dessen Herausgeber Daniel Cohn-Bendit war und wurde mit zu nehmender von Der Spiegel der Frankfurter Rundschau und anderen Publikationen übernommen womit der Realo bundesweit bekannt wurde.

Die aus heutiger Sicht naheliegende innerparteiliche einer Realpolitik mit der Partei Die Grünen wurde von den Realos damals in ausdrücklich abgelehnt keiner der Realo-Wortführer kandidierte 1981-1982 ein Amt im grünen Kreisverband Frankfurt. Joschka Fischer und Daniel Cohn-Bendit lehnten einen Beitritt zur grünen Partei zur zweiten Hälfte 1982 ausdrücklich mit dem auf die sogenannten Fundi -Positionen im Frankfurter Kreisverband der Grünen ab.

Die eigentliche Auseinandersetzung über inhaltliche Positionen von beiden Seiten überlagert von einer regelrechten an Unterstellungen und dem Verächtlichmachen des politischen als weltfremde Spinner von moralischen Vorwürfen und dogmatischen bzw. sektiererischen Sichtweisen. Ein erkennbarer Wille Erarbeiten von gemeinsamen Positionen war in der so z.B. in den abgedruckten Beiträgen des als dem Sammelbecken von Realo-Positionen nicht wahrnehmbar.

Mit den beachtlichen regionalen Wahlerfolgen der Die Grünen in Frankfurt und in Hessen veränderte die Ausrichtung der Realos ein Eintritt in Grüne Partei wurde als neuer Weg formuliert die Bundestagsmandate mit den eigenen Positionen zu Joschka Fischer erklärte im Herbst 1982 auf einem des Arbeitskreises Realpolitik ausdrücklich seinen Eintritt in Die Grünen mit der Kandidatur für einen Bundestagslistenplatz verbinden.

Innerhalb weniger Wochen erfuhr der Frankfurter der Grünen anschließend eine Betrittswelle von neuen die auf den Kreisverbandsitzungen im Herbst 1982 Joschka Fischer im Frankfurter Pferdestall auf einen aussichtsreichen Platz für die 1983 wählten.

Dieses Vorgehen wurde von den Fundis auch unabhängigen Gründungsmitgliedern der Partei Die Grünen verbittert als Verrat an den urgrünen angeprangert es widersprach dem eigenen moralisch geprägten einer zuvor stattfindenden innerparteilichen Auseinandersetzung um grüne

Mit dem Einzug von Joschka Fischer als Bundestagsabgeordneter in den Bundestag wurde der schnell bekannteste Vertreter von in die Bundespartei getragen. Weitere in der wahrgenommene Realos waren seit 1983 maßgeblich Otto Schily Waltraud Schoppe Hubert Kleinert und in Baden-Württemberg der der Regionalpolitik erfolgreich pragmatisch agierende Rezzo Schlauch Parteimitglied seit 1981.

In den weiteren Jahren wurde die Partei auf der Bundesebene von mit großer und einem ausgeprägten Machtwillen geführten Flügelkämpfen zwischen und Fundilager tief gespalten wobei die Mehrheit aus unterschiedlichen Wurzeln stammenenden Parteimitglieder und noch die grünen Wähler die Auseinandersetzungen oftmals ratlos mussten. Die Eigendynamik des auf Bundesebene zwischen Fraktionsvorstand und dem Parteivorstand ausgefochtenen Realo/Fundi-Flügelkampfes hatte von den Einflussmöglichkeiten eines vergleichsweise selten tagenden weit entfernt.

Die Grüne Partei war spätestens 1987 Realo- und Fundilager sowie eine bei Abstimmungen heterogene Gruppe von Unabhängingen so zerstritten dass kein Lager von einer inhaltlichen flügelübergreifenden Arbeit dem Bemühen um gemeinsame Positionen viel versprach.

Die frühere Arbeit in themenorientierten Arbeitskreisen in der zweiten Legislaturperiode ab 1987 zunehmend Rivalität von individuell agierenden Abgeordnetenbüros beider Lager mit einem Stab von drei Mitarbeitern pro leistungsstark genug waren um die jeweils eigene Position medienwirksam zu formulieren und in die und darüberhinaus in die Partei selber einzuarbeiten .

Realos versuchten in der zweiten Legislaturperiode Organ des Fraktionsvorstandes der grünen Bundestagfraktion mit eigenen Realopositionen zu dominieren und als Lenkungsorgan den linken fundamentalistisch gewerteten Parteivorstand der Grünen Partei missbrauchen.

Ein in sich geschlossenes einheitlich auftretendes war ab ca. 1987 zunehmend nicht mehr die Realos wurden differenziert in drei verschiedene deren inhaltliche Unterschiede von einer Position der Zusammenarbeit mit der SPD über die Position die Grünen zu "Partei der Mitte" zu machen losgelöst von Standpunktes links der SPD bis hin zu Position reichten ohne programmatische Vorgaben eine Politik jeweils situations- oder mehrheitsbedingt besten aller möglichen zu gestalten bevorzugt mit der SPD aber zwingend.

Die Versuche von unabhängigen grünen Politikern von den Fundi/Realo-Lagern unabhängige grüne Position für grüne Partei zu entwickeln die von Fundis Realos als für das eigene Überleben nicht und richtungsweisend anerkannt würde sind bis heute Erfolg geblieben. Die Lageraufteilung spielt jedoch heute keine so große Rolle mehr wie früher.




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