Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Das Reichskommissariat Ukraine bestand während der deutschen Besatzungszeit in westlichen und zentralen Teilen der Ukraine und von September 1941 bis Anfang 1944.
Nach dem deutschen Angriff auf die 22. 6. 1941 wurde am 1. September 12.00 Uhr das Reichskommissariat Ukraine gebildet. Es ging hervor aus Teilen rückwärtigen Heeresgebiet Süd bzw. Mitte und dem Brest der bereits seit dem 18. Juli dem Militärbefehlshaber im Generalgouvernement unterstellt worden war.
Seine Grenzen verliefen vorläufig wie folgt:
Westen: Ostgrenze des Generalgouvernements
Süden: Verlauf des Dnjestr in ostwärtiger Richtung Mogilew Podolskij am Dnjestr.
Osten: Bar/Letitschew/Ljubar am Slutsch/Verlauf des Slutsch bis Einmündung in den Horyn/Verlauf des Horyn bis seiner Einmündung in den Pripjet/Senkewitschi (20 km Dawid-Gorodok) (Orte und Orte an den Flüssen
Zum 20. Oktober 1941 12.00 Uhr wurde das Reichskommissariat Ukraine räumlich nach erweitert.
Seine neuen Grenzen verliefen vorläufig wie
Westen: Bisherige Ostgrenze des Reichskommissariat Ukraine
Süden: Verlauf von Row nach Bar bis seiner Einmündung in den Bug/Verlauf des Bug Perwomajsk/Nowo Ukrainka/Nowomirgorod/Smela/Tscherkassy (Orte und Bahnlinie Perwomajsk-Tscherkassy ausschließlich)
des Dnjestr in ostwärtiger Richtung bis Podolskij am Dnjestr
Osten: Verlauf des Dnjepr bis Retschiza (Kiew und Dnjepr-Brücken einschließlich.)
Norden: Bahnlinie Retschiza-Luniniec (Bahnlinie Retschiza-Luniniec einschließlich) bis bisherigen Ostgrenze des Reichskommissariats Ukraine.
Die nächste Änderung folgte entsprechend dem der Kampfhandlungen zum 15. November. 1941 12.00 Uhr .
Zu diesem Zeitpunkt wurde das Reichskommissariat erweitert aus dem rückwärtigen Heeresgebiet Süd soweit der folgenden Grenzen gelegen:
Nordwesten: Bisherige Ostgrenze des Reichskommissariat Ukraine;
Südwesten: Verlauf des Bug von Perwomajsk bis Einmündung in das Schwarze Meer/Küste des Schwarzen bis zur Mündung des Dnjepr;
Süden Osten und Nordosten: Verlauf des Dnjepr Tscherkassy (Ort einschließlich).
Die letzte Erweiterung trat galt vom September. 1942 ab 12.00 Uhr . Danach traten aus dem rückwärtigen Heeresgebiet folgende Teile der Ukraine östlich des Dnjepr
zum Generalbezirk Kiew: der ostwärts des Dnjepr Teil des ehemaligen Gebiets Kiew und der Oblast Poltawa
zum Generalbezirk Dnjepropetrowsk: der ostwärts des Dnjepr Teil des ehemaligen Oblastes Dnjepropetrowsk und vom Oblast Saporoshje der Teil der nicht zum Krim fällt
zum Generalbezirk Krim (Teilbezirk Taurien): der südlich unteren Dnjepr gelegene Teil des ehemaligen Oblastes und vom ehemaligen Oblast Saporoshje die Rayons Nischnije Sjegorosy Nowowassilewka Priasowskoje Weseloje und die davon gelegenen Rayons.
Damit war die weiteste Ausdehnung erreicht.
Im Laufe des Jahres 1943 wurde Reichskommissariat Zug um Zug von der Roten Armee zurückerobert.
Anfang 1944 als die allein noch gebliebenen Kreisgebiete Brest Kobryn und Pinsk eine Verwaltung nicht mehr zuließen wurde dieser Randstreifen Reichskommissariats Ukraine der Verwaltung des Generalbezirks Weißruthenien Reichskommissariat Ostland unterstellt.
Das Reichskommissariat Ukraine teilte sich in Generalbezirke mit der entsprechenden Anzahl von deutschen denen die ukrainischen Rayons unterstellt waren.
Die deutschen Aufteilungen folgten größtenteils den ukrainischen Abgrenzungen.
Die Generalbezirke fassten mehrere Oblasts die mehrere Rayons zusammen.
Zum Sitz des Generalkommissars für Wolhynien-Podolien Brest-Litowsk) wurde die Stadt Luzk bestimmt. Der für den Generalbezirk Krim (Teilbezirk Taurien) hatte Sitz in Melitopol.