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Reform der deutschen Rechtschreibung von 1901


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Die II. Orthographische Konferenz abgehalten 1901 in Berlin beschloß eine Vereinheitlichung der deutschen Rechtschreibung ( Orthographie ) auf der Basis des preußischen Schulregelwerks des Wörterbuchs von Konrad Duden . Von einer Rechtschreibreform kann man dabei insofern reden als systematische Neuregelungen vereinbart wurden.

Vorgeschichte

Bestrebungen nach einer Vereinheitlichung der deutschen hatten eine lange Vorgeschichte artikulierten sich aber deutlich nach der Reichsgründung 1871 . Eine erste staatliche Konferenz "zur Herstellung Einigkeit in der Rechtschreibung" in Berlin scheiterte 1876 am Veto Bismarcks .

Faktisch entwickelte sich die deutsche Einheitschreibung aus den Rechtschreibregeln die der Germanist Wilmanns die preußischen Schulen entwickelt hatte und die Konrad Duden seinem "Vollständigen Orthographischen Wörterbuch der deutschen zugrunde legte. Der "Duden" verbreitete sich rasch Preußen hinaus; schon 1894 wurde er in der Schweiz offiziell

Auf Einladung des Reichsinnenministers kamen 1901 auf der zweiten Orthographischen Konferenz in 26 Bevollmächtigte der deutschen Länder und ein Komissar sowie Vertreter einiger Institutionen und des zusammen und berieten drei Tage lang über Normierung einer einheitlichen deutschen Orthographie. Neben Staatsbeamten einige wenige Fachleute teil darunter Konrad Duden.

Im Laufe des Jahres 1902 wurden die Ergebnisse der Berliner Konferenz die Regierungen Deutschlands Österreichs und der Schweiz amtliche Regelungen umgesetzt.

Beschlüsse

Als Grundlage der deutschen Einheitsschreibung wurden amtliche preußische Regelwerk und der "Duden" bestätigt.

In heimischen Wörtern sollte das h nach t grundsätzlich fallen ( Tal Tür statt Thal Thür ).

Fremdwörter sollten konsequenter in das deutsche integriert werden was vor allem zur weitgehenden von c durch k oder z führte je nach Aussprache und unter von Schreibvarianten. Außerdem wurden einige Einzelwortschreibungen verändert Literatur statt Litteratur ). In manchen Fällen wurden Doppelschreibungen zugelassen Brennnessel und Brennessel morgens und Morgens ).

Zur Silbentrennung wurde festgelegt daß pf und dt nicht aber st getrennt werden dürfen

Zur Getrennt- und Zusammenschreibung und zur Interpunktion wurden keine Regeln formuliert.

Weitere Informationen

Zur Geschichte der deutschen Rechtschreibung nach siehe Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 .



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