Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 26. Oktober 2014 

Regenwürmer



Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Regenwürmer
Systematik
Stamm : Ringelwürmer
Klasse : Clitellata
Unterklasse : Wenigborster
Ordnung : Opisthopora

Die Regenwürmer (Lumbricidae) sind im Erdboden lebende gegliederte aus der Klasse der Wenigborster (Oligochaeta). Sie gehören innerhalb Überklasse (bzw. Klasse) Clitellata zum Stamm der Ringelwürmer (Annelida). Weltweit gibt es über dreitausend von Regenwürmern in Deutschland immerhin 39. 2004 der Regenwurm zum "Wirbellosen Tier des Jahres" Der Tauwurm Lumbricus terrestris ist die bekannteste einheimische Art welche prototypisch meist als "den" Regenwurm bezeichnet neben Kompost - oder auch Mistwurm ( Eisenia foetida ).

Der deutsche Name rührt nicht etwa der Eigenart der Würmer her bei Regen großen Scharen an die Erdoberfläche zu kommen von ihrer steten Aktivität im 16. Jahrhundert es entsprechend noch "reger Wurm". Die Regenwürmer also nicht an die Erdoberfläche weil sie Regen lieben sondern weil sie bei Regen ihren Gängen im Erdboden ertrinken würden denn im Wasser gelöste Sauerstoff reicht nicht aus den Wurm über die Hautatmung mit genügend Atemgas zu versehen.

Der Körper des Regenwurms besteht aus zylindrischen Gliedern ( Segmenten ) welche an ihren Seiten die kaum der Haut hervorragenden Borsten tragen. Die Borsten bestehen Chitin und Proteinen und können mit Hilfe besonderer Muskeln werden. Die Anzahl der Segmente nimmt mit Alter des Wurms zu. Eine spezielle Wachstumszone der Nähe des Hinterendes produziert neue Glieder.

Nach außen hin ist der gesamte des Wurms und damit auch jedes seiner durch einen Hautmuskelschlauch abgegrenzt. Auf eine einschichtige Epidermis die einige Drüsen- und Sinneszellen enthält nach außen eine Cuticula abscheidet folgt eine Ringmuskelschicht und weiter die dicke Längsmuskelschicht. Mit Hilfe dieser Muskulatur sich der Regenwurm kriechend fort. In der Region kontrahieren sich z.B. die Ringmuskeln was dass die dortigen Segmente dünner und länger und sich nach vorne schieben. Die schräg hinten gerichteten Borsten verankern zusätzlich die vorgestreckten an der erreichten Stelle im Boden. Nun eine von vorn nach hinten verlaufende Kontraktion Längsmuskeln wodurch die Segmente schmaler und dicker was den Wurmkörper nach vorne zieht.

Eine Art Oberlippe der Kopflappen ( Prostomium ) überwölbt am Kopfende den Mund. Dieser in den Darm der den ganzen Regenwurm von vorne hinten durchzieht. Der Darm beginnt mit einem Pharynx auf den die Speiseröhre mit ihren sowie ein muskulöser Kropf und Muskelmagen folgen welchem (wie bei Hühnern ) durch aufgenommene kleine Steinchen die pflanzliche gleichmäßig zerrieben wird. Es folgt der lange der auf der Rückenseite in seiner gesamten eine Einstülpung ( Typhlosolis ) aufweist die die innere Darmoberfläche vergrößern Am Hinterende des Wurms befindet sich der

Zwischen Darm und Hautmuskelschlauch liegt in Segment die Leibeshöhle (das Coelom ). Diese ist durch zarte Querwände von Leibeshöhle des Nachbarsegments abgegrenzt und prall mit gefüllt. Diese Flüssigkeit die von innen gegen Hautmuskelschlauch drückt wirkt als eine Art hydrostatisches und hilft mit dem Wurm beim Kriechen zu verleihen.

Das Nervensystem ist hoch entwickelt. Sein Hauptstrang liegt der Bauchseite und wird daher als Bauchmark bezeichnet. Innerhalb jedes Segments erkennt man eine Anschwellung von der Nerven zum Hautmuskelschlauch Augen fehlen zwar doch ist der Regenwurm allem am Vorder- und Hinterende lichtempfindlich und auch auf Erschütterungen des Bodens.

Besondere Atmungsorgane besitzt der Regenwurm nicht ein vielfach verzweigtes Blutgefäßsystem . Es besteht aus einem Rückengefäß das Blut von hinten nach vorn treibt und Bauchgefäß. Innerhalb jedes Segments verbinden Gefäßschlingen diese Hauptkanäle. Um die Speiseröhre herum sind diese liegenden Verbindungsgefäße so dick und muskulös dass sie Lateralherzen nennt. Das Blut selbst ist durch den roten Blutfarbstoff Hämoglobin rot gefärbt und enthält farblose Blutkörperchen .

Als Ausscheidungsorgane liegen in jedem Segment und rechts vom Darm zwei so genannte die aus einem langen gewundenen im Endabschnitt zur Harnblase erweiternden Exkretionskanal bestehen. Ein Wimpertrichter in das davor liegende Segment ragt fängt auszuscheidenden Substanzen auf.

Die Regenwürmer sind Zwitter und befruchten sich wechselseitig. Eine bestimmte ihrer Körpersegmente die den so genannten Gürtel Clitellum eine Art sattelförmige Verdickung) bilden enthalten Drüsen welche bei der Begattung ein Sekret ausscheiden das die beiden Geschlechtspartner manschettenartig Während der Begattung legen sich zwei Würmer der Bauchseite aneinander und zwar so dass über ihre Geschlechtsöffnungen Spermien austauschen und in Receptacula seminis (kugelförmige Einstülpungen zur Sperma-Aufbewahrung) des Geschlechtspartners können. Die Eier werden wie bei den Blutegeln in Kokons abgelegt. Das Sekret der Clitellum-Drüsen dient Bildung dieses Ei-Kokons. Die Embryonen ernähren sich von dem Eiweiß von dem sie umgeben sind und nur eine geringe Metamorphose zum Wurm durch.

Die Regenwürmer sind nachtaktive Tiere. Sie ihren Darm mit humusreicher Erde und vermodertem und ziehen Keimlinge und Blätter in die Erde um sie als zu verwerten. Auch fressen sie Fleisch.

Bei ihren Wanderungen im Boden bilden Röhren die sie mit ihren Exkrementen füllen. liefern sie den Pflanzen Dünger. Von besonderer sind die Regenwürmer wie bereits Charles Darwin beobachtete dadurch dass sie beständig die den tieferen Schichten des Bodens stammende Erde ihren Darm hindurch und an die Erdoberfläche und dadurch erheblich zur Auflockerung des Bodens Nach Darwins Berechnung befördern die Regenwürmer in Teilen Englands jährlich auf jedem 6 Hektar Landstück ein Gewicht von mehr als 25000 Erde an die Oberfläche und bewirken dadurch ganz erhebliche Durchmischung der Bodenschichten wobei der mit Humusstoffen angereichert wird.

Den Winter verbringen die Würmer zusammengeballt in größerer liegend in einer Kältestarre.

Die natürlichen Feinde der Regenwürmer sind Amseln Maulwürfe Igel Spitzmäuse Kröten Frösche Tausendfüßler und Laufkäfer . Der Mensch benutzt sie als Köder Angeln .

Regenwürmer besitzen ein beachtliches Regenerationsvermögen vor am Hinterende weniger am Vorderende. Sie sind in der Lage sich selbst zu verstümmeln sie ein Fressfeind gepackt hat. Dann schnürt Wurm am Hinterende eine Reihe von Segmenten um sie dem Räuber zu überlassen und sich mit dem restlichen Körper durch eine Fluchtbewegung in Sicherheit. Das weitverbreitete Gerücht dass lebende Würmer entstehen wenn man einen Wurm der Mitte trennt stimmt nicht weil das gerade in der Körpermitte kaum ausgeprägt ist. Vorderende können 4 Segmente abgetrennt werden die wieder komplett ersetzt werden. Trennt man vorne Segmente ab werden nicht mehr alle regeneriert. mehr als 15 entfernten Segmenten kommt es zu gar keiner Regeneration.

Literatur

  • Werner Peters/Volker Walldorf: Der Regenwurm . Heidelberg 1986.
  • J.E. Satchell: Earthworm Ecology. London 1983.

Weblinks



Bücher zum Thema Regenwürmer

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Regenwurm.html">Regenwürmer </a>