Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Reichspräsident war die Bezeichnung für das Staatsoberhaupt Deutschen Reiches von 1919 bis 1945 .
Gemäß Artikel 43 der Weimarer Verfassung wurde der Reichspräsident unmittelbar vom Volk Die Amtszeit betrug sieben Jahre wobei mehrfache zulässig war. Für das Amt kandidieren konnten Staatsbürger die das 35. Lebensjahr vollendet hatten.
Im Gegensatz zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland hatte der Reichspräsident nur repräsentative Aufgaben sondern konnte durch die des Reichstags (Artikel 25) und durch Entlassung Ernennung des Reichskanzlers (Artikel 53) direkten Einfluss die Politik nehmen. Außerdem besaß der Reichspräsident Artikel 48 der Verfassung - den so genannten Notstandsparagraphen - Zweifelsfall eine große Machtfülle ("Diktator auf Zeit").
Das Deutsche Reich besaß folgende Reichspräsidenten: Friedrich Ebert (von 1919 bis 1925 ); - Paul von Hindenburg (1925 bis 1934 ); - unmittelbar nach Hindenburgs Tod übernahm Hitler auch das Amt des Reichspräsidenten (durch vom 19. August 1934 bestätigt) verzichtete jedoch darauf den Titel führen; - Karl Dönitz von Hitler testamentarisch zum Reichspräsidenten bestimmt das Amt nach dessen Tod am 1. Mai 1945 ; mit seiner Verhaftung durch die Alliierten 23. Mai 1945 endet de facto auch seine Amtszeit.
Nachdem Ebert gestorben war wurde die auf den 29. März 1925 vorgezogen. Beim ersten Wahlgang traten Kandidaten an von denen keiner die in Wahlgang erforderliche absolute Mehrheit erreichte. Somit wurde zweiter Wahlgang am 26. April nötig in dem nun eine relative reichte. Zentrum SPD und DDP einigten sich Wilhelm Marx . DNVP DVP NSDAP und BVP ernannten von Hindenburg und die KPD blieb bei Ernst Thälmann .
Mit 48 3 Prozent der Stimmen Hindenburg zum Reichspräsidenten gewählt.
Paul von Hindenburg geboren 1847 war 1911 als General pensioniert worden im Ersten Weltkrieg jedoch erneut eingesetzt und errang bei Tannenberg einen entscheidenden Sieg gegen die russische Mit Ernst Ludendorff bestimmte er die Oberste Heeresleitung . Der militärische Ruhm der ihm damals wurde war mitbestimmend bei seiner Wahl zum
Die Wahl 1932 stand unter dem Eindruck der politischen in Deutschland besonders aber unter dem Eindruck Kandidatur Adolf Hitlers (NSDAP). Um die Wahl zum Präsidenten zu vermeiden einigten sich Zentrum und DDP neben DVP und BVP auf Hindenburg - die demokratischen Parteien waren somit Gegnern von Hindenburgs zu seinen Unterstützern geworden. ersten Wahlgang am 13. März 1932 verfehlte er mit 49 6 der Stimmen die absolute Mehrheit (vor Hitler 30 1 % Thälmann mit 13 2 und Theodor Duesterberg (DNVP) mit 6 8 setzte sich aber im 2. Wahlgang am 10. April 1932 mit 53 0 Prozent der durch nachdem Teile der DNVP seine Kandidatur hatten. Hitler erhielt 36 8 % Thälmann 2 % der Stimmen.
Von Hindenburg mittlerweile weit über 80 alt verlor den Überblick über die Amtsgeschäfte dass sein Beraterkreis die so genannte Kamarilla immer größeren Einfluss gewann und in Politik des Präsidenten bestimmte. Nach der Entlassung Reichskanzler Heinrich Brüning 1932 und der Ernennung Franz von Papens wurde das parlamentarische System weitgehend außer gesetzt; Papen wurde bereits nach einem halben wieder entlassen ihm folgte Kurt von Schleicher der ein stark sozialpolitisch geprägtes Programm wollte und daher die Industrie gegen sich Paul von Hindenburg war bislang ein entschiedener Hitlers gewesen sein Widerstand schmolz jedoch umso als sich seine Berater für Hitler aussprachen. 28. Januar 1933 entzog Von Hindenburg Kurt von Schleicher Vertrauen. Am 30. Januar 1933 schließlich ernannte er seinen einstigen Adolf Hitler zum Reichskanzler.
Am 2. August 1934 starb Paul von Hindenburg; Adolf Hitler de facto das Amt des Reichspräsidenten als Führer und Reichskanzler.
Hitler ernannte Karl Dönitz testamentarisch zu seinem Nachfolger. Nach Hitlers am 30. April 1945 trat Dönitz am 1. Mai sein Amt als (letzter) Reichspräsident an bildete in Flensburg seine Regierung. Zunächst strengte er eine Kapitulation der deutschen Streitkräfte an um Armee Zivilbevölkerung die Flucht aus dem von der Roten Armee überrollten Osten zu ermöglichen. Nachdem die Alliierten dies ablehnten verkündete er am 8. Mai die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht .