Regensburg liegt an der Donau im Grenzbereich der drei Landschaften Bayerischer Wald Fränkischer Jura und Alpenvorland am Westrand der niederbayerischen Lößebene.
Steinerne Brücke und Dom von der Donau gesehen (von NW)
Im Stadtgebiet mündet von Norden kommend Fluss Regen ein linker Nebenfluss der Donau unweit Regensburger Altstadt. Bereits einige Kilometer zuvor hat Donau die ebenfalls von links einmündende Naab aufgenommen.
Beschreibung : In Rot zwei schräg gekreuzte silberne Die Stadtflagge ist Rot-Weiß.
Bedeutung : Die Schlüssel sind das Attribut des Petrus welcher der Patron des Regensburger Domes Der Heilige Petrus ist in den Siegeln Stadt schon seit dem 12. Jahrhundert nachweisbar wurde er im Laufe der Geschichte unterschiedlich Ab 1549 treten die Schlüssel als Symbole allein auf und wurden später ebenfalls mehrmals Sie konnten sich jedoch als Stadtwappen behaupten.
Regensburg ist eine der ältesten Städte Deutschland. Die schriftlich gesicherte Geschichte Regensburgs beginnt der Einrichtung eines römischen Kohortenkastells um etwa 80 n. Chr nachdem sich zuvor jahrhundertelang der Gegend einige Keltensiedlungen befanden die die der heutigen Stadt "Ratasbona" oder "Ratisbona" nannten. Stadt Regensburg zeichnet sich durch eine Vielfalt Namen in seiner Geschichte aus was auf reichhaltige Geschichte verweist: Die hier im Text gebräuchlicheren Namen sowie Quadrata Germanisheim Hyatospolis Ymbripolis und Tyberina.
Im Jahre 179 n. Chr. wurde das heutige Regensburg der Einrichtung des Legionslagers "Castra Regina" durch die Römer auf Anordnung von Kaiser Marc Aurel zum militärischen Hauptstützpunkt der Provinz Raetia . Die Völkerwanderungen führten um 400 n. Chr. zur des unzerstörten Kastells. Von etwa 500 n. bis 788 n. Chr. war Regensburg der Hauptsitz bayuwarischen Herzöge der Agilolfinger.
Das 13. und 14. Jahrhundert waren geprägt durch Versuche der Regensburger Territorium um die Stadt unter ihre Kontrolle bringen und einen eigenen Staat aufzubauen. Damit die Stadt in Konflikt mit dem Königreich unter den Wittelsbachern die mit Maßnahmen wie der Blockade Stadt versuchten diese unter ihre Kontrolle zu 1486 gab die Stadt schließlich auf und sich dem oberbayrischen Herzog musste aber 1496 bereits wieder an den Kaiser des zurückgegeben werden.
1519 wurde mit Vertreibung der Juden (geschätzt 500 an der Zahl) aus der Stadt dem Abbruch des Judenviertels auf dem Gelände heutigen Neupfarrplatzes eine der ältesten jüdischen Gemeinden zerstört.
1542 trat die Stadt zum evanglischen Glauben was zusätzlich für Konflikt mit dem katholischen sorgte.
Regensburg war von Anfang an ein Zentrum des Ostfränkischen Reichs - aus diesen entwickelte sich später der Reichstag . Hier wurden so weitreichende Entscheidungen getroffen die Unabhängigkeit Österreichs Reichsheerfahrten und die Gründung von Reichsfürstentümern. 1663 bis 1806 wurde der Reichstag umgewandelt in den Immerwährenden Reichstag . Die Fürsten von Thurn und Taxis handelten ab 1748 als kaiserliche Prinzipalkommissare und residieren noch in der Stadt.
Die Stadt wird ein eigenständiges Fürstentum Carl Theodor von Dalberg bis sie 1809 durch Napoleon erobert wird der von Dalberg am 22. Mai 1810 zwingt die Stadt an das neugebildete Bayern abzutreten. Hier wird sie direkt der unterstellt und ist somit eine Stadt die später als Kreisfreie Stadt bezeichnet. Gleichzeitig wird Sitz eines Verwaltungsbezirks aus dem später der Regensburg hervorgeht.
Die Stadt beginnt nur langsam wieder Bedeutung zu gewinnen und wird 1859 an das Eisenbahnnetz mit Verbindungen nach Nürnberg und München angeschlossen. Bis heute bedeutend ist die des Luitpoldhafens 1910 (mittlerweile als Westhafen bekannt).
Regensburg um 1900
Der historische Stadtkern von Regensburg ist erhalten obwohl die Stadt unter schweren Luftangriffen leiden hatte die sich jedoch hauptsächlich auf am Stadtrand gelegenen Messerschmitt -Werke konzentrierten. Bei den insgesamt 20 Bombenangriffen Royal Airforce und der 8.Amerikanischen Luftflotte (1943-1945) an die 3000 Menschen darunter viele Kriegsgefangene. 1945 erfolgte eine (Teil-)Sprengung der Donaubrücken. Die selbst wurde jedoch schließlich kampflos übergeben nicht durch eine Demonstration der Regensburger Frauen und Dompredigers Dr. Johann Maier am 23. April 1945 der die Übergabe forderte damit die nicht beschädigt würde und der deshalb am Tag wegen "Sabotage" öffentlich hingerichtet wurde.
Die Stadt begann sich nach dem langsam wieder aus ihrem Schlaf zu erholen. beigetragen hierzu haben der Bau des Osthafens 1960 ) die Eröffnung der Universität (Grundsteinlegung 1965 ) und schließlich 1978 die Eröffnung der Großschiffahrtsstraße Rhein-Main-Donau (siehe Main-Donau-Kanal ).
739 n. Chr. wurde vom Hl. das Bistum Regensburg gestiftet. In der Folgezeit wurden auch Klöster gegründet. Die Stadt selbst wurde 1245 reichsunmittelbar und führte ab 1528 die Reformation ein (am 15.10.1542 war die erste Abendmahlsfeier). Da im Stadtgebiet jedoch weiterhin viele waren die nicht zur Reichsstadt selbst gehörten das katholische Bekenntnis in der Stadt weiterhin und wurde durch zahlreiche Zuwanderungen zum vorherrschenden Daher stellten die Katholiken zahlenmäßig stets die in Regensburg. Sie gehörten anfangs zum Bistum das zunächst der Erzdiözese Mainz dann Salzburg war. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 wurde Regensburg Sitz des erzbischöflichen Stuhls Mainz als das Hochstift Regensburg mit der Regensburg und anderen kleinen geistlichen Herrschaftsgebieten zum Regensburg vereinigt wurde welches 1810 an Bayern kam. 1817 / 1821 wurde das Bistum Regensburg neu umschrieben der " Kirchenprovinz München und Freising" unterstellt. Die Pfarrgemeinden heute innerhalb des Bistums Regensburg zum Dekanat der gleichnamigen Region.
Die protestantischen Gemeinden wurden nach Einführung Reformation von einem Superintendenten geleitet. Als Kirchenverwaltungsbehörde ein Konsistorium. Nach dem Übergang an Bayern 1810 wurden die Gemeinden Teil der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern . Innerhalb dieser Landeskirche gehören sie heute Dekanat Regensburg im gleichnamigen Kirchenkreis.
Regensburg erhielt 1245 durch Kaiser Friedrich II. das Recht Selbstverwaltung und das Privileg "einen Bürgermeister und zu setzen". Damit war sie reichsunmittelbar (Freie und blieb es bis 1803. Der Rat 16 Mitglieder. Diese Zahl wurde bis 1803 beibehalten.
Nach dem Übergang an Bayern 1810 wurde Regensburg Hauptstadt des Regenkreises bzw. der neuen Kreiseinteilung 1838 Hauptstadt des Kreises "Oberpfalz und Regensburg" dem 1948 der "Kreis" bzw. 1953 der "Regierungsbezirk Oberpfalz" hervorging.
Die Stadt wurde ab 1811 durch einen königlichen "Polizeidirektor" geleitet. Ab 1818 stand an der Spitze der Stadt "Erster Bürgermeister" der ab 1907 den Titel "Oberbürgermeister" erhielt. Neben dem gibt es Regensburg heute noch zwei "Bürgermeister".
Die Ersten Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister seit
Der wirtschaftliche Aufschwung Regensburgs nach dem Weltkrieg begann relativ spät. Die Eröffnung von ( 1967 ) und Fachhochschule legten die Grundlage für sehr dynamische wirtschaftliche Entwicklung.
Zu den bedeutendsten Firmen der Stadt heute BMW Siemens Infineon Osram Maschinenfabrik Reinhausen Alstom Starkstrom Gerätebau Toshiba oder Fiedler Perforier-Technik. Stadtosten betreibt Siemens VDO Automotive eines der Entwicklungszentren Deutschlands.
Die Ansiedlung von Zukunftsbranchen wird durch Stadt aktiv gefördert. Einrichtungen wie das Gründerzentrum oder der Bioregio mit inzwischen über 30 sind Bestandteile einer wirtschaftlichen Neustrukturierung der Stadt. Zeiten des New Economy -Booms wurden hier eine Reihe von Unternehmen wie Amazon.de Adori AG Feedback AG Offerto.de oder SPiN AG womit Regensburg zeitweise eines der der deutschen Internetwirtschaft war. Einige Unternehmen (z.B. sind allerdings zwischenzeitlich in geographisch günstiger gelegene Deutschland übergesiedelt während andere Unternehmen (z.B. Adori Feedback) mit dem Absturz des Neuen Marktes
A3 Nürnberg Passau (sie führt durch von nach Ost durch das südliche Stadtgebiet)
A93 Regensburg - Weiden - Hof (sie von Nord nach Süd durch das westliche beide Autobahnen kreuzen sich am Autobahnkreuz Regensburg im Südwesten der Stadt
Hafen: mit einem Gesamtumschlag von 2.452.733 (2002) größter Hafen Bayerns. Durch die Lage Europakanal Rhein-Main-Donau Güter-Drehscheibe zwischen den Nordseehäfen und Osteuropa.
Flughafen: je ca. 1 Stunde Fahrzeit den Flughäfen Nürnberg und München. Verkehrslandeplatz Straubing ca. 30 Minuten.
Den öffentlichen Personennahverkehr versorgen mehrere Buslinien Regensburger Verkehrsverbunds (RVV) GmbH und anderer Busunternehmen. 1903 und 1964 betrieb die Stadt ein kleines Straßenbahnnetz .
Fachhochschule Regensburg - Hochschule für Technik Wirtschaft und gegründet 1971 als Nachfolgerin verschiedener Einrichtungen die bis 19. Jahrhundert zurück gehen.
Schwabelweis Oberer und Unterer Keilberg Brandlberg
730
01.04.1938
Ziegetsdorf
52
01.04.1938
Dechbetten Königswiesen
287
01.04.1938
Großprüfering
245
01.01.1971
Teil der Gemeinde Graß
4
01.07.1972
Teil der Gemeinde Graß
17
01.07.1972
Teile der Gemeinden Pentling Oberisling Burgweiting (gleichzeitig wurden Teile abgegeben)
122
01.01.1975
Teil der Gemeinde Grünthal
73
01.01.1977
Burgweinting
748
01.01.1977
Harting
449
01.01.1977
Oberisling mit Graß Leoprechting und Unterisling
896
01.01.1978
Teil der Gemeinde Barbing (Irl Irlmauth
547
01.02.1983
Teil der Gemeinde Obertraubling
39
Nach der letzten Eingliederung 1983 wurden Teile der Stadt Regensburg und zwar Teile Burgweinting Winzer und Schwabelweis in die benachbarten Obertraubling Pettendorf und Tegernheim zurückgegliedert. Dadurch verlor Stadtgebiet eine Fläche von insgesamt 52 ha.
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Volkszählungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter der Stadtverwaltung selbst.
Der historische Stadtkern Regensburgs selbst ist vollständig erhalten. Nennenswert sind die Steinerne Brücke 1135 - 1146 ) die zu den bedeutendsten Brückenbauwerken des gehört und Vorbild u.a. für die Prager war der Regensburger Dom ( Wahrzeichen der Stadt) das Alte Rathaus mit Salzstadel die Porta Praetoria (ein aus der erhaltenes Stadttor) die 1854 - 56 erbaute Königliche Villa sowie eine extrem Anzahl historischer Kirchen und mehrere Klöster und ( Geschlechtertürme ) darunter die Dominikanerkirche die Dreieinigkeitskirche die Heilig Kreuz die Minoritenkirche die Neupfarrkirche und Niedermünster sowie die Kirchen St. Emmeram St. St. Kassian St. Leonhard St. Magn St. und die Schottenkirche St. Jakob.
Die folgende Übersicht enthält bedeutende in geborene Persönlichkeiten chronologisch aufgelistet nach dem Geburtsjahr. die Personen ihren späteren Wirkungskreis in Regensburg oder nicht ist dabei unerheblich. Die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
1925 25. September Werner Scharfenberger Komponist ("Seemann deine Heimat das Meer" "Aber am Abend da spielt Zigeuner")
1942 8. Juni Patrizius alias Walter Heinz Leykauf Komponist (Mitglied der Nilson Brothers) ("Aber dich gibts einmal für mich" "Freunde fallen nicht vom
1945 8. November Günther Behrle Komponist ("Patrona Bavariae" "Irgendwo für jeden ein Licht") Sänger
Bayerisches Jazzweekend: An einem verlängerten Wochenende Sommer gibt es über 100 verschiedene Bands. Jury des Bayerischen Jazzinstituts sorgt für ein musikalisches Niveau. Eintritt frei.
Tage Alter Musik
Regensburger Tage des Schülertheaters: In drei im Juni führen ca. 20 Regensburger Schulbühnen Stücke auf. Eintritt frei.
Freizeit
Bürgerfest: findet alle zwei Jahre statt.
Dult: zweimal jährlich. Berühmt ist der vom Riesenrad auf Altstadt und Donau.
Weihnachtsmarkt (Christkindl-Markt) im Dezember.
Donauausstellung findet im zweijährigen Turnus im März/April Ostbayerische Verbrauchermesse mit mehreren Sonderausstellungen.
Sport
Regensburg-Marathon: Mit über 7.000 Teilnehmern einer zehn größten Stadtmarathons in Deutschland. (Am Sonntag Christi Himmelfahrt.)
Regensburg Triathlon: Kurz- und Jedermann-Distanz (Alljährlich zweiten Sonntag im August.)
Arber Radmarathon: Über 5.000 Teilnehmer auf anspruchsvollen Strecken bis 250 Kilometer. Von Regensburg den Bayerischen Wald und zurück. (Alljährlich am Sonntag im Juli.)
Lankes Hans und Michael Spaan (Hrsg.). Stadtbuch Regensburg . Erscheint regelmäßig in aktualisierten Auflagen mit fast aller Lokale Freizeiteinrichtungen und vielen Insidertips.
Landkarten
Fritsch Freizeitkarte 63. Stadt und Landkreis Regensburg 1:50.000. Mit touristischen Hinweisen Wanderwegen und -parkplätzen.
Waldverein Regensburg (Hrsg.). Wanderführer in die Umgebung von Regensburg. Mit 1:60.000 . Regensburg (MZ-Verlag) 2002.